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Aus der Stadt LKA und Zoll sprengen Drogendealer-Ring
Hannover Aus der Stadt LKA und Zoll sprengen Drogendealer-Ring
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06:15 14.03.2012
Von Vivien-Marie Drews
Polizisten durchsuchen einen der Tatverdächtigen nach Waffen. Quelle: Elsner
Hannover

Gegen 15 Uhr nahmen Polizeibeamte fünf Männer in einem Eiscafé am Vahrenwalder Platz fest; bei Hausdurchsuchungen in der Nordstadt, in Hainholz und Altwarmbüchen folgten fünf weitere Festnahmen.

Beamte der "Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift" von Zoll und Landeskriminalamt hatten die Gruppe der Albaner bereits seit Monaten im Blick. Für Sonnabend rechneten die Beamten mit einer Drogenlieferung aus Holland. Tatsächlich kamen am Nachmittag fünf der Männer in dem Eiscafé am Vahrenwalder Platz zusammen, um von dort aus die Übergabe der Drogen per Handy zu koordinieren. Nach Angaben eines Cafémitarbeiters kamen die Männer dort häufiger vorbei, um einen Espresso zu trinken.

Der Polizei in Hannover hat am Wochenende zehn Drogenhändler festgenommen.

Die Festnahme ging schnell und fast unspektakulär über die Bühne. Zwei Zivilbeamte folgten den Tatverdächtigen in das Eiscafé. Dann gaben sie das Zeichen für den Zugriff. Augenblicke später fuhren fünf Streifenwagen aus verschiedenen Richtungen vor - die Beamten hatten sich in den Seitenstraßen bereitgehalten. Die Polizei führte die Männer auf die Straße, tastete sie nach Waffen ab und legte ihnen Handschellen an.

Kurz darauf fingen Ermittler auf der A2 bei Altwarmbüchen den erwarteten Drogenkurier aus Holland ab und stellten zwei Kilogramm Kokain sicher. Die Drogen haben einen Straßenverkaufswert von mindestens 100000 Euro. Zeitgleich erfolgten die Wohnungsdurchsuchungen in der Nordstadt, Hainholz und Altwarmbüchen. Dort stießen die Beamten jeweils auf kleinere Mengen Kokain und Bargeld und nahmen weitere fünf Männer fest. Einer der Tatverdächtigen leistete dabei Widerstand, wurde letztlich aber von der Polizei überwältigt.

Die Tatverdächtigen sind zwischen 21 und 40 Jahre alt, stammen aus Albanien und sind alle miteinander verwandt. Der 40-jährige Haupttäter kam bereits vor zehn Jahren nach Hannover. Seitdem hat er sein Drogengeschäft systematisch ausgebaut und nach und nach Cousins in die Stadt geholt, die ihn anschließend bei seinen Machenschaften unterstützten. Die Männer hielten sich zum Teil illegal in Deutschland auf und besaßen gefälschte Papiere.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Familienclan das Kokain ausschließlich im Raum Hannover zum Verkauf anbot. Die Tatverdächtigen hätten alle einen "gehobenen" Lebensstil gepflegt, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. So seien auch fünf hochwertige Limousinen sichergestellt worden. Ein erheblicher Teil des Geldes, das die Männer mit ihren Kokaingeschäften machten, floss aber zurück in ihr Heimatland Albanien. Dort soll der Clan in den vergangenen Jahren mehrere Immobilien angeschafft haben. Nach Angaben der Polizei ist der Schlag gegen die Drogenhändler von entscheidender Bedeutung. "Wir haben Strukturen zerschlagen", sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern an.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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