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Aus der Stadt Jobcenter: Reform stößt auf Argwohn
Hannover Aus der Stadt Jobcenter: Reform stößt auf Argwohn
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23:21 23.10.2009
Von Bernd Haase

„Bei den Mitarbeitern ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt“, sagt Uwe Lehmensiek, Personalratsvorsitzender der Jobcenter Hannover. Man habe das Gefühl, die Arbeit der vergangenen sechs Jahre sei für die Katz, wenn nun erneut alles umorganisiert werde. Prekär sei die derzeitige Lage auch für die 300 Mitarbeiter mit Zeitverträgen, die vor einer unsicheren Zukunft stünden.

Union und FDP wollen bei der Betreuung von Langzeitarbeitslosen die Aufgaben von Arbeitsagentur und Kommunen wieder trennen. Damit wäre die Bundesbehörde für Jobvermittlung und Arbeitslosengeld II zuständig, die Sozialämter für Sozialkosten wie etwa Miet- und Heizkosten. Eher vage ergänzen die Koalitionäre, die Arbeitsagentur solle den Kommunen „attraktive Angebote zur freiwilligen Zusammenarbeit machen“.

Regionspräsident Hauke Jagau sieht darin nichts weiter als die Auflösung der Jobcenter. SPD-Regionsfraktionschef Bodo Messerschmidt spricht von einem „Rückfall in die Steinzeit“. Beide fürchten, dass die 140 000 Betroffenen in der Region sich künftig wieder mit zwei Behörden herumschlagen müssen, um Angelegenheiten zu regeln. „Wir wollen eine Lösung, bei der alles in einer Hand liegt, und zwar in der der Kommunen“, sagt auch Eberhard Wicke, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Horst Karrasch, Geschäftsführer der Jobcenter in Hannover, will ebenfalls, dass Langzeitarbeitslose weiterhin einen Ansprechpartner haben. Nähere Details nennt er nicht – es gebe noch zu wenig Informationen. Da sich aber eine breite Mehrheit in der Region für die kommunale Lösung abzeichnet, könnte sich ein Weg eröffnen: Die Koalition will weiterhin 69 Kommunen erlauben, die Jobcenter in Eigenregie zu steuern. Derzeit sind alle Plätze belegt. Wenn aber jemand abspringt, könnte sich die Region bewerben.

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