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Aus der Stadt Auszeichnung für besondere Partnerschaft
Hannover Aus der Stadt Auszeichnung für besondere Partnerschaft
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06:43 16.03.2015
Von Veronika Thomas
Gegenseitiges Verständnis fördern: Ewald Wirth, Mary Sofer, Festrednerin Sonja Lahnstein-Kandel, Hanna Kreisel-Liebermann und Hans-Martin Heinemann (v. l.). Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Die Plakette wurde während einer Feierstunde zur „Woche der Brüderlichkeit“ unter dem Motto „Im Gehen entsteht der Weg“ mit rund 300 Gästen im Haus der Region verliehen.

Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann, Evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, erinnerte zur Begrüßung an die „furchtbaren Anschläge“ im Januar auf einen jüdischen Supermarkt und die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris und die parallel in Deutschland veranstalteten Pegida- und Hagida-Demonstrationen. „Ich bin aber richtig stolz auf Hannover, dass hier am 12. Januar 19 000 Menschen gegen Pegida auf die Straße gegangen sind.“ Regionspräsident Hauke Jagau sagte in seinem Grußwort, die „Woche der Brüderlichkeit“ erinnere daran, dass Israel und Deutschland in extremem Maße aneinander gebunden seien in der Aufarbeitung der Gräuel während des Nazi-Terrors. „Wir müssen aber immer wieder das Gemeinsame suchen und aufpassen, dass nicht Leute mit einfachen Botschaften kommen, die andere ausgrenzen wollen.“

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Die Partnerschaft der Justus-von-Liebig-Schule und der Kadoorie-Schule besteht seit 1981. Sie war Basis für die politische Partnerschaft zwischen der Region Untergaliläa und dem damaligen Landkreis Hannover, der heutigen Region. In einem Partnervertrag wurde damals festgelegt, dass die Schulen jährlich zwei Austauschfahrten organisieren. „Seitdem gab es 33 Fahrten nach Israel
und 35 nach Deutschland mit insgesamt 1600 Schülern“, berichtete Ewald Wirth, Vorsitzender der Gesellschaft. Der Schwerpunkt des Austausches sei nicht auf Tourismus ausgelegt, sondern vielmehr auf das gegenseitige Kennenlernen und Miteinander durch gemeinsame Projektarbeiten.

Die Abraham-Plakette wird erst seit 2012 verliehen. Preisträgerin 2014 war die Integrierte Gesamtschule Linden; weitere Auszeichnungen gingen 2013
an die Albert-Einstein-Schule in Laatzen und die IGS Kronsberg sowie 2012 an die Humboldtschule und die St.-Ursula-Schule. Die 1953 gegründete Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover setzt sich für den Dialog zwischen Christen und Juden sowie für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit ein.

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