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Aus der Stadt Spendenwelle nach Edathy-Absage
Hannover Aus der Stadt Spendenwelle nach Edathy-Absage
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09:42 18.04.2015
Das Fünfzigtausendfache der gewöhnlichen Spendensumme konnte der Kinderschutzbund einnehmen.
Das Fünfzigtausendfache der gewöhnlichen Spendensumme konnte der Kinderschutzbund einnehmen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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„Im gleichen Zeitraum erhalten wir normalerweise 2000 bis 3000 Euro“, sagte Johannes Schmidt, Vorsitzender des DKSB Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur. „Wir waren überrollt von der Begeisterung der Menschen.“ Unzählige Zuschriften und Anrufe hätten den Landesverband erreicht, nachdem er die Zahlung des ehemaligen Bundestagsabgeordneten nicht annehmen wollte. Bundesweit sei der Verband von einer Spendenwelle getroffen worden.

„Es war genau die richtige Entscheidung, die wir so immer wieder treffen würden“, sagte Schmidt. „Das Geld war eine Verhöhnung der Opfer und unseres Verbandes.“ Der Kinderpornografie-Prozess gegen den ehemaligen SPD-Politiker Sebastian Edathy war am 2. März gegen die Zahlung einer Geldauflage von 5000 Euro eingestellt worden. Der DKSB lehnte das Geld ab, es ging an den Jugend- und Kinderfeuerwehrverband Niedersachsen. Die Ablehnung des Geldes habe den Verband gestärkt, sagte Schmidt. Die Spenden sollen nun an die einzelnen Ortsverbände des DKSB weitergeleitet werden. Auf Landesebene möchte der Verband Projekte zum Kinderschutz in Institutionen fördern.

lni

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