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Aus der Stadt Lauter positive Energie beim INW-Sommerfest
Hannover Aus der Stadt Lauter positive Energie beim INW-Sommerfest
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21:13 06.09.2012
Von Heike Schmidt
Sommerlicher Jazz beschwingt das Fest im Garten des Wilhelm-Busch-Museums.
Sommerlicher Jazz beschwingt das Fest im Garten des Wilhelm-Busch-Museums. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Unternehmen machen so etwas gerne, wenn es weiter nach vorn gehen soll: Dann feiert man sich erst ein wenig selbst, bevor man neue Aufgaben angeht. Das motiviert und bringt Spaß. Von daher war das Motto „Niedersachsen hat Energie“ beim Sommerfestes des Instituts der Norddeutschen Wirtschaft (INW) geschickt gewählt. Dazu konnte nicht nur jeder der 750 Gäste aus Politik und Wirtschaft gestern Abend etwas sagen, sondern sich jeder auch ein kleines bisschen selbst feiern. So war beispielsweise Ministerpräsident David McAllister (CDU) mit prominenten Vertretern seiner Ministerriege - darunter Jörg Bode (Wirtschaft), Stefan Birkner (Umwelt) und Aygül Özkan (Soziales) - beim Sommerfest erschienen. Die Wahlkampfzeit zieht ja schon herauf, da stecken alle voller Tatendrang: „Niedersachsen hat Energie - denn wir haben tolle Menschen mit Ideen, starke Unternehmen und hervorragende Wissenschaft und Forschung“, erklärte der Ministerpräsident stellvertretend für alle.

Das Lob hörten die Gastgeber von der INW-Führungsspitze gern: Werner Michael Bahlsen und Volker Müller hatten ins Wilhelm-Busch-Museum eingeladen. Müller, der die Ankömmlinge getreu dem Motto des Abends mit einem Energy-Drink als Aperitif begrüßte, freute sich über das vielleicht originellste Gastgeschenk von Wirtschaftsminister Bode: eine Schachtel mit Streichhölzern und der Aufschrift „Das sind die einzigen Brennstäbe, die uns in Zukunft noch nutzen“ sorgte für allgemeine Heiterkeit, bevor Bahlsen den ernsten Hintergrund hervorhob. „Unser traditionelles Sommerfest steht dieses Jahr für eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Jahrhundertherausforderung: die Energiewende. Wenn Deutschland seine Ziele erreichen will, sind die norddeutschen Länder, allen voran Niedersachsen, der Schlüssel dazu“, sagte Bahlsen. Das bestätigte auch sein Kollege Müller. Er betonte, dass diese Wende nun aber auch zügig umgesetzt und die Grundstoffindustrie unbedingt mit eingebunden werden müsse.

Nach diesen ernsteren Worten zum Auftakt gingen Unipräsident Prof. Erich Barke, Herbert Flecken, Vorsitzender der Madsack-Geschäftsführung, Thomas Düffert, stellvertretender Vorsitzender der Madsack-Geschäftsführung, Flughafen-Chef Raoul Hille, Regionspräsident Hauke Jagau, KKH-Chef Ingo Kailuweit oder auch Wolfram von Fritsch, Chef der Messe AG zum Smalltalk über. Man traf sich am Kohle-Grill, auf dem außer Minutensteaks vom Ochsen, Lammchops und mit Curry und Koriander marinierter Hähnchenbrust auch Goldbrasse im Bananenblatt und Haifischsteaks mit Cognac-Pfefferbutter lagen.

Neben McAllister und seiner Kabinettsriege war natürlich auch die SPD vertreten: Stefan Schostok, Chef der Fraktion im Landtag und Kandidat für den Posten des hannoverschen Rathauschefs, unterhielt sich mit dem derzeitigen Oberbürgermeister Stephan Weil - der gern McAllister ablösen möchte. Aufmerksamer Zuhörer war dabei Herbert Schmalstieg, selbst lange Zeit Herr im (Rat-)Haus und jetzt Vorsitzender der Wilhelm-Busch-Gesellschaft. Schostok versprühte durchweg positiv Energie. Er gab sich zuversichtlich, dass es mit dem Land weiterhin bergauf geht: „Niedersachsen hat bald noch mehr Energie, weil demnächst ein frischer Wind durch die Landespolitik wehen wird.“

Und wer zu späterer Stunde noch mehr Energie benötigte, der musste einfach Hand an die Elektrisierungsmaschine aus dem Museum für Energiegeschichte legen. Sie schickte einen leichten Strom durch den Körper. Das blieben allerdings die einzigen Spannungen, die bei diesem Sommerfest zu spüren waren.

 

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