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Aus der Stadt Klinikum macht fünf Millionen Euro Überschuss
Hannover Aus der Stadt Klinikum macht fünf Millionen Euro Überschuss
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00:18 24.06.2018
Von links: Michael Born, Barbara Schulte, Hauke Jagau und Matthias Bracht. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Die zehn Krankenhäuser des Klinikums Region Hannover (KRH) haben das vergangene Jahr mit einem Gewinn von fünf Millionen Euro abgeschlossen. „Das ist sehr bemerkenswert, wir sind sehr zufrieden“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Hauke Jagau (SPD) am Donnerstag nach einer Sitzung des Gremiums. Jagau ist zugleich Präsident der Region Hannover, der die Häuser gehören und an guten Ergebnissen interessiert, um Verluste des Klinikums nicht ausgleichen zu müssen. So war es lange Jahre. Noch 2013 betrug das Defizit 20 Millionen Euro. Inzwischen gelinge „der richtige Spagat zwischen notwendiger Wirtschaftlichkeit und zukunftsfähiger Entwicklung medizinischer Versorgung“. Die Region wolle mit dem Klinikum kein Geld verdienen, sondern kostendeckend arbeiten. Rechnet man Sondererträge aus dem Verkauf von drei Immobilien hinzu, kam der Konzern 2017 auf ein Plus von 21,8 Millionen Euro.

Das Klinikum investierte 2017 rund 19 Millionen Euro in seine Häuser. Stationen wurden modernisiert und neue CT- und MRT-Geräte angeschafft. „Wir konnten den harten Kurs der reinen Konsolidierung verlassen und wieder investieren“, sagte KRH-Finanz-Geschäftsführerin Barbara Schulte. Behandelt wurden mehr als 121.000 Fälle, die Erträge stiegen auf 614 Millionen Euro. Dass das Klinikum im vergangenen Jahr, wie schon 2016, einen Überschuss erwirtschaftete, hing auch mit dem zurück liegenden Abbau von Personal zusammen. Mittlerweile arbeiten 7777 Beschäftigte in den zehn Kliniken, allerdings nur 5446 in Vollzeit. Vor vier Jahren waren es noch insgesamt 450 Mitarbeiter mehr. Schulte sagte, der Personalabbau sei inzwischen beendet.

Derzeit beschäftigen das Klinikum drei Themen besonders. Wegen des sich verschärfenden Fachkräftemangels wurde weniger operiert als vorgesehen und insgesamt 2000 Fälle weniger abgerechnet als noch 2016. Mit einem eigenen Programm will man deshalb Mitarbeiter für Pflegeberufe interessieren. Weiterhin müssen einige Krankenhäuser saniert werden. „In baulichen Strukturen aus den letzten Jahrhunderten Medizin und Pflege von heute anbieten zu wollen wird immer herausfordernder“, sagte Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin. Deshalb beschloss der Aufsichtsrat am Donnerstag, 15 Millionen Euro in das Nordstadt-Krankenhaus zu stecken. Und drittens ist weiter unklar, was mit dem Lehrter Krankenhaus passiert. Regionspolitik und KRH-Geschäftsführung wollen an dem Haus festhalten und gleichzeitig eine neue moderne Klinik in Großburgwedel bauen. Eine Entscheidung des Landes dazu steht aus. Bracht drängte zur Eile: „Jede Verzögerung erschwert notwendige Investitionen.“

Von Gunnar Menkens

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