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Aus der Stadt König Letsie III. kommt mit dem ICE
Hannover Aus der Stadt König Letsie III. kommt mit dem ICE
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19:54 30.04.2013
Von Michael B. Berger
König Letsie III. und Königin Masenate Mohato Seeiso von Lesotho. Quelle: dpa
Hannover

„Das ist schon etwas Besonderes“, sagt Thomas Beushausen, Ärztlicher Direktor des Kinderkrankenhauses auf der Bult, und schaut auf die Wagenkolonne, die gerade auf das Kliniksgelände rollt. Sieben „weiße Mäuse“, die ihr Blaulicht kreisen lassen, schwarze Limousinen mit Ständer aus Berlin, und eine größere Entourage: Königlicher Besuch auf der Bult. Leetsie III., der König von Lesotho, ist mit seiner Gemahlin, Königin Mohato Seeeiso, im Krankenhaus zu Gast. „Ich habe ganz bewusst dieses Krankenhaus besucht, weil wir in meinem Land zwar Krankenhäuser mit Kinderabteilungen haben, aber eben nicht so eine spezielle Klinik“, sagt der König dieser Zeitung: „Wenn wir so etwas wie eine Partnerschaft hinbekämen, wäre das schön.“

Lesotho ist ein kleines Königreich, mitten im großen Südafrika. Einst war es britisches Protektorat, seit 1966 ist es eine konstitutionelle Monarchie, weshalb man politische Fragen  an den Monarchen tunlichst vermeiden sollte. Zumindest als Journalist, warnen Eingeweihte. Mit Landtagspräsident Bernd Busemann, der am Dienstag den König als ersten empfängt, tauscht sich Letsie III. höchst allgemein über Koalitionsregierungen aus. Busemann erläutert dem Staatsoberhaupt, dass Ministerpräsident Stephan Weil, der den Monarchen am Abend empfängt, nur über eine Einstimmenmehrheit verfüge. Das müsse anstrengend sein, heißt es da am Teetisch. Die Mehrheit der Drei-Parteien-Koalition, die sich jetzt in Lesotho gebildet hat, sei da schon breiter. „Das ist das erste Mal, das sich auf dem afrikanischen Kontinent eine Koalition gebildet hat“, sagt David Grojnowski, Honorarkonsul des Königreiches, der Letsie III. bereits nach Berlin begleitet hat.

König Letsie III. und Königin Masenate Mohato Seeiso von Lesotho besuchen Hannover.

Etwas lebhafter gerät beim Landtagspräsidenten das Tischgespräch über Pferde. „Wir lieben sie“, sagt der König. Und bedauert, dass er selbst so wenig zum Reiten komme. Seine Landsleute betrachteten Pferde aber weniger als Sportpartner, sondern als Transportmittel. „Bei uns sind Springreiten und Dressur verpönt.“ Der König trägt sich ins Goldene Buch im Landtag ein - gleich nach Bundespräsident Joachim Gauck. „Bei dem war ich gestern.“

Im Kinderkrankenhaus erwartet ihn schon die Königin, die sich sehr interessiert eine Neugeborenenstation anschaut und von Thomas Beushausen und seinen Mitarbeitern auch auf die Intensivstation geführt wird. Dort hat ein Arzt, der auch schon mal beim Theater tätig war, ein spezielles Lichtprogramm entwickelt - vom Mondlicht bis zum Frühlingslicht. „Wir können nicht heilen, sondern nur helfen helfen“, sagt Beushausen pointiert. Für das Gesunden der Kinder sei nämlich auch die Psyche wichtig. Die Königin, die gar nicht wie eine Monarchin ausschaue, wie eine Patientin bemerkt, nickt. Sie war vor fünf Jahren schon einmal in dieser Klinik. Dass im Esssaal des Krankenhauses ein Wandteppich aus Lesotho hängt, freut die afrikanischen Gäste.

Denn Thomas Beushausen war 2010 mit einem fünfköpfigen Team in dem sehr armen afrikanischen Land, das für Kleinkinder und Neugeborene eine erstaunlich gute Vorsorgestruktur habe. „Sie sind etwa bestens vorbereitet auf Analphabeten.“ Aber es mangele drastisch an Kinderärzten. „Für eine Million Menschen unter 18 gibt es lediglich zwei Kinderärzte“, sagt Beushausen. Und einer von ihnen ist Lesothos Botschafter in Berlin. Deshalb hat er beim Besuch des Kinderkrankenhauses so herzlich eine ältere Professorin untergehakt - er kennt sie aus Lesotho.

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