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Aus der Stadt Kurse für werdende Großeltern
Hannover Aus der Stadt Kurse für werdende Großeltern
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22:46 08.06.2012
Von Veronika Thomas
Heidi Blohmann (rechts)  führt die Besuchergruppe in einen Kreißsaal. Quelle: Surrey
Hannover

Für werdende Eltern sind Begriffe wie Pränataldiagnostik oder Tummy-Tub - ein Badeeimer für Babys - Selbstverständlichkeiten. Aber für werdende Großeltern? Sie können bei Fremdworten wie diesen leicht ins Schleudern geraten. Nachhilfe soll hier der Kursus für künftige Großeltern geben, den Heidi Blohmann im Rahmen der Elternschule der Henriettenstiftung regelmäßig anbietet. In den sieben Jahren seit Beginn des Kursangebots haben sich mehr als 520 Großväter oder -mütter von der leitenden Hebamme schulen lassen.

Der Nachmittag beginnt mit einem Test. Alle Fragen beziehen sich auf englischsprachige Begriffe oder Abkürzungen wie Rübi (Rückbildungsgymnastik). Keiner der zwölf Teilnehmer kann alle sechs Fragen richtig beantworten. Das macht aber nichts, denn sofort sind acht werdende Großmütter und vier Großväter miteinander im Gespräch. Die meisten von ihnen sind auf Anraten ihrer Kinder gekommen. Gut möglich, dass sie Debatten über richtige oder falsche Säuglingspflege mit ihren Eltern von vornherein vermeiden möchten.

Zur praktischen Einstimmung führt Heidi Blohmann die Gruppe in einen Kreißsaal. „Das finde ich gut“, sagt Ellen Runge aus Pattensen, „denn normalerweise kommen Großeltern hier ja nicht rein.“ Dann erzählt die Hebamme, was sich in den vergangenen 30 Jahren in Sachen Geburt, Säuglingspflege und -ernährung alles verändert hat. „Damals wurden die Babypos noch dick mit Penaten eingecremt“, erzählt die 56-Jährige. Dadurch seien die Kinder erst recht wund geworden. Heute werde „trocken“ gepflegt, Cremes oder Puder seien völlig überflüssig. „Was war das für ein Irrsinn“, resümiert Heidi Blohmann rückblickend. Ebenso unnötig sei das tägliche Baden. „Säuglinge haben keine Schweißdrüsen, deshalb müssen sie auch nicht jeden Tag gebadet werden.“ Und wenn, sei das für die Babys ein Event.

Ein großes Thema ist auch die Säuglingsernährung. „Muttermilch ist das Beste, was ein Kind in den ersten sechs Monaten bekommen sollte“, berichtet die Hebamme den künftigen Großeltern. Damit werde verhindert, dass Kinder Allergien bekämen. Für die Teilnehmer sind diese Informationen zwar wichtig und interessant, doch einen Einfluss auf das Stillverhalten von Tochter oder Schwiegertochter haben sie sicher nicht. Überraschend für die meisten aber ist der Hinweis, dass stillende Mütter durchaus Zitrusfrüchte oder Blähendes essen dürfen. Rauchen und Alkohol sollten aber tabu sein, empfiehlt die Expertin.

Was aber können Großeltern tun, um die frisch gebackenen Eltern ihres Enkelkinds zu entlasten? Welche Geschenke sind nützlich, welche sind weniger sinnvoll? Heidi Blohmanns Ideenliste ist lang, sie reicht vom Essen kochen für die Kinder, um sie ein wenig zu entlasten, bis zur Finanzierung all dessen, was Räder hat: Kinderwagen, Bobbycar, Laufrad. „Auch Väter freuen sich über ein Geschenk“, sagt Blohmann und rät zu einer Naschtüte nach der Geburt.

Die Kurse für werdende Großeltern sind kostenlos, es wird aber um eine Spende gebeten. Anmeldungen nimmt Hebamme Heidi Blohmann per E-Mail unter blohmann-krueger@t-online.de entgegen.

Es kommt selten vor, aber am Freitag hat die Verwaltung der rot-grünen Mehrheit im Stadtrat indirekt bescheinigt, einen überflüssigen Antrag gestellt zu haben. Vor einem Dreivierteljahr erging vom Rat der Landeshauptstadt der Prüfauftrag, Möglichkeiten für eine Änderung der Marktsatzung auszuloten.

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