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Aus der Stadt So hat sich die Kriminalität in Hannover entwickelt
Hannover Aus der Stadt So hat sich die Kriminalität in Hannover entwickelt
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19:26 02.03.2018
Die Polizeidirektion Hannover hat am Freitagvormittag die Kriminalstatistik 2017 vorgestellt.  Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

  Die Zahl der Straftaten in Hannover ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das geht aus der Kriminalstatistik 2017 hervor, die am Freitag vorgestellt wurde. „Die Zahlen stellen mindestens ein Fünf-Jahres-Tief dar“, sagt Polizeipräsident Volker Kluwe. „In nahezu allen Deliktbereichen verzeichneten wir einen Rückgang.“ Die Fälle sind um 5,76 Prozent auf 114 685 Taten gesunken, 2016 gab es noch 121 698 Delikte.

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Kluwe sprach von „bemerkenswerten Resultaten unserer Bemühungen für mehr Sicherheit“. Die Aufklärungsquote blieb mit 62,37 Prozent nahezu unverändert. Bei Wohnungseinbrüchen und Autodiebstählen sieht die Polizei jedoch weiter Handlungsbedarf.

Hier wurde in Hannover am häufigsten eingebrochen

In der interaktiven Karte sehen Sie, wie viele Wohnungseinbrüche es in den Stadtbezirken in Hannover im Jahr 2017 gegeben hat. Je dunkler das Blau auf der Karte, desto mehr Fälle hat die Polizei registriert.

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Raub und Gewaltstraftaten: Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover wurden 2017 insgesamt 15 074 sogenannte Rohheitsdelikte (2016: 15 911) erfasst – darunter fallen unter anderem Raub und Körperverletzungen. Überfälle haben von 863 auf 740 Taten abgenommen – ein Minus von 14,25 Prozent. „Vor allem der Handtaschenraub ist zurückgegangen“, sagt Kluwe. „So etwas ist maßgeblich für das Sicherheitsgefühl.“ 8,2 Prozent der Opfer waren Senioren. Die Zahl der Körperverletzungen sank um 691 Taten auf 11 098 Delikte. Kluwe: „Das ist allerdings immer noch der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre.“

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Sexualstraftaten: Der einzige Bereich, der einen Anstieg zu verzeichnen hat, sind die Sexualstraftaten. Sie nahmen um 33,9 Prozent auf 786 Taten zu. „Dies geht jedoch maßgeblich auf einen neu eingeführten Straftatbestand zurück“, sagt Kluwe. Aufgrund einer Gesetzesänderung werde nun zwischen Beleidigung auf sexueller Basis und sexueller Belästigung unterschieden. „Unter das Zweite fällt alles, was mit Berühren einher geht“, so Kluwe. Gleichzeitig macht der Polizeipräsident deutlich, dass es in Hannover „absolut keine“ sexuellen Belästigungen aus Flüchtlingsgruppen heraus gab – wie etwa in der Silvesternacht 2015 auf der Kölner Domplatte.

Enkeltrick und falsche Polizisten: Mindestens 797 Fälle von Trickbetrug verzeichnete die Polizeidirektion im vergangenen Jahr. „Es ist allerdings nur ein Richtwert“, sagt Kluwe. Die Zahlen stammen von der Ermittlungsgruppe (EG) Trick, eine konkrete Statistik gebe es nicht. Die Ermittler beschäftigten sich 2017 laut Kluwe mit 248 Enkeltrick-Fällen und 549 falschen Polizisten beziehungsweise Handwerkern. „Die Tendenz ist im Vergleich zu 2016 etwa gleichbleibend“, so Kluwe.

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Autodiebstähle: Erstmals seit 2014 sind Autodiebstähle im Raum Hannover zurückgegangen. Wurden 2016 noch 838 Fahrzeuge gestohlen, waren es im vergangenen Jahr 582 Taten – der niedrigste Wert seit 2002. „Damit sehen wir uns darin bestätigt, die Fälle zentral zu bearbeiten“, sagt Kluwe. Ende 2016 wurde die 17-köpfige EG Kfz gegründet, nachdem Autodiebstähle zwei Jahre in Folge massiv angestiegen waren. Auch die Zahl der Lenkrad-, Airbag- und Autoradiodiebstähle sind mit 3447 Taten (minus 224) rückläufig. Allerdings bleibt die Aufklärungsquote dort mit 10,91 Prozent weiter sehr gering.

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Gewalt gegen Polizisten: Nach einem kräftigen Anstieg im Jahr 2016 ist die Gewalt gegen Polizisten 2017 etwas gesunken. Die Zahl reduzierte sich um 93 Taten auf 669 Delikte. Während jedoch die Widerstandsdelikte erneut anstiegen, sanken die Fälle von leichter, gefährlicher und schwerer Körperverletzung. „Jede Form von Gewalt gegen Kolleginnen und Kollegen, aber auch gegen Einsatzkräfte anderer Blaulichtorganisationen ist in keiner Weise hinzunehmen“, sagt Polizeipräsident Kluwe.

Die Tatverdächtigen: 43 943 Verdächtige konnte die Polizei im vergangenen Jahr ermitteln, 2643 weniger als 2016 – entsprechend der insgesamt gesunkenen Straftaten. 26 993 Personen waren deutsche Staatsangehörige, 16 950 ausländischer Herkunft. „Darin sind aber rund 3000 Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylrecht enthalten“, so Kluwe. Dies seien Straftaten, die Deutsche schließlich nicht begehen können. Weiterhin problematisch: Die Zahl minderjähriger Tatverdächtiger ist erneut angestiegen. „Der Anstieg betrifft betrifft vor allem den Bereich der Körperverletzungen“, sagt Kluwe. 2014 waren es noch 6202 Kinder und Jugendliche, 2017 verzeichnete die Polizei bereits 6546 Verdächtige.

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Von Peer Hellerling/Tobias Morchner

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