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Aus der Stadt Junge Mütter machen Sport in der Eilenriede - mit Kind und Karre
Hannover Aus der Stadt Junge Mütter machen Sport in der Eilenriede - mit Kind und Karre
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22:07 20.07.2010
Junge Mütter beim Sport in der Eilenriede: Die kleinen Kinder sind in der Karre mit dabei – daher der Name „Buggy Buddies“. Quelle: Christian Burkert

Um die 18 Frauen herum stehen, im Halbrund aufgebaut, Kinderwagen und Karren, in denen Babys das Treiben ihrer Mütter beobachten. Die meisten Kinder sind erst wenige Monate alt und zeigen ganz unterschiedliches Interesse an den sportlichen Ambitionen ihrer Mamas. Manche schauen von der Karre aus interessiert zu und glucksen zufrieden, andere genießen die frische Luft in der Eilenriede und nutzen die Zeit für ein Nickerchen, und nicht selten fängt auch eines von ihnen an zu nölen. Schließlich ist es viel schöner, im Kinderwagen geschoben zu werden, als stehen zu bleiben.

Erfahrene Mütter wissen das natürlich, und so sind die Trainingseinheiten der „Buggy Buddies“ in kleine Häppchen aufgeteilt. Zwischen der Stärkung von Trizeps, Bauch- und Rückenmuskeln joggen sie mit den Kinderwagen durch den Wald. Die Idee zu dem Müttertraining hatte die examinierte Fitnesstrainerin Stephanie Diepholz mit ihrer Freundin Ines. Die beiden 32- und 38-jährigen Mütter hatten sich auf der Lister Meile kennengelernt. Beide waren damals auf der Suche nach einer unkomplizierten Art, Sport zu treiben, ohne jedes Mal einen Babysitter für ihre Kinder, die sieben Monate alte Jette und den elf Monate alten Tim suchen zu müssen. Diepholz hatte eine ähnliche Initiative im Urlaub in England entdeckt. Zusammen hoben die beiden Frauen schließlich das Projekt „Buggy Buddies“ aus der Taufe gehoben. Der Name der Gruppe ist ebenfalls aus dem Angelsächsischen entlehnt: „Buggy“ ist der englische Begriff für Kinderwagen, „Buddy“ steht für Freund oder Kumpel.

Trainiert haben die „Buggy Buddies“ das erste Mal vor gerade einmal einem Monat. Doch schon jetzt sind es fast 20 Frauen, die sich regelmäßig in der Eilenriede oder am Maschsee treffen, um Sport zu treiben. Es scheint, als hätten die Sportlehrerin und die Personal Trainerin die Zeichen der Zeit erkannt. „Das Schöne daran ist, dass man sich spontan entscheiden kann, mitzumachen. Es gibt keine Verpflichtung, keine Mitgliedschaft“, sagt Ines, „hatte man eine durchwachte Nacht am Kinderbett und ist müde, stößt man an einem anderen Tag dazu.“ Auch für Diepholz macht die Art der Organisation den Reiz aus. „Ich genieße es, etwas für mich zu tun, ohne mein Kind abgeben zu müssen“, sagt sie.

Das findet auch Stephanie Timm. Die 33-Jährige nimmt zum zweiten Mal mit ihrer fünf Monate alten Tochter Lucia am Training teil und zeigt sich nicht nur vom Sport, sondern auch vom freundschaftlichen Umgang begeistert. „Wir kümmern uns untereinander um die Kinder, sodass jeder mal in Ruhe Zeit für sich hat“, sagt Timm.

Das „Buggy Buddies“-Training dauert rund eine Stunde und findet zurzeit zweimal wöchentlich statt. Dienstags treffen sich die Frauen um 10.30 Uhr am Lister Turm, donnerstags am Sprengel Museum am Maschsee. Interessierte Mütter und natürlich auch Väter sind willkommen. Die Organisatorinnen planen zudem, das Angebot auf mehrere Tage in der Woche auszudehnen.

Julia Pennigsdorf

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