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Aus der Stadt Kommt Zeit, kommt Rad
Hannover Aus der Stadt Kommt Zeit, kommt Rad
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13:32 17.10.2013
Da kommt was ins Rollen: Ein Mountainbiker trainiert im Deister. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Der Streit um die illegalen Routen der Mountainbiker in der Eilenriede ist womöglich bald beendet. Die Stadtverwaltung will zunächst einen Rodelhügel an der Adolf-Ey-Straße in Waldhausen zu einem anspruchsvollen Mountainbikeparcours umbauen. Mittelfristig sollen an fünf weiteren Standorten im Stadtgebiet kleinere Mountainbikekurse entstehen.

Die Liste der Standorte ist das Kernstück einer Verwaltungsvorlage, die derzeit die politischen Gremien durchläuft - und die mal mehr, mal weniger Applaus erhält. Bislang haben lediglich die Bezirksräte Ricklingen und Linden-Limmer dem Vorhaben zugestimmt. Der Bezirksrat Döhren-Wülfel stimmte der Vorlage nur mit Änderungen zu. Die Gremien in Kirchrode-Bemerode-Wülferode sowie Ahlem-Badenstedt-Davenstedt meldeten Beratungsbedarf an und zogen die Vorlage in die Fraktionen. Die Abstimmung geht damit erst im September weiter. „Ein Planungs- und Bauworkshop findet also frühestens im Oktober statt“, sagt Stadtsprecher Klaus Helmer.

In den vergangenen Jahren waren Fahrradsportler, Eilenriedespaziergänger, Anwohner und Ordnungshüter häufiger aneinandergeraten. Immer wieder hatten die meist jungen Biker illegale Routen in die Eilenriede geschlagen. Stadtförster und Eilenriedebeirat warnten vor Schäden durch aufgeschüttete Erdhügel und Rampen. Der Rat der Stadt beauftragte daraufhin die Verwaltung, mit den Mountainbikern einen alternativen und offiziellen Parcours zu entwerfen und einen geeigneten Platz zu finden. Der Rodelhügel in Waldhausen wurde nach Gesprächen mit Jugendlichen als Hauptstandort ausgewählt, da er bereits als beliebter Treffpunkt gelte und außerdem zentral liege. Dort soll ein sogenannter Pumptrack entstehen, ein etwa 200 Quadratmeter großer Rundkurs mit 20 bis 50 Zentimeter hohen Erdhügeln, die für verschiedene Bikesportarten geeignet sind. Die Hügel sollen aus Lehmboden errichtet werden, anderes Material ist nicht vorgesehen. Am Fuß des Hügels ist eine Barriere aus versetzten Holzelementen geplant. Sie soll verhindern, dass Radsportler ungebremst auf die Spazierwege fahren. Zusätzlich weisen Schilder Spaziergänger auf die Mountainbiker hin.

Mittelfristig will die Stadt auch an folgenden Standorten kleinere Mountainbikestrecken anlegen:

  • Lindener Volkspark (Linden-Süd): Die Grünfläche an der Straße Am Spielfelde unterhalb des Lindener Berges könnte nach dem Entfernen einer Tischtennisplatte komplett genutzt werden - zum Beispiel für eine sogenannte Dirtline, einen Anfahrthügel mit verschiedenen Erdrampen zum Springen, oder einen Pumptrack.
  • Grünfläche Fischerhof (Linden-Süd): Unter der Hochstraße an der Göttinger Straße könnte ein Pumptrack gebaut werden. Dort wäre dann wetterunabhängiges Fahren möglich. Die Grünfläche ist außerdem für eine Dirtline geeignet.
  • Empelder Straße/Ecke Hermann-Ehlers-Allee (Badenstedt): Auf der Grünfläche mit Rodelhügel, Rasen und einzelnen Bäumen kann ein Pumptrack oder eine Dirtline errichtet werden.
  • Grünfläche Lohfeld (Mühlenberg): Auf der ebenen Rasenfläche ist der Bau eines Pumptracks und einer Dirtline möglich. Die Bolzplätze bleiben erhalten.
  • Stadtteilpark Bemerode: Die Grünfläche mit Rasen, Bäumen und kleinen Hügeln ist ebenfalls für einen Pumptrack oder eine Dirtline geeignet.

Auch im Deister soll es künftig zwei offizielle Mountainbikestrecken geben. Die erste Route führt vom Nienstedter Pass über die Hohe Warte bis zum Egestorfer Stollen, die zweite vom Annaturm bis zum Georgsplatz in der Wennigser Mark. Seit einiger Zeit laufen die beiden Strecken als Pilotprojekte. Für eine offizielle Erlaubnis fehlt allerdings noch die naturschutzfachliche Genehmigung der Region. Ein entsprechender Antrag ist vom Verein Deisterfreun.de eingereicht worden. Wird darüber positiv beschieden, wollen Experten der Landesforsten untersuchen, inwieweit die Strecken dazu beitragen, das Fahren auf illegalen Routen zu verhindern.

In der Vergangenheit hatte es häufig Ärger zwischen Forsten und Radsportlern gegeben. Die Mountainbiker hatten im Deister zum Teil ohne Abstimmung mit Waldbesitzern illegale Strecken angelegt.

Von Marcel Schwarzenberger

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