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Aus der Stadt Kein Geld für Radfahrerin nach Sturz
Hannover Aus der Stadt Kein Geld für Radfahrerin nach Sturz
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09:28 15.12.2016
Von Michael Zgoll
Symbolbild.
Symbolbild. Quelle: dpa
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Hannover

Die Klägerin habe nicht beweisen können, so Amtsrichterin Catharina Erps, dass die vor ihr fahrende Frau im Zuge eines Abbiegemanövers scharf gebremst hatte. Unstrittig ist, dass die beiden Frauen auf dem Radweg an der Tannenbergallee Richtung Moltkeplatz fuhren. Unstrittig ist auch, dass die vorneweg rollende Radlerin nach links in den Masurenweg abbiegen wollte und dabei kein Handzeichen gab. Doch in einem - entscheidenden - Punkt wichen die Aussagen voneinander ab. Die Klägerin behauptete, die abbiegende Radlerin habe vor ihrem Linksschwenk scharf gebremst. Die Beklagte bestritt ein heftiges Abbremsen: Sie sei zügig und ohne nennenswerte Verzögerung nach links abgebogen.

Zu einer Berührung zwischen den beiden Fahrrädern kam es nicht bei dem Unfall im August 2014. Allerdings stürzte die 62-Jährige bei ihrem abrupten Bremsmanöver auf den Kopf. Sie brach sich das Nasenbein, verlor ein Stück Zahn und zog sich diverse Prellungen sowie Schürfwunden zu.

Wie Zivilrichterin Erps urteilte, hätte die gestürzte Radlerin beweisen müssen, dass die vorausfahrende Frau unvermittelt gebremst habe. Dafür gab es aber keine Zeugen. Dass die abbiegende Radlerin kein Handzeichen gab, habe den Unfall nicht unmittelbar verursacht.

Conrad von Meding 17.12.2016
Michael Zgoll 14.12.2016