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Aus der Stadt Keine Stellplätze für Wohnmobile in Hannover
Hannover Aus der Stadt Keine Stellplätze für Wohnmobile in Hannover
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22:12 18.05.2011
Von Andreas Schinkel
Immer mehr Wohnmobilfahrer besuchen Deutschlands Städte. Quelle: dpa (Archivbild)

In der Tat fragen sich viele Wohnmobilisten, warum Hannover auf der Parkplatzkarte bisher ein weißer Fleck ist. „Viele von uns würden der Stadt gern einen Besuch abstatten, aber dazu braucht es citynahe Stellflächen“, sagt Wohnmobilfahrer Frank Penkalla. Bremen dagegen habe auf den neuen Reisetrend reagiert und vor vier Jahren einen Parkplatz mitten in der Stadt für bis zu 120 Fahrzeuge eingerichtet.

Das Angebot in der Hansestadt reicht bei Weitem nicht aus. „Die Plätze sind tendenziell überfüllt, wir müssten dringend eine weitere Fläche ausweisen“, sagt Thomas Lecke-Lopatta, Stadtplaner in Bremen. Die Wohnmobilreisenden ließen sich keineswegs mit Campern vergleichen, die ihr Zelt aufschlagen und sich dann wochenlang kostengünstig selbst versorgen. „Die Wohnmobilfahrer sind meist gut betuchte Pensionäre, die Kultur erleben wollen“, sagt Lecke-Lopatta. Ausstellungen, Konzerte, aber auch Weihnachtsmärkte zögen die reiselustigen Rentner an und bescherten Geschäftsleuten und Stadt zusätzliche Einnahmen. Zwischen 42 und 46 Euro pro Tag, so hat die Bremer Verwaltung ausgerechnet, gibt ein Wohnmobilist in der Stadt aus. Kaufkraft in Höhe von vier Millionen Euro hat der neue Parkplatz seit seiner Eröffnung nach Bremen gelockt.

„An einem Standort in Hannover wären wir interessiert“, sagt Hans Bahrenburg, Betreiber des Bremer Wohnmobil-Parkplatzes. Eine Gebühr von zehn Euro nimmt er pro Nacht, dafür bietet er Anschlüsse für Wasser und Strom sowie die Möglichkeit, die Toiletten der Wohnmobile zu entleeren. „Auf der Westseite des Maschsees wäre ein guter Ort“, meint Bahrenburg.

Doch Hannovers Verwaltung tut sich schwer. „Das Problem ist, ein Gelände zu finden“, sagt der städtische Tourismus-chef Hans Nolte. Für 15 Reisemobile bräuchte es eine Fläche von 900 Quadratmetern, hinzu kämen noch kostspielige Investitionen, um die Strom- und Wasseranschlüsse zu installieren. Rein touristisch betrachtet, räumt Nolte ein, lohne sich ein Stellplatz schon. „Aber wenn wir so etwas einrichten, dann ordentlich.“

Ob es gleich ein Luxusparkplatz sein muss, bezweifelt Jens Voshage, Wohnmobilist aus Hannover. „Ein Stromanschluss ist Pflicht, aber vielen genügt das auch“, sagt er. Entscheidendes Kriterium sei vielmehr die Citynähe. „Was nützt mir ein Parkplatz am Blauen See in Garbsen, wenn ich mir Hannover ansehen will?“ Die CDU hatte kürzlich beantragt, einen Teil des Schützenplatzes für Wohnmobile zu reservieren, scheiterte aber an der Ratsmehrheit. Das sei schon verständlich, wegen der vielen Veranstaltungen, sagt Voshage. Aber irgendwo werde es doch sicher ein Plätzchen geben für die Wohnmobilisten.

Die von der Verwaltung geplante Verengung der Karmarschstraße vor der Markthalle in Hannover ist am Mittwoch auf ein überwiegend positives Echo gestoßen. Die Verkehrsverbände ADAC (Autos) und ADFC (Fahrräder) begrüßten die Planung.

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