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Aus der Stadt Kritik an Plan für zweites neues Gymnasium
Hannover Aus der Stadt Kritik an Plan für zweites neues Gymnasium
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21:05 24.03.2014
Von Bärbel Hilbig
Die Idee von Stadtkämmerer Marc Hansmann, zwei Gymnasien in Hannover zu bauen, stößt bei den Grünen auf Kritik. Quelle: Archiv
Hannover

Der Bau eines weiteren Gymnasiums sei noch nicht einmal beschlossen, „da überholt Herr Hansmann überraschend die eigene Verwaltungsvorlage“, kritisiert Grünen-Schulpolitikerin Silvia Klingenburg.

Klingenburg meint, dass Hannover mindestens noch eine Gesamtschule benötige anstelle eines zweiten Gymnasiums, da vergangenen Sommer mehr als hundert Schüler keinen Platz an einer IGS fanden. Klingenburg befürchtet außerdem, dass am Ende das Geld für ein Oberstufenzentrum für Gesamtschulen fehlen wird. „Warum plant die Stadt am Elternwillen vorbei?“, fragt auch Linken-Ratsfrau Gunda Pollok-Jabbi.

Auch für die Leiter der hannoverschen Gymnasien kam der Vorstoß überraschend. In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren sie es als „sehr befremdlich, wenn die Stadt mit denen, die es unmittelbar angeht, zunächst nicht spricht, bevor sie eine Entscheidung fällt.“ Die Gymnasialleiter plädieren für eine konsequente zeitnahe Sanierung ihrer Schulen sowie den Ausbau der bereits bestehenden Gymnasien. Wilhelm Bredthauer, Leiter der Goetheschule, glaubt jedoch inzwischen, dass dies nicht mehr ausreichen wird. Der Zuwachs an Kindern in Hannover erweise sich als stabiler Trend. Zusätzlich werde die geplante Verlängerung der Schulzeit die Attraktivität des Gymnasiums weiter steigen lassen. Der aktuelle Zeitdruck ließe noch manche Familie auf die Gesamtschule ausweichen.

Die Stadt arbeitet derzeit an einem langfristigen Investitionsprogramm. Hunderte Millionen Euro sollen laut Hansmann für zwei neue Gymnasien, zwei bis drei Grundschulen sowie für weitere Kitaplätze ausgegeben werden. Gründe sind das stete Bevölkerungswachstum und die vom Land geplante Verlängerung der Gymnasialzeit von acht auf neun Jahre. „Die Kapazitäten in den Gymnasien sind schon jetzt erschöpft“, sagte der Kämmerer.

Die Ankündigungen haben im Rathaus einigen Wirbel verursacht. Zwar seien sich Hansmann und Schuldezernentin Marlis Drevermann „in der Sache einig“, heißt es. In einer offiziellen Mitteilung betont man aber, dass noch keineswegs alle Neubaupläne konkret seien: „Zur Umstellung auf die verlängerte Abiturzeit wird die Schulverwaltung zeitnah mit den Schulen den genauen Bedarf klären“, lässt die Stadtspitze mitteilen. Auch spiele der Elternwille ein Rolle. Hansmanns Vorstoß dürfte jedoch weniger schulpolitisch denn fiskalisch motiviert sein. Just in diesen Tagen, in denen ver.di die Muskeln spielen lässt und den Städten deutlich höhere Personalausgaben drohen, verweist er auf millionenschwere Investitionen.

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