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Aus der Stadt Mehr als 1000 Menschen demonstrieren gegen IS
Hannover Aus der Stadt Mehr als 1000 Menschen demonstrieren gegen IS
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17:01 01.11.2014
Foto: Hunderte Menschen demonstrieren am Sonnabend in Hannover gegen die Terrororganisation IS.
Hunderte Menschen demonstrieren am Sonnabend in Hannover gegen die Terrororganisation IS. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in Hannover, Braunschweig und Bremen bei friedlichen Demonstrationen ihre Solidarität mit den kurdischen Kämpfern in Kobane bekundet. Alleine in Bremen und Hannover gingen bis zum Nachmittag jeweils mehr als 1000 Menschen auf die Straße. In Braunschweig schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl auf rund 500. Dagegen wurde eine für Hameln angekündigte Demonstration kurzfristig abgesagt.

„Alles läuft friedlich, es gibt keine Probleme“, sagte ein Sprecher der Polizei Hannover. Auch in Bremen gab es laut Polizei keine Vorkommnisse. Die demonstrierenden Männer, Frauen und Kinder skandierten Slogans wie „Stoppt denn Terror“, „ISIS raus aus Kurdistan“, schwenkten bunte Fahnen. Sie forderten mehr internationale Solidarität mit den kurdischen Kämpfern in Kobane und Waffenlieferungen aus Deutschland.

Hunderte Demonstranten ziehen durch die Innenstadt Hannovers und demonstrieren gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

Der Liveticker aus Hannover zum Nachlesen

+++ Demo löst sich auf: Um kurz nach 16 Uhr löst sich die Demonstration  langsam auf. Etwa 400 Menschen halten sich noch am Opernplatz auf. Viele von ihnen strömen jedoch schon in alle Richtungen davon.

+++ Demonstranten schwenken PKK-Fahne: Eine kleine Gruppe Demonstranten ist auf das Holocaust-Denkmal geklettert und hat dort die in Deutschland verbotene PKK-Fahne geschwenkt. Die Polizei ließ sie zunächst gewähren. Als die Demonstranten nach wenigen Minuten wieder vom Denkmal herunterkletterten, liefen einige Beamte hinterher und nahmen ihre Personalien auf.

+++ Schlusskundgebung am Opernplatz: Die Demonstranten versammeln sich friedlich auf der Südseite der Oper zur finalen Kundgebung. Es sind noch immer etwa 1000 Menschen dabei. Einige haben sich inzwischen wieder auf den Heimweg gemacht.

+++ Es wird eng in der City: Der Demozug bewegt sich durch die Osterstraße. Weit über 1000 Demonstranten plus viele Samstagnachmittagsshopper. Da bleibt nicht viel Platz.

+++ Demo zieht wieder Richtung Innenstadt: Um kurz vor 15.30 Uhr ist die Zwischenkundgebung beendet. Die Demonstranten verlassen den Steintorplatz in Richtung Innenstadt. Über die Schmiedestraße geht es in Richtung Marktkirche.

+++ Zwischenkundgebung am Steintor: Die Demonstranten haben am Steintorplatz für eine Zwischenkundgebung angehalten. Am Rande der Kundgebung sitzen auch eine handvoll Hooligans, die sich das Ganze – friedlich – anschauen. Auch die Marxistisch-leninistische Partei Deutschlands (MLPD) spricht bei der Kundgebung.

+++ Auf dem Weg zur Georgsstraße: Der Protestzug hat den Hauptbahnhof hinter sich gelassen und bewegt sich Richtung Steintor. Sprechchöre sind zu hören. Die Demonstranten nennen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einen Faschisten und erwähnen immer wieder die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). 

+++ Protestzug durch die Innenstadt: Seit 14.30 Uhr ziehen die Demonstranten durch die Innenstadt. Aktuell passieren sie den Hauptbahnhof. Die Zahl der Teilnehmer ist mittlerweile auf knapp 1000 gestiegen. Sie tragen Plakate mit Aufschriften wie "Stoppt ISIS" und werfen dem türkischen Staat vor, die Terrormiliz zu finanzieren. Am Beginn des Protestzugs tragen Demonstranten ein großes Plakat, auf dem eine junge Frau abgebildet ist, die am 6.10.14 in Kobane ermordet wurde. 

+++ Kundgebung am Opernplatz: Immer mehr Menschen strömen zum Opernplatz. Um 14 Uhr sollte der Demonstrationszug vom Opernplatz über den Hauptbahnhof und die Georgsstraße zum Steintor ziehen. Die Demonstranten gingen erst um 14.30 Uhr los. Der Protestzug ist angemeldet.

+++ Zahlreiche Kurden und Jesiden anwesend: Neben den Kurden und Jesiden sind auch mehrere Jugendliche zu der Kundgebung gekommen, die offensichtlich der autonomen Szene angehören. Mit Öcalan-Flaggen fordern sie die Aufhebung des Verbots der kurdischen Arbeiterpartei PKK.

+++ Eintracht-Fans kommen am Hauptbahnhof an: Um ein Aufeinandertreffen mit den Fans des Fußballbundesligisten Eintracht Frankfurt zu vermeiden, hat sich die Bundespolizei um 14 Uhr vor dem Hauptbahnhof positioniert. Die Demonstranten wollen am Hauptbahnhof vorbeiziehen, die Fans wollen zum Spiel gegen Hannover 96 in die HDI-Arena. 

+++ Eigentlich 3000 Teilnehmer erwartet: Für die heutige Demonstration in Hannover wurden am Morgen noch 3000 Teilnehmer erwartet. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl am Mittag auf rund 400 Personen. „Alles läuft friedlich, es gibt keine Probleme“, sagte ein Sprecher der dpa.

+++ Deutschlandweite Kundgebungen: Weitere Kundgebungen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll es in Göttingen, Braunschweig und Hameln sowie auch in Berlin, Hamburg und Köln geben.

+++ Demonstration in Oldenburg: Schon am vergangenen Wochenende hatten rund 1500 Menschen in Oldenburg gegen die Extremisten protestiert. Dem Aufruf waren Parteien, Kirchen und Organisationen vom Jesidischen Forum bis zum Freundeskreis für Sinti und Roma gefolgt. Die religiöse Minderheit der Jesiden wird von IS-Milizionären im Nordirak verfolgt. 

jki/lni/mhu

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