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Aus der Stadt Streik im Einzelhandel von Hannover
Hannover Aus der Stadt Streik im Einzelhandel von Hannover
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20:25 17.07.2015
Von Andreas Schinkel
Für höhere Löhne demonstrieren Beschäftigte des Einzelhandels auf dem Opernplatz.
Für höhere Löhne demonstrieren Beschäftigte des Einzelhandels auf dem Opernplatz. Quelle: Kutter
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Hannover

„Dort ist die Streikbereitschaft sehr hoch“, sagt Juliane Fuchs, Sekretärin der Gewerkschaft Verdi. Beim Abladen von Lastwagen hätten morgens sogar Führungskräfte mit anpacken müssen, berichtet sie. Schilder wiesen Primark-Kunden daraufhin, dass mit Einschränkungen zu rechnen sei.

Die Streikenden im Einzelhandel haben sich am Freitag zu einer gemeinsamen Kundgebung auf dem Opernplatz getroffen. Es streikten unter anderem Mitarbeiter von Primark, H&M, real, IKEA, Karstadt, Galeria Kaufhof und New Yorker.

Weniger ins Gewicht fiel der Streik dagegen bei H&M und Karstadt. Auch am Schillerdenkmal stoppte der Demonstrationszug für eine kurze Tanzeinlage.

 Gewerkschaftsvertreter und Arbeitgeber haben bereits zwei Verhandlungsrunden hinter sich – bisher ohne Ergebnis. Nächste Woche treffen sich die Tarifparteien zum dritten Mal. Verdi fordert eine Lohnsteigerung von einem Euro pro Stunde für alle Gehaltsklassen. Die Arbeitgeberseite hat bisher einen Anstieg von 1,5 Prozent für das erste Jahr und eine einmalige Zahlung von 215 Euro angeboten. „Für eine Verkäuferin im Endgehalt bedeutet dieses Angebot eine Erhöhung von 22 Cent pro Stunde. Das ist entschieden zu wenig“, sagt Fuchs. Sorge hat sie, dass sich in Niedersachsen die Verhandlungen noch länger hinziehen. „In vielen anderen Bundesländern sind sich die Tarifpartner schon einig geworden“, sagt die Verdi-Vertreterin.

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