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Aus der Stadt Keine Hinweise nach Explosion in Café
Hannover Aus der Stadt Keine Hinweise nach Explosion in Café
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21:55 13.07.2010
Von Tobias Morchner
Die Explosion eines arabischen Cafés in der Goethestraße vom 29. Dezember 2009 hatte drei Menschen das Leben gekostet. Quelle: Christian Elsner (Archiv)

Die Behörde begründete die Einstellung der Untersuchungen damit, dass die bisherigen Nachforschungen keine endgültige Klarheit in den Fall gebracht hatten. „Wir wissen nach wie vor nichts über die Hintergründe oder das Motiv für die Tat“, sagte Staatsanwältin Kathrin Söfker. Auch gebe es bislang keine Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Verursacher der Explosion einen oder mehrere Komplizen gehabt hat.

Bereits kurz nach dem Unglück vermuteten die Ermittler, dass der 29-jährige Isa K., einer der drei Betreiber des Cafés, große Mengen Benzin im Erdgeschoss des mehrstöckigen Gebäudes vergossen und in Brand gesteckt hat. Dabei kam er ums Leben. Der Versicherungskonzern AXA, bei dem die Einrichtung des Lokals für einen sechsstelligen Betrag versichert war, hatte kurz nach dem Unglück eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Das Geld soll derjenige erhalten, dessen Hinweise zur Aufklärung der Tat führen. Außerdem beauftragte das Unternehmen einen Privatdetektiv, der bei der Aufklärung der Tat helfen sollte. Für eine Stellungnahme war die Versicherung gestern nicht zu erreichen.

Die vorläufige Einstellung des Ermittlungsverfahren bedeute, so Staatsanwältin Söfker, allerdings nicht, das die Aktendeckel in diesem Fall endgültig geschlossen sind. „Sobald wir wieder Hinweise erhalten, gehen wir diesen auch nach“, sagte die Behördensprecherin.

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