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Aus der Stadt Längere Wartezeiten für neuen Ausweis in Hannovers Bürgerämtern
Hannover Aus der Stadt Längere Wartezeiten für neuen Ausweis in Hannovers Bürgerämtern
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21:57 01.11.2010
Von Andreas Schinkel
Der Fingerabdruck auf dem neuen Perso ist freiwillig.
Der Fingerabdruck auf dem neuen Personalausweis ist freiwillig. Quelle: Kristoffer Finn
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Lange Warteschlangen in Hannovers Bürgerämtern am Tag der Einführung des neuen Personalausweises: Dies sei dem Umstand geschuldet, dass der Antrag für den neuen Ausweis dreimal so viel Zeit koste wie die Bearbeitung des alten, sagte Sigurd Moritz, Bereichsleiter für Einwohnerangelegenheiten.

Viele Hannoveraner seien aber erstaunlich gut über die neuen Möglichkeiten des Ausweises, etwa für Vertragsabschlüsse im Internet, unterrichtet, sagte Moritz. Dadurch habe sich die Beratungszeit verkürzt. Zudem sei der ganz große Ansturm ausgeblieben. Dass es nicht zum Stau in den Warteräumen kam, habe auch damit zu tun, dass fast alle Plätze in den Ämtern besetzt waren. „Dennoch herrscht nicht Sorglosigkeit, denn wir rechnen in den kommenden Tagen mit weiterer, vielleicht sogar steigender Nachfrage.“

Viele Hannoveraner scheinen geradezu begierig auf die neue Identitätskarte mit dem eingebauten Chip zu sein. Vor dem Bürgeramt in Döhren bildete sich gestern noch vor der Öffnung eine lange Warteschlange. „Die wollten offenbar die ersten sein, die ihren Antrag abgeben“, sagt Moritz.

Vor allem Technik-Fans reizt die neue Karte, die durch einen gespeicherten Fingerabdruck noch sicherer sein soll. Die aktuelle Diskussion um die Sicherheit des Dokumentes sahen die meisten Wartenden derweil gelassen „Ich finde das faszinierend. Auch die Möglichkeit, Verträge online unterschreiben zu können, ist super“, sagte etwa die 25-jährige Timea Kovac. Zudem passe der neue Ausweis viel besser in ihr Portemonnaie. Eine dreiviertel Stunde musste sie im Bürgeramt Mitte warten. „Macht nichts, ich habe mir extra frei genommen.“

Der 48-jährige Gerd Bahrends sah es pragmatischer. „Ich musste ohnehin einen neuen Ausweis beantragen“, sagte er. Die technischen Möglichkeiten der Karte werde er ohnehin nicht nutzen. Zudem bezweifele er, ob die Daten auf dem Chip wirklich sicher sind. „Aber persönliche Daten sind ja ohnehin überall gespeichert.“