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Aus der Stadt Karfreitag bremst Tuner und Tänzer aus
Hannover Aus der Stadt Karfreitag bremst Tuner und Tänzer aus
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00:15 04.04.2015
Verboten: In Garbsen darf sich die Autotunerszene nicht treffen. Die Polizei will deshalb auch in Hannover wieder kontrollieren.
Verboten: In Garbsen darf sich die Autotunerszene nicht treffen. Die Polizei will deshalb auch in Hannover wieder kontrollieren. Quelle: Foto: Elsner (Archiv)
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Hannover/Garbsen

„Bisher haben wir keine konkreten Hinweise darauf, dass die Tuningszene wegen des Verbots mit ihrem Car-Friday nach Hannover ausweichen will“, sagt Polizeisprecherin Tanja Rißland. Dennoch halte man an den beliebten Strecken wie der Vahrenwalder Straße die Augen offen.

Garbsens Bürgermeister Christian Grahl hatte das traditionelle Treffen zur Saisoneröffnung verboten, nachdem im vergangenen Jahr etwa 7000 Tuningfans den Verkehr rund um Garbsen zum Erliegen gebracht hatten. Damals ahndete die Polizei 237 Verkehrsverstöße und 145 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Als Garbsen in der Szene auch für dieses Jahr als Treffpunkt anvisiert wurde, erließ Grahl das Verbot. Unter anderem droht den Autobesitzern, sollten sie trotz der Verfügung nach Garbsen kommen, eine Geldstrafe von 100 Euro. Wer dann nicht innerhalb von 20 Minuten die Stadt verlässt, läuft Gefahr, dass sein Auto abgeschleppt und erst nach Ostern wieder herausgegeben wird.

Nicht nur in der Autotuningszene sorgt der Feiertag für Konflikte. Niedersachsens Discotheken begehren gegen das am Karfreitag geltende Tanzverbot auf. Jörg Smotlacha vom Kulturzentrum Faust findet es „nicht mehr zeitgemäß“, dass nicht getanzt werden darf, da der Karfreitag „für die allermeisten ein ganz gewöhnlicher Freitag“ sei. Nichtsdestotrotz bleibt die Faust am Freitag komplett geschlossen. Auch im Brauhaus Ernst August wird es nur den gewöhnlichen Gastronomiebetrieb geben. Betreiber Hannes Aulich ist kein Befürworter der Regelung - er findet, jeder solle selbst entscheiden dürfen, was er mit seinem freien Tag machen wolle. Gefeiert werden kann heute im Brauhaus bis Punkt Mitternacht. DJ Drecker vom Café Glocksee erinnert sich noch, wie er mit Argwohn vor etwa zehn Jahren die Verabschiedung des Tanzverbots seitens der CDU-Landesregierung verfolgt hat. Ein bisschen Hoffnung hat Drecker aber: „Normalerweise kam seitdem immer ein paar Wochen vor Ostern der Brief vom Ordnungsamt mit der offiziellen Untersagung und der Auflistung der Strafen. Dieses und letztes Jahr kam nichts!“ Geschlossen bleibt die Glocke trotzdem.

Von Jörn Kießler und Tim Wermter

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