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Aus der Stadt Kapitän stirbt bei Unfall auf Mittellandkanal
Hannover Aus der Stadt Kapitän stirbt bei Unfall auf Mittellandkanal
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21:18 03.02.2015
Bei einem Unfall an Bord ist der Kapitän des Schubschiffes tödlich verunglückt. Das Schiff liegt nun am Südufer Stichkanals bei Seelze. Quelle: Christian Elsner
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Seelze

Es muss ein grausiges Bild gewesen sein, das sich den beiden polnischen Matrosen an Bord des Schubschiffs „Bizon“ am Dienstag geboten hat, das in Richtung Linden unterwegs war. Sie fanden den Kapitän vornüber gebeugt und leblos am Steuerrad vor. Die Matrosen waren im unteren Bereich des allein fahrenden Schubbootes, als sie plötzlich im Bereich des Seelzer Jachthafens ein Abdriften des Schiffes bemerkten.

Bei einem Unfall auf seinem Schubschiff hat der Kapitän tödliche Verletzungen erlitten. Das Binnenschiff liegt nun bei Seelze fest.

Nachdem sie den leblosen Schiffsführer gefunden hatten, gelang es ihnen, das Schubschiff in Höhe des Seelzer Jachthafens zu vertäuen und die Feuerwehr zu alarmieren. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Es wird vermutet, dass der 54-Jährige aus der oberen Luke des Steuerstandes herausgeschaut hat und beim Hindurchfahren unter der Brücke tödlich am Kopf verletzt wurde. Warum der Mann aus der Luke herausgeschaut hatte, ist derzeit noch nicht geklärt.

Während der Bergungsarbeiten kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der Bundesstraße 441 in Richtung Wunstorf. Die Feuerwehr Seelze positionierte ihr Einsatzfahrzeug auf dem gegenüberliegenden Sportplatz des TuS Seelze, um die mit den Ermittlungen beauftragte Kriminalpolizei mittels Scheinwerferlicht von der Drehleiter aus zu unterstützen. Die Polizei Seelze leitete den Verkehr an der Unfallstelle um, die Eisenbahnbrücke über die Göxer Landstraße war in Richtung Seelze gesperrt. Vor Ort waren zudem die Wasserschutzpolizei und Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts. Der Stichkanal blieb während der Unfallaufnahme gesperrt. Die „Bizon“ wurde anschließend zu einem Liegeplatz in Lohnde gebracht.

Zuletzt war es im August 2013 zu einem Unfall an der Brücke gekommen, als das leere Gütermotorschiff „Pankgraf“ gegen einen Brückenquerträger stieß. Der 73-jährige Schiffsführer wurde dabei leicht am Kopf verletzt. Die „Pankgraf“ trieb danach gegen zwei Motorboote im Jachthafen, die wie die Brücke nur leicht beschädigt wurden.

Von Sandra Remmer

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