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Aus der Stadt Martial Arts macht da weiter, wo Boxen aufhört
Hannover Aus der Stadt Martial Arts macht da weiter, wo Boxen aufhört
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16:03 21.02.2016
Bei Mixed Martial Arts ist der Ring ein achteckiger Käfig. Quelle: Seven Sport
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Hannover

Der Kampf beginnt wie Boxen. Omar Khoram, in der Swiss Life Hall hannoverscher Lokalmatador, und sein Gegner Lukasz Zielonka, tänzeln mit erhobenen Fäusten umeinander herum. Aber dies hier ist kein Boxen, es ist Mixed Martial Arts, eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten. Khoram setzt zu Tritten an, bald hat er seinen Gegner am Boden, nun ist es eine Art Ringkampf, aber dann, als der Mann von der Fightschool Hannover auf ihm sitzt, versucht er mit seinen Kampfhandschuhen Zielonka an den Kopf zu schlagen, der das mit aller Kraft verhindern will. Aber er entkommt Omar Khomar nicht.

Beim Mixed Martial Arts in der Swiss Life Hall in Hannover ging es ordentlich zur Sache.

Es sind Szenen wie diese, die dazu führten, dass diese Kämpfe zeitweilig nicht im Fernsehen gezeigt wurden. Martial Arts geht weiter, wo Boxen längst zu Ende wäre. Zuschauer müssen über 18 Jahre alt sein. Junge Männer sind hier in der Überzahl, und viele sehen so aus, als würden sie nicht in Fitness-, sondern in Kraftsportstudios viel Zeit verbringen. Auf Rängen und im Parkett feuern auch etliche Angehörige und Freunde die eigenen Kämpfer an.

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Zielonka übersteht den ersten von normalerweise zwei Durchgängen zu fünf Minuten nicht. Er wird behandelt, während Khoram auf den Rand des Oktagons steigt, den achteckigen Käfig, den eine Art Maschendraht umspannt. Er hat gewonnen, er jubelt von dort oben in die Halle und die jubelt zurück.

Dann der Frauenkampf. Luisa Wahnschaffe vom Ultimate Gym Hannover tritt ins Oktagon, doch der Kampf ist nach nicht einmal drei Minuten zu Ende. Lili Sophie Riesinger, eine American Football-Spielrin aus Kiel, traf sie früh und entscheidend. Wahnschaffe wird behandelt, dann läuft sie aus dem Käfig und gleich der Halle hinaus. Riesinger sieht ihr verdutzt nach, bei der Siegerehrung steht sie alleine da und sagt: Hat ja gereicht. Für ihren Sieg, meint sie.

Am Schluss, nach zwölf Kämpfen, könnte der neutrale Zuschauer meinen, dass Gesundheit doch das Wichtigste ist.

Von Gunnar Menkens

Felix Harbart 20.02.2016
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