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Aus der Stadt Karnevalsverein kürt Narrenotto
Hannover Aus der Stadt Karnevalsverein kürt Narrenotto
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22:07 11.11.2014
Martin Ziemer gab einen Song von Kabarettist Willi Astor zum Besten.
Martin Ziemer gab einen Song von Kabarettist Willi Astor zum Besten. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Bunt, fröhlich, musikalisch, tanzend und mit einem lauten „Linden Allaaf“ feierte der Karnevalsverein den Auftakt der neuen Karnevalssaison. Nicht um 11.11 Uhr, sondern um 19.11 Uhr fiel in der „Narhalla“, der Festhalle der Lindener Narren, der närrische Startschuss.

Handball-Nationaltorwart Martin Ziemer hatte etwas ganz Besonderes vorbereitet. Anstatt eine Rede zu halten, nahm der Torwart der TSV Hannover-Burgdorf lieber die mitgebrachte Gitarre in die Hand – und schmetterte unter dem Jubel von mehr als 200 Narren einen Song von Kabarettist Willi Astor. „Das gab es so noch nie, und ich weiß nicht, ob es das so jemals wieder geben wird“, kündigte der 31-Jährige an, der in diesem Jahr den „Narrenotto“, den Ehrenpreis der Lindener Narren, erhielt.

Pünktlich zum 11.11. läuteten die Lindener Narren die Karnevals-Saison ein.

Für Handballprofi Ziemer ist das eine besondere Auszeichnung, obwohl er als gebürtiger Rostocker nicht mit der näckischen Zeit aufwuchs. „Diese große Tradition, der Tanz und die Akrobatik, das ist einfach beeindruckend“, sagte der Sportler.

NDR-Comedian und Laudator Martin Jürgensmann, im vergangenen Jahr mit dem Preis ausgezeichnet, trat als Laudator „Schüssel Schorse“ auf und lobte den Torwart als „Hexer im Handballtor“. Auch 96-Torwart Ron-Robert Zieler hatte eine Rede für den „Recken“ der TSV Hannover-Burgdorf halten sollen. Doch der 25-Jährige ist derzeit mit der Nationalmannschaft unterwegs und fehlte gestern deshalb aus nachvollziehbaren Gründen. Ziemer hatte wie die übrigen Gäste indes viel Spaß. „Im Karneval legen die Menschen dieses typisch Deutsche ab“, sagte der 31-Jährige. „Alles ist lockerer, etwas spaßiger, das gefällt mir.“

Für närrische Stimmung sorgte nicht nur der singende Recke. Wo gefeiert wird ist, da ist auch Helene Fischer nicht weit – so sang auch Isabel Krämer, Miss Niedersachsen und Funkenmariechen der Narren, Songs der Schlagerqueen.
Auch die Funkenmariechen fehlten zum Karnevalsauftakt nicht. Für die neunjährige Sophie Bermer war es der erste Auftritt vor großer Kulisse. Geschmückt im weiß-blauen Kostüm tanzte das Mädchen vor aller Augen einen Solotanz. Ein dreiviertel Jahr habe sie dafür geübt, erzählte die aufgeregte Tänzerin. Als Vorbild die Mama, weiß die Neunjährige schon genau, wo es einmal hingehen soll: auf die Tanzmeisterschaften der Garden – und in einigen Jahren will sie vielleicht sogar Karnevalsprinzessin werden.

Sabine Gurol

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