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Aus der Stadt Jugendliche Tüftler beweisen sich beim RoboCup
Hannover Aus der Stadt Jugendliche Tüftler beweisen sich beim RoboCup
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00:15 01.03.2013
„Ein total cooles Gefühl“: Sören Danne, Maximilian Bleicher und Leon Schomburg tüfteln an ihrem „Colby“. Quelle: Herzog
Hannover

 Es ist dieses Gefühl, nach dem sie fast schon süchtig geworden sind. Dieses Gefühl, das sich einstellt, wenn sie stunden-, tage- oder sogar wochenlang über einem Problem gebrütet haben. Wenn sie schon fast alles in die Ecke schmeißen wollten und es dann doch geschafft haben. „Dieses Gefühl, dass man eine Lösung gefunden hat, dass der Roboter das macht, was man von ihm will – das ist total cool“, sagt Maximilian Bleicher, und seine Mitschüler Leon Schomburg und Sören Danne nicken eifrig.

Es sind die Leidenschaft und die Begeisterung der jungen Technikfans, die den Besucher der Robotation Academy auf dem Messegelände mitreißen. Mehr als 300 Schüler im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bayern, und Sachsen-Anhalt sind für drei Tage nach Hannover gekommen, um sich beim Vorentscheid für die deutsche RoboCup-Meisterschaft zu qualifizieren – etwa die Hälfte der Schüler stammt aus der Region Hannover.
Die Gewinner werden Ende April an der Deutschen Meisterschaft in Magdeburg teilnehmen. Die diesjährige Weltmeisterschaft wird im Sommer im holländischen Eindhoven entschieden. Unterstützt wird der RoboCup unter anderem von der Stiftung Niedersachsen Metall, die sich um die Nachwuchsförderung für mathematisch-naturwissenschaftliche Berufe bemüht. 

Leon, Sören und Maximilian, die drei 17-jährigen Gymnasiasten von der Goetheschule in Hannover, haben sich für die Disziplin „RoboRescue“ entschieden. An ihrem rund 25 Zentimeter großen Roboter „Colby“ haben sie anderthalb Jahre getüftelt. Nun muss er zeigen, dass er sich als Feuerwehrroboter eignet, der Menschen retten kann. Colby macht seine Sache gut. Auf der Testfläche, die ein von einem Erdbeben zerstörtes Haus symbolisiert, steht eine mit Sand gefüllte Flasche. Colby fährt dagegen, bewegt sich rückwärts, macht einen Bogen, umfährt das Hindernis.  „Das soll eine umgestürzte Säule sein“, erklärt Sören auf die Flasche deutend, „unser Roboter muss so ein Hindernis erkennen.“

Rund 300 Schüler präsentieren auf dem Messegelände Hannover ihre selbstgebauten Roboter und sich für die Deutsche Meisterschaft in Magdeburg qualifizieren.

Seit acht Jahren gibt es das Fach Robotik an der Goetheschule, am Gymnasium Langenhagen sowie am Georg-Büchner-Gymnasium in Seelze. Was klein angefangen hat, um Kinder und Jugendliche möglichst früh für technische Berufe zu begeistern und damit dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, hat sich zum Renner entwickelt. „Wir wollten ein weiteres Angebot schaffen, mit dem sich die Schüler identifizieren können und das sie mit ihrer Schule verbindet“, erklärt Joachim Selke, Lehrer für Mathe, Physik und Informatik an der Goetheschule. Sein Kollege Thorsten Behrens aus Langenhagen bestätigt: „Robotic boomt. Das Interesse ist riesig.“ Dass die Begeisterung nicht immer so groß war – zumindest nicht seitens der Lehrer – daran erinnert sich Behrens gut. Als der 50-Jährige Informatik an seiner Schule etablieren wollte, waren die Vorbehalte groß. „Allein das Wort Technik sorgte schon für Unbehagen“, erinnert sich der Pädagoge und ergänzt: „Zum Glück gibt es heute jüngere Lehrer, die dem Thema viel aufgeschlossener gegenüber stehen.“

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr die Qualifikationsrunde für den seit 1996  ausgetragenen RoboCup in der Robotation Academy auf dem Messegelände statt. „Normalerweise werden hier Schulungen im Umgang mit Industrierobotern veranstaltet“, erklärt Thomas Rilke, Geschäftsführer der Robotation Academy. Für die Schüler sei das der perfekte Rahmen. „Denn ob kleiner Legoroboter oder großer Industrieroboter – im Grunde wirken die gleichen Prinzipien.“

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