Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Kulturritter-Initiative erntet viel Sympathie – aber löst auch Skepsis aus
Hannover Aus der Stadt Kulturritter-Initiative erntet viel Sympathie – aber löst auch Skepsis aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:25 20.07.2010
Von Dany Schrader
Sorgt für Begeisterung und Lärm: Der Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten. Quelle: Nico Herzog

Stadteventmanager Klaus Timaeus begrüßte die Initiative ebenfalls: „Hannover ist eine Stadt, in der Frohsinn gemacht wird.“ Die Stadt befinde sich auf gutem Weg, Lärmgegner und Festbesucher zusammenzubringen. Zuletzt sei die Zahl der Lärmbeschwerden zurückgegangen. 2009 habe die Stadt nur rund 20 Beschwerden registriert.

Wie berichtet, wollen sich die Kulturritter für das kulturelle Leben in Hannover einsetzen und verhindern, dass wegen Lärmbeschwerden Veranstaltungen abgesagt oder stark eingeschränkt werden. Aus Rücksicht auf Anwohner soll das Maschseefest zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte ohne Feuerwerk auskommen. Beim Kleinen Fest im Großen Garten werden derzeit leise Böller und Raketen getestet. Auch in Herrenhausen hatten Anwohner gegen die Anzahl der Feuerwerke geklagt und eine außergerichtliche Einigung erzielt. „Was wir machen, ist doch nur, das zu fordern, was rechtlich verbindlich ist“, sagte Michael Zeitvogel vom Forum Lärmschutz am Dienstag als Reaktion auf die Gründung der Kulturritter. „Ich schätze das Ziel, sich für Kultur einzusetzen, sehr. Aber alles muss in einem bestimmten Rahmen bewegen.“

Rechtsanwalt Hanns-Christian Fricke, der Anwohner in mehreren Stadtteilen in Lärmfragen vertritt, kritisierte die lückenhafte Gesetzgebung. „Die Ziele der Gruppe sind legitim. Eine Ausweitung des Freizeitlärmerlasses ist aber nicht zu begrüßen“, sagte er. Das niedersächsische Regelwerk, das 1995 auf Grundlage des Länderausschusses für Immissionswerte erstellt wurde, gilt bundesweit als sehr locker. Anders als im Musterwerk der Länder empfohlen, werden darin 18 seltene Lärmereignisse wie etwa Feuerwerke oder Schützenumzüge plus Ausnahmen anstelle von sonst zehn Ereignissen innerhalb eines Jahres zugelassen. Fricke kündigte an, dass das Oberverwaltungsgericht in einem aktuellen Fall über diesen Punkt bescheiden könnte.

Hannoversche Wirte begrüßten die Ziele der Initiative dagegen. Wie berichtet, will die Gruppe mit 70 000 Unterschriften eine Petition erreichen, damit das Gaststättengesetz überarbeitet wird. Für Außengastronomie soll dann mit Rücksicht auf den späten Feierabend in manchen Berufen 23 Uhr statt 22 Uhr als Schlusszeit gelten. „Das ist toll“, sagte Michael Solms, Inhaber des „Gigs“ am Lindener Markt am Dienstag: „Das ist das, was wir Wirte seit Jahren diskutieren und wäre zudem ein Kompromiss, mit dem wir alle leben könnten.“

Einen Tag, nachdem die Leiche einer 76-Jährigen im Mittellandkanal in der List entdeckt wurde, geht die Polizei von einem Unglücksfall aus. „Bislang deutet nichts auf einen Suizid hin“, sagte eine Polizeisprecherin. Nach wie vor ist die genaue Todesursache der Bewohnerin eines Pflegeheims unklar.

Tobias Morchner 20.07.2010

Die Szene macht so manchen Spaziergänger in der Eilenriede neugierig: Auf dem Bolzplatz am Lister Turm stehen 18 Frauen und bewegen sich. Sie laufen auf der Stelle, strecken ihre Arme gen Himmel und lassen ihre Hüften kreisen. Mit dabei: Kinderwagen und Nachwuchs - und dem macht es auch Spaß.

20.07.2010

Damit hatte niemand gerechnet: Für den dritten Abend des Seh-Fests an der Parkbühne gingen sämtliche Tausend Karten bereits im Vorverkauf über den Tresen. Zahlreiche Kinofans, die am Dienstag an der Abendkasse Tickets für die Tragikomödie „Vincent will Meer“ kaufen wollten, gingen leer aus.

Bärbel Hilbig 20.07.2010