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Aus der Stadt Plötzlich Ritter
Hannover Aus der Stadt Plötzlich Ritter
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18:59 16.11.2014
Stark sein fürs Foto: Für den kleinen Joshua (4) sind Kettenhemd und Metallhelm ganz schön schwer.
Stark sein fürs Foto: Für den kleinen Joshua (4) sind Kettenhemd und Metallhelm ganz schön schwer. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

„Wir haben hier doch so viele Möglichkeiten, die können wir in so einem Rahmen endlich einmal nutzen“, freut sich Museumspädagogin Karin Schäfer, die mit ihren Kollegen die letzten vier Wochen an diesem Projekt gearbeitet hat.

Sich als Ritter oder Hofdame verkleiden, Lagerfeuerromantik spüren, Bogenschießen, Kerzenziehen, Butter schütteln oder mit dem Griffel schreiben – am Sonntag lud das Historische Museum zum Kinder- und Familientag. Dabei drehte sich alles um das Mittelalter.

Auch wenn der Regen die Lagerfeuerromantik mit Kinderpunsch und Bogenschießen ein wenig trübte - in den Räumen ging es umso lebendiger zu. Alexander Budde kam mit seinen beiden Söhnen gerne hierher: „Das ist das Beste, was man heute tun kann. Wir hatten erst überlegt, in den Zoo zu gehen. Aber traurige Flusspferde im Regen - da war der Schwertkampf spannender!“ Aufgeregt erzählt sein Sohn Mario (9) vom Ritterturnier: Beim Schießen mit dem Saugnapfbogen habe er das Wildschwein aus Pappe getroffen und später mit der Lanze gekämpft. Leonie Schlüter (7) und Johanna Derks (8) wollten nicht kämpfen, sie haben sich lieber als Burgfräulein verkleidet. Den Beginenturm fanden sie bisher am Besten, auf die mittelalterlichen Musikinstrumente seien sie aber auch gespannt. Die wird ihnen später Gaukler Tumalon erklären, der sie alle spielen kann - von der Bass-Fanfare über die Drehleier zu der Cister, einem der Zitter ähnlichen Zupfinstrument ertönen die Klänge durch die Räume im Erdgeschoss.

Karina Funke aus Isernhagen hat sich den Wünschen ihres Sohnes gebeugt: „Unser Sechsjähriger interessiert sich sehr für das Mittelalter, Kettenhemd und Ritterrüstung inklusive.“ Konstantin findet aber gerade viel spannender, seinen Namen mit Federkiel und Tinte aus dem Fässchen zu schreiben.

Zum Abschluss adelt Jan Willem Huntebrinker, eigentlich Leiter für Bildung und Kommunikation im Museum, die kleinen Besucher in einer weihevollen Zeremonie zu Rittern oder Edelfräulein: „Wir begrüßen Edelfräulein Katharina in der Gemeinschaft unseres Adels mit einem dreifachen Hurra!“ Und es schallt zurück: „Hurra, hurra, hurra!“

Von Katharina Derlin

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