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Aus der Stadt Kunst-Installation zum Weltwassertag
Hannover Aus der Stadt Kunst-Installation zum Weltwassertag
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00:15 25.03.2015
Von Sonja Fröhlich
Foto: 11.000 Liter Wasser werden für die Produktion einer Jeans benötigt.
11.000 Liter Wasser werden für die Produktion einer Jeans benötigt. Quelle: Ditfurth
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Hannover

Die Reihe der roten Wassereimer am Maschsee-Nordufer ist lang und nicht zu übersehen. Dabei sind die Produkte, für deren Herstellung so viel Wasser verbraucht wird, eher klein. Rund 140 Liter Wasser, also 14 Eimer, sind für die Herstellung einer Tasse Kaffee nötig, 1700 Liter (170 Eimer) für eine Tafel Schokolade und fast das Zehnfache - 11.000 Liter - für eine Jeans.

Mit seiner Wasser-Kunst-Installation am Nordufer will Enercity auf den virtuellen Wasserverbrauch aufmerksam machen.

Mit seiner Wasser-Kunst-Installation am Nordufer will Enercity auf den virtuellen Wasserverbrauch aufmerksam machen. „Wir verbrauchen Wasser nicht nur, indem wir es trinken oder die Toilettenspülung bedienen, sondern auch virtuell durch unser Konsumverhalten“, sagt Sprecher Carlo Kallen. Verbraucht werde nicht nur das im Fuhrberger Feld gewonnene Wasser, sondern indirekt noch viel mehr. „Mit dem Konsum von importierten Gütern und Nahrungsmitteln importieren wir auch virtuelles Wasser, das am Produktionsort verwendet wurde.“ Es sei gut, dass so anschaulich über das Problem informiert werde, sagt eine Frau: „Da hat man beim Sonntagsspaziergang gleich etwas zum Nachdenken.“ Warum denn für die Jeansproduktion so viel Wasser gebraucht werde, fragt sie Kallen. Dieser erläutert, dass Jeans größtenteils aus Baumwolle bestehen, und die wird oft in sehr trockenen Ländern angebaut. In Usbekistan etwa müssen ganze Flüsse für die Baumwollproduktion umgeleitet werden. Für ein Kilo Baumwolle sind mehr als 10.000 Liter Wasser nötig. Um die kargen Böden fruchtbar zu machen, werden Düngemittel und Pestizide gespritzt - und um diese herzustellen, wird wiederum viel Wasser verbraucht.

„Seit mehr als 30 Jahren haben wir uns beim Wassersparen erfolgreich engagiert“, sagt Andreas Kalix, Leiter der Abteilung Wassergewinnung bei Enercity. Seit Mitte der Siebzigerjahre sei der Verbrauch um ein Drittel von 62 auf 42 Millionen Liter zurückgegangen. Aber das klassische Sparen am heimischen Wasserhahn reiche nicht mehr. Der Blick müsse über den eigenen Tellerrand hinausgehen: „Wasser sollte global gespart werden“, sagt Kalix.

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