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Aus der Stadt Kirchenverband organisiert Diakonstellen neu
Hannover Aus der Stadt Kirchenverband organisiert Diakonstellen neu
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08:00 03.01.2013
Die Timotheuskirche am Kärntner Platz will die Arbeit eines Diakons künftig aus eigenen Mitteln finanzieren. Quelle: Zgoll
Hannover

Diakone, die bislang bei den Kirchengemeinden angestellt waren, sind nun dem Stadtkirchenverband zugeordnet. Welche Aufgaben übernehmen sie dort?

Die meisten übernehmen genau die Aufgaben, die sie bislang auch schon hatten, das heißt, sie sind im Bereich der Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenarbeit tätig und unterrichten nach wie vor die Konfirmanden.

Viele Kirchengemeinden haben aber nun Angst, dass sie genau bei diesen Arbeiten Einschränkungen hinnehmen müssen. Welche Kriterien hatten Sie bei der Verteilung?

Zunächst einmal eine rein rechnerische: Pro 3000 Gemeindemitgliedern gibt es 0,2 Diakonstellen.

Doch nicht jede Gemeinde hat 3000 Gemeindemitglieder. Die Timotheusgemeinde in Waldhausen hat weniger...

Deswegen hat diese Gemeinde auch den Antrag gestellt, die Arbeit eines Diakons aus eigenen Mitteln finanzieren zu dürfen.

Und? Darf sie?

Nun, die Kirchengemeinde muss mit der vorgeschlagenen Diakonin einverstanden sein, und die Diakonin muss natürlich auch in diese Kirchengemeinde wollen. Wir legen viel Wert darauf, dass alle mit der Lösung einverstanden sind. Übrigens auch in den anderen Kirchengemeinden. Wir haben alle, so weit es geht, in den Entscheidungsprozess mit einbezogen.

Hat das funktioniert?

Ich denke, dass ja. In den meisten Fällen hat das geklappt.

Trotzdem dürfte es schwierig werden, wenn Diakone, die lange Jahre nur einer Kirchengemeinde zugeordnet waren, plötzlich zwei oder drei Gemeinden betreuen müssen...

Ja, das ist so. Uns ist schon bewusst, dass die Diakone auch ein Stück weit ihre Heimat verlieren. Unser Wunsch wäre es auch, dass sich die jeweiligen Gemeinden an einen Tisch setzen und miteinander sprechen, wie sie den gemeinsamen Mitarbeiter einsetzen wollen ...

... wenn beispielsweise alle drei Kirchengemeinden möchten, dass der Diakon sonntags um 10 Uhr den Kindergottesdienst gestaltet.

Ja, das geht ja schon logistisch nicht. Aber es könnte auch Probleme geben, wenn die eine Kirchengemeinde beispielsweise ihren Konfirmandenunterricht einmal die Woche abhält, die nächste Freizeiten organisiert und die dritte einmal im Monat Unterricht plus Freizeiten macht.

Über wie viele Diakone und Stellenanteile reden wir eigentlich?

Es gibt derzeit 77 Diakone und 110 Stellen, das heißt, jeder Diakon hat ab sofort mindestens zwei, maximal drei Stellenanteile.

Bedeutet das in letzter Konsequenz auch, dass sich die Kirchengemeinden einschränken müssen?

Ja, sicherlich. Sie müssen genau sehen, was ihnen wichtig ist. Viele Gemeinden haben ja die Hoffnung, ihr Angebot mithilfe von Ehrenamtlichen aufrechterhalten zu können.

Ist das realistisch?

Auch Ehrenamtliche brauchen Anleitung, das dürfen Sie nicht vergessen ...

Also wird es schwierig für die Kirchengemeinden?

Es wird sicherlich anders werden. Uns ist schon bewusst, dass wir auch von unseren Diakonen viel Flexibilität verlangen. Aber so konnten wir auch betriebsbedingte Kündigungen verhindern.

Interview: Heike Schmidt

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