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Aus der Stadt Landtag trennt sich von Natursteinfirma
Hannover Aus der Stadt Landtag trennt sich von Natursteinfirma
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08:12 01.04.2015
Von Conrad von Meding
Die Granitplatten sollen demnächst in Garbsen gelagert werden.Foto: Thomas
Die Granitplatten sollen demnächst in Garbsen gelagert werden. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Hintergrund ist das Insolvenzverfahren beim hannoverschen Natursteinspezialisten Krause, bei dem derzeit alle Fassadenplatten des im Umbau befindlichen Parlamentsgebäudes liegen.

Erstmals äußerte sich gestern Insolvenzverwalter Ralph Bünning. Er bestätigte, dass der Auftrag „wegen der besonderen Schwierigkeiten“ aufgelöst werde, was aber keineswegs bedeute, dass das Unternehmen abgewickelt werde. Grund sei, dass das Land angesichts der vorläufigen Insolvenz Garantien für den Fortbestand des Unternehmens bis Ende 2016 gefordert habe - dann sollen die reparierten Fassadenplatten wieder an das Gebäude geschraubt werden. „Diese Garantien kann derzeit niemand über solch einen langen Zeitraum geben“, sagt Bünning.

Nach Angaben von Kai Bernhardt, Sprecher des zuständigen Finanzministeriums, werden die Granitplatten nun bei der Garbsener Firma Mühl Natursteine gelagert. „Das ist aber zunächst nur eine Interimslösung.“ Man werde parallel eine Firma suchen, die den Auftrag zur Reparatur und Ergänzung schadhafter Platten übernehme. Die Umlagerung würde einen mittleren vierstelligen Euro-Betrag kosten.

Noch bis voraussichtlich Ende April läuft der Abbruch im Plenargebäude. Dann beginnt der Wiederaufbau mit dem modernisierten Innenraum.

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