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Aus der Stadt Kampagne für Kleingärten in Hannover
Hannover Aus der Stadt Kampagne für Kleingärten in Hannover
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15:48 26.05.2011
Von Felix Harbart
Stadt Hannover und Verband für Kleingärten suchen Pächter.
Die Stadt Hannover und Verband für Kleingärten suchen Pächter. Hier stellen Karl-Heinz Rädeckr, Regina Raukuttis und Hans Nolte vom Stadtmarketing das Konzept vor (von links). Quelle: Florian Petrow
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Der Kleingarten mit Jägerzaun, Blaufichte und Waschbetonplatten ist doch längst Geschichte. Sagt jedenfalls Regina Raukuttis, und die muss es wissen. Raukuttis ist Leiterin des städtischen Grünflächenamtes und als solche für Hannovers Schrebergärten zuständig. Was sie schon weiß, wollen Stadt und Bezirksverband der Kleingärtner jetzt auch anderswo bekannt machen: Dass Schrebergärten nicht piefig sind, sondern cool, soll jetzt eine neue Werbekampagne unters Volk streuen.

Dabei haben Stadt und Kleingärtner neben guten Worten auch interessante Angebote. Um seinen Bestand an teils verwilderten Gärten wieder in gewissenhafte Hände zu bekommen, will der Verband besonders arbeitsintensive Parzellen umsonst abgeben – unter der Bedingung, dass die neuen Besitzer sie herrichten. Laut Kleingärtnerchef Karl-Heinz Rädecker wird für einen 300 bis 400 Quadratmeter großen Garten für gewöhnlich eine Ablöse von 2.000 bis 4.000 Euro fällig. Dazu komme eine jährliche Pacht von 200 bis 250 Euro. Auch diese Pacht könne den neuen Besitzern vielleicht für ein, zwei Jahre erlassen werden, kündigt Rädecker an. „Es gibt immer eine Möglichkeit.“

21.000 Parzellen, aufgeteilt auf 102 Vereine und 270 Kolonien, gibt es in Hannover derzeit. Auf Plakaten und mit 130.000 Faltblättern mit dem Slogan „Kleingärten – Urlaub um die Ecke“ soll jetzt vor allem jungen Leuten nahegebracht werden, warum sich der Erwerb eines Kleingartens lohnt. „Wir wollen uns für alle Bevölkerungsgruppen öffnen“, sagt Rädecker. Rund 700 Gärten seien in der Regel im Rahmen der normalen Rotation frei – um sie könne sich jeder bewerben. Dabei müsse niemand mehr Angst vor Schreberfunktionären haben, die mit dem Zollstock die Höhe des Gartenzaunes messen. „Die Zeiten sind vorbei“, sagt Rädecker.

Informationen gibt es hier und beim Kleingärtnerverband unter der Rufnummer (0511) 69 97 18 sowie unter der E-Mail-Adresse bzv.kleingaertner@t-online.de.

Andreas Schinkel 25.05.2011
Conrad von Meding 25.05.2011