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Aus der Stadt Korruptionsskandal bei Polizei weitet sich aus
Hannover Aus der Stadt Korruptionsskandal bei Polizei weitet sich aus
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00:18 29.02.2016
Von Tobias Morchner
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Hannover

Die Staatsanwaltschaft legt ihnen Vorteilsnahme zur Last. Die Verdächtigen sollen in einer Autowerkstatt in Hannover Rabatte für die Reparaturen an ihren Privatautos von bis zu 200 Euro erhalten haben. Im Gegenzug sollen sie dafür gesorgt haben, dass die Werkstatt Aufträge zur Reparatur oder Wartung von Dienstwagen erhält.

Die Ermittlungen richten sich auch gegen den 56-jährigen Werkstattbetreiber wegen Bestechung. Bei einer Durchsuchung seiner Räumlichkeiten war eine Liste aufgetaucht, aus der eindeutig hervorging, welcher Mitarbeiter der Polizeidirektion und der Zentralen Polizeidirektion welchen Rabatt für welche Reparatur erhalten hatte. Verdächtige gibt es unter anderem in den Polizeiinspektionen Mitte und Süd.

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„Wir haben bislang 14 Verdächtige befragt. Dabei handelt es sich um diejenigen, die die größten Rabatte erhalten haben“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Bislang habe aber noch keiner der Verdächtigen die Vorwürfe eingeräumt. Darüber hinaus müssen die Ermittler noch eine Reihe von Zeugen hören, sodass mit einem Abschluss der Untersuchungen vorerst nicht zu rechnen ist.

Die sechs Inspektionen der Polizeidirektion Hannover können eigenständig darüber entscheiden, in welcher Werkstatt sie ihre Dienstwagen reparieren lassen und verfügen zu diesem Zweck auch über ein bestimmtes Budget.

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