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Aus der Stadt Lego-Bauer basteln Flugzeugmodell
Hannover Aus der Stadt Lego-Bauer basteln Flugzeugmodell
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18:15 17.02.2015
Von Andreas Schinkel
Nico (v. li.), Jonas und Alexander zeigen ihr Werk im Flughafen Hannover. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Eigentlich sind die drei jungen Herren dem Lego-Alter längst entwachsen. Schnell die Bausätze aufreißen, Steine aufeinander setzen und mit mundgemachten Propellergeräuschen den Flieger durchs Kinderzimmer bewegen - das war einmal. Dennoch haben sich Nico (18), Jonas (18) und Alexander (21) noch einmal zusammengetan und ein Flugzeug gebaut, das die Spielecke eines Kinderzimmers komplett ausfüllen dürfte. Die weiße Passagiermaschine nach dem Vorbild einer Boeing 737 hat eine Spannweite von 1,60 Metern und besteht aus fast 10.000 Steinen. Zu bewundern ist sie jetzt in der Abflughalle (Terminal C) des Langenhagener Flughafens. Im Juni soll der Lego-Flieger für einen guten Zweck versteigert werden.

„Wir haben unsere Freundschaft erneuert und die Lego-Nostalgie gespürt“, sagt Alexander. Die drei Konstrukteure waren als Kinder eine Art Schicksalsgemeinschaft. „Unsere Eltern waren befreundet, und immer wenn sie sich trafen, hockten auch wir zusammen“, erzählt Alexander. Und womit lässt sich die Zeit am besten vertreiben? Was schweißt Jungs im vorpubertären Alter am leichtesten zusammen? Eben. Schon damals gaben sich die drei Lego-Fans nicht mit vorgefertigten Bausätzen zufrieden, sie erfanden eigene Modelle.

Einen Monat lang haben drei junge Männer und Lego-Bauer ihrem bisher ehrgeizigsten Projekt gearbeitet: Einem selbstgebauten Lego-Flugzeug. Nun ist der 1,60 Meter mal 1,60 Meter-Bau fertiggestellt.

Ihre Kindheit haben sie hinter sich gelassen, wenden sich Studium und Beruf zu. „Aber wir wollten noch einmal ein Lego-Projekt zusammen realisieren“, erzählt Jonas. Und so trafen sie sich im vergangenen Jahr, skizzierten Pläne und errechneten mit einem Computerprogramm, wie viele und welche Steine sie benötigten. Bald war klar, dass das Flugzeug gigantische Ausmaße annehmen würde. „Wir schrieben Firmen an, etwa Fluggesellschaften, und baten um Sponsoring“, sagt Nico. Eingewilligt hat am Ende der Hannover Airport. Das Unternehmen übernahm die Kosten fürs Material. Die drei Konstrukteure betonen, dass nur „klassische“ Legosteine verbaut wurden, also keine angefertigten Spezialteile.

Ihre Baustelle haben die drei Freunde gleich in der Abflughalle eingerichtet. Wie in einem Aquarium setzten sie hinter Glaswänden einen Stein auf den anderen. „Viele Fluggäste haben uns beobachtet, manche Kinder sind mehrmals gekommen und haben uns zugeschaut“, erzählt Jonas. Meist an Wochenenden haben sie Legosteine aufeinander geschichtet. 100 Stunden Arbeit, schätzen sie, steckten allein im Bau.

Vollbracht haben die drei ihr Werk am Sonntag. Kinder wurden aufgefordert, die leeren Passagiersitze mit Legofiguren zu füllen. Eine illustre Gesellschaft macht sich jetzt auf die Reise: Eine Mumie sitzt neben einem Mädchen mit Bart, das unschwer als Conchita Wurst zu erkennen ist. Und selbst der Erzfeind, ein Playmobil-Kind, wird nicht verstoßen.

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