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Aus der Stadt Kippa-Flashmob für mehr Toleranz
Hannover Aus der Stadt Kippa-Flashmob für mehr Toleranz
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11:19 09.03.2015
Kippa – die traditionelle jüdische Kopfbedeckung.
Kippa – die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Quelle: dpa
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Hannover

Mit einem „Kippa-Flashmob“ wollen Juden amMontagabend in Hannover für mehr Toleranz werben. „Wir möchten ein Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland setzen“, sagte ein Sprecher der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft (DIG) in Hannover. Zu der Aktion hat das Junge Forum der DIG aufgerufen. Es rechnet mit bis zu 100 Teilnehmern, die mit der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung zum gemeinsamen Spaziergang durch Hannover aufbrechen.

Der Flashmob sei ein ideales Mittel, um friedlich Courage zu zeigen und sich für ein weltoffenes Hannover und Deutschland einzusetzen, betonte der Sprecher. An der Aktion könne sich jeder beteiligen, es gehe den Organisatoren einzig um die Symbolkraft: „Eine Kippa zu tragen macht niemanden mehr oder weniger jüdisch. Jetzt sind alle dran, Zeichen zu setzen.“

Die Aktion sei eine Reaktion auf die Aussage des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Er hatte Juden davor gewarnt, in überwiegend von Muslimen bewohnten Stadtvierteln die Kippa zu tragen.

dpa/epd

09.03.2015
Mathias Klein 11.03.2015