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Aus der Stadt Viele gute Werke und ein gutes Werk
Hannover Aus der Stadt Viele gute Werke und ein gutes Werk
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18:26 01.11.2015
Von Simon Benne
Quelle: Archiv
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Hannover

Da sind abstrakte Ornamente und skizzenhafte Zeichnungen, Fotos hängen neben Plastiken. Es gibt nicht viel, was diese Kunstwerke gemein haben - außer, dass sie alle einem guten Zweck dienen: Mehr als 90 Arbeiten von 73 Künstlern sind am Sonntag im Regionshaus bei der Benefizauktion "Künstler helfen Kindern" unter den Hammer gekommen. "Viele Künstler haben sich spontan bereit erklärt, die Aktion zu unterstützen", sagt Organisatorin Doris Nürrenbach. Die Kunstfreundin hatte bereits zum fünften Mal eine Auktion für einen guten Zweck organisiert - und damit gezeigt, dass Kunst tatsächlich auf sehr konkrete Weise die Welt verändern kann: Der Erlös kommt der Fachberatungsstelle Violetta zugute, die sexuell missbrauchte Mädchen unterstützt und Präventionsprojekte fördert.

Die Auktion "Künstler helfen Kindern" unterstützt missbrauchte Mädchen: Mehr als 90 Arbeiten von 73 Künstlern sind am Sonntag im Regionshaus bei der Benefizauktion "Künstler helfen Kindern" unter den Hammer gekommen.

Als Auktionator war eigens der frühere Gastronom Jürgen Piquardt, der heute als Bio-Kleinbauer und Buchautor in der Provence lebt, nach Hannover zurückgekommen: "Ich versteigere unglaublich gern - und wenn es einem guten Zweck dient, umso lieber", sagte der 74-jährige, der die Auktion vor rund 250 Gästen mit launigen Sprüchen garnierte.

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Künstler wie Robert Hettich und Guido Kratz hatten für die Aktion Werke beigesteuert. Damien Lajic hatte seine Skulptur "Der Unternehmer" gestiftet, von Ilona Arndt kam das Gemälde "Sommmerglücklich" unter den Hammer. "Für einen Künstler ist so eine Auktion eine gute Gelegenheit, der Gesellschaft etwas zu geben", sagt Franz Betz, dessen Acrylglasarbeit "Zukunft" versteigert wurde. Den Erlös will die Fachberatungsstelle Violetta unter anderem in die therapeutische Hilfe für missbrachte Mädchen investieren: "Solche Spenden helfen, die Wartelisten von Betroffenen zu verkürzen", sagt Violetta-Geschäftsführerin Barbara David: "Es ist ein Segen, dass so viele Künstler und Organisatoren sich dafür engagieren."

Simon Benne 01.11.2015
01.11.2015
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