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Aus der Stadt Katholiken und Protestanten auf dem Kreuzweg
Hannover Aus der Stadt Katholiken und Protestanten auf dem Kreuzweg
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00:15 17.04.2017
Von Michael Zgoll
Station vor dem Neuen Rathaus.
Station vor dem Neuen Rathaus. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Mag es auch ein Kreuz sein mit den schwindenden Mitgliederzahlen der großen christlichen Kirchen in Deutschland - die Ökumene schreitet voran. Schon seit sechs Jahren lädt der ka:punkt, das Beratungs- und Seelsorgezentrum der katholischen Kirche in der Grupenstraße, karfreitags zu einem mehrere Kilometer langen Marsch durch die hannoversche Innenstadt ein, der an den Kreuzweg Jesu zur Hinrichtungsstätte am Hügel Golgatha erinnern soll. Am Karfreitag, noch bei schönstem Sonnenschein, reihten sich auch erstmals Gemeindemitglieder der evangelisch-lutherischen Marktkirche ein.

Zwei Stunden sind am Karfreitag Gläubige durch die Innenstadt von Hannover gezogen. An dem mehrere Kilometer langen Kreuzweg des ka:punkt nahm auch erstmals die evangelisch-lutherischen Marktkirchengemeinde teil. 

Weit hatten es Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann und die Kirchgänger aus der Marktkirche nicht, ist diese doch nur einen Steinwurf vom ka:punkt entfernt. Jutta Johannwerder, Leiterin des Forums der katholischen Einrichtung, zeigte sich sehr angetan von der Verstärkung durch die Nachbargemeinde, immerhin 80 Personen zählte der Pilgerzug.

Der knapp zweistündige Marsch führte zu Stationen wie der Ruine der St.-Aegidien-Kirche und der Plastik „Verletzter Kopf“ vor dem Neuen Rathaus, zur Gandhi-Büste am Maschpark und dem Hannah-Arendt-Platz am Landtag. „Wir wollen anhand dieser Anlaufpunkte das Leiden der Menschen in den Mittelpunkt stellen“, sagte Jutta Johannwerder. Und so hielt die Gruppe immer wieder inne und lauschte von Johannwerder und Kreisel-Liebermann vorgetragenen Gebeten und kurzen Texten aus der Bibel, durfte über den August-Psalm von Hans-Dieter Hüsch sinnieren oder sich zweifelnde Fragen des Schriftstellers Max Frisch durch den Kopf gehen lassen.

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