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Aus der Stadt Kreative bekommen Geld und zusätzliche Räume
Hannover Aus der Stadt Kreative bekommen Geld und zusätzliche Räume
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20:18 20.05.2015
Von Bernd Haase
Nummer 300 im Netz: Sängerin Laura Diederich (vorn rechts) mit dem Begrüßungskomitee.
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Hannover

Und drittens konnte das Netzwerk, dass sich offiziell sehr kreativ [kre|H|tiv] schreibt, mit der Sängerin Laura Diederich aus Sehnde das 300. Mitglied in seinen Reihen begrüßen. „Das Netzwerk ist längst eine bedeutende wirtschaftliche Größe und ein Imagefaktor für Hannover“, sagt Hannoverimpuls-Geschäftsführer Adolf Kopp. Regionspräsident Hauke Jagau bescheinigte der Szene eine „gute Ausstrahlung“.

Zu der Kreativwirtschaft, die seit vier Jahren intensiver gefördert wird, zählen beispielsweise Fotografen und Filmer, Designer und Raumplaner, Modeschöpfer und Marketingfachleute. Im vergangenen Jahr hatte das Prognos-Institut ein Gutachten erstellt. Daraus geht hervor, dass die Branche in der Region rund 4100 Unternehmen zählt und einen Jahresumsatz von 4,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gleichzeitig seien die Unternehmen Impulsgeber für traditionelle Wirtschaftsbereiche. „In der Kreativwirtschaft steckt mehr Dynamik, als sich manche gedacht haben“, folgert Oberbürgermeister Stefan Schostok.

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Die Dynamik hat aber auch zur Folge, dass die Halle 96 mit ihren 3000 Quadratmetern Nutzfläche bis auf zwei Werkstätten ausgebucht ist. Weil nach wie vor Bedarf besteht, kann die Szene von sofort an 600 weitere Quadratmeter mit 23 Büros nutzen. Möglich ist dies, weil die benachbarte Firma Windwärts geschrumpft ist und Räume verlassen hat.

Bis zum April hatte das Land Geld aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung an das Kreativnetzwerk weitergereicht. Dieses Programm ist ausgelaufen. Weil es noch keine neuen Förderrichtlinien gibt, stellt Hannoverimpuls bis Ende 2017 jährlich bis zu 50 000 Euro aus eigenen Ressourcen zur Verfügung.

Mit seinen 300 Mitgliedern ist Hannovers Netzwerk nach Angaben von Projektleiter Kai Schirmeyer mittlerweile das größte seiner Art in Deutschland. Laura Diederich, die mit ihren Songs auf dem Videokanal Youtube einige Erfolge erzielt und aktuell ihr erstes Album mit dem Titel „One“ veröffentlicht hat, sollte zur Feier des Tages eigentlich live in der Halle 96 singen. Ging aber nicht - sie war erkältungsbedingt nicht recht bei Stimme. Deshalb gab es die Musik vom Band und in diesem Zusammenhang eine weitere Nachricht von Schostok. Hannover ist bekanntlich nach maßgeblicher Initiative des Kreativnetzwerks bei der Bewerbung von der Unesco zur City of Music ernannt worden. Das Projektbüro, dass diesen Titel mit Leben erfüllen und entsprechende Veranstaltungen inszenieren soll, wird künftig seinen Sitz ebenfalls auf dem Hanomag-Gelände haben.

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