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Aus der Stadt Landtagsneubau in Hannover unwahrscheinlich
Hannover Aus der Stadt Landtagsneubau in Hannover unwahrscheinlich
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22:27 15.12.2010
Von Klaus Wallbaum
Der Landtagsneubau in Hannover ist unwahrscheinlich.
Der Landtagsneubau in Hannover ist unwahrscheinlich. Quelle: Nancy Heusel
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„Anfang 2011 werden wir entscheiden“, sagte Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) am Mittwoch vor Journalisten. Derzeit laufe eine Kostenprüfung des staatlichen Baumanagements beim Finanzministerium. Nur wenn der Entwurf des Architekten Young Yi – ein gläserner Glaspavillon – „deutlich unter 45 Millionen Euro“ liegen werde, könne er den Landtagsfraktionen die Verwirklichung dieses Projektes empfehlen, betonte Dinkla.

Der Präsident verwies darauf, dass der Landtag selbst diesen Kostenrahmen gesteckt habe. In der Detailprüfung mit dem Architekten geht es gegenwärtig darum, ob diese Schätzung realistisch ist. Hinweise auf mögliche Mehrausgaben gibt es wegen der schwierigen Grundwasserverhältnisse neben dem Leinearm. Wenn diese Prüfung im Januar oder Februar abgeschlossen ist, sind zwei Möglichkeiten denkbar: Entweder die Yi-Pläne bleiben im Kostenrahmen, dann würde Dinkla die weiteren Vorbereitungen für die Umsetzung treffen.

Dies hieße aber, dass vor der Landtagswahl wohl kein Bau mehr beginnen könnte. Die laufenden Umbauarbeiten im restlichen Teil des Leineschlosses würden nämlich mindestens bis Mitte 2012 dauern. „Parallel können wir auf keinen Fall den Plenarsaal umbauen oder abreißen“, hob der Präsident hervor. Die zweite Variante wäre, dass beim Yi-Entwurf die Kosten ausufern. In diesem Fall würde Dinkla wohl empfehlen, den Wettbewerb zu beenden und den vor allem bei Denkmalfreunden umstrittenen Abriss des Oesterlen-Baus aufzugeben. „Ein finanzielles Experiment ist mit mir jedenfalls nicht zu machen“, sagte der CDU-Politiker. Gleichzeitig aber müsste Dinkla in diesem Fall einen „Plan B“ vorlegen, nämlich ein Konzept zur Sanierung des maroden Plenarsaals – einschließlich möglicher Umbauten.

Der Landtagspräsident erläuterte am Mittwoch die bisher schon umfangreichen Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten in den alten, ursprünglich von Laves entworfenen Teilen des Landtagsgebäudes. Von 2008 bis Mitte 2012 werden hier insgesamt 19,6 Millionen Euro investiert.

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