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Aus der Stadt Leibniz-Universität will Lehrerausbildung stärken
Hannover Aus der Stadt Leibniz-Universität will Lehrerausbildung stärken
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20:05 17.11.2015
Lehrer sollen besser auf den Unterricht vorbereitet werden. Quelle: Michael Wallmueller
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An der Schule sind später ihre Fachkenntnisse nicht in gleichem Maße gefragt, dafür sollen Lehrer als Pädagogen Heranwachsende begleiten, Eltern beruhigen, auf Gruppenkrisen reagieren.

Die Leibniz-Universität will jetzt gleich mehrere Probleme in der Lehrerausbildung angehen - und hat für zwei Projekte den Zuschlag im bundesweiten Förderprogramm Qualitätsoffensive Lehrerbildung bekommen. 4,7 Millionen Euro fließen bis 2018 für das Projekt „Leibniz-Prinzip“. Außerdem will die Uni gemeinsam mit der Universität Osnabrück mehr Studenten als Berufsschullehrer gewinnen. Dafür gibt es eine Million Euro. „Ich bin glücklich, dass unsere Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler so zugelangt haben“, unterstreicht Uni-Präsident Volker Epping. Die Leibniz-Uni sei als einzige bundesweit mit zwei Anträgen erfolgreich. „Die Hürden waren hoch. Es geht darum, die Lehrerbildung ins Zentrum der Hochschule zu rücken“, sagt Andrea Hoops, Staatssekretärin im Kulturministerium. Bis 2023 wollen Bund und Länder in zwei Phasen 500 Millionen Euro in das neue Programm stecken.

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„Viele Lehramtsstudenten fühlen sich am Anfang zwischen der Erziehungswissenschaft und den beiden anderen Fächern, die sie studieren, ziemlich verloren“, beschreibt Julia Gillen, Leiterin des Zentrums für Lehrerbildung an der Uni. Im Bachelorstudium werden deshalb Mentoren die Studenten von Anfang an begleiten. Es sollen jedoch eine ganze Reihe weiterer Veränderungen im Studium erprobt werden. Ein Ziel: Die zukünftigen Lehrer sollen darauf vorbereitet werden, dass sie später Schüler mit sehr unterschiedlicher kultureller Prägung, Begabung oder mit Handicaps unterrichten. Besonders im Studium für Gymnasiallehrer ist das bisher ein vielbeklagtes Manko. Zur Vorbereitung auf den Beruf sollen außerdem verstärkt gefilmte Unterrichtssituationen analysiert werden, um Theorie und praktische Anwendung zu verknüpfen.

In der ganzen Uni spürbar wird womöglich ein weiterer Punkt: Die Didaktiker arbeiten pro Fach eine Lehrveranstaltung so um, dass sie verständlicher wird. Das wird dokumentiert und soll als Beispiel dienen. „Professoren haben ihre Stelle meist nicht bekommen, weil sie gut lehren“, sagt Gillen. Die Fortbildung der Profs komme am Ende allen Studenten zugute.

Berufsschule: Dem Mangel an Berufsschullehrern will das Projekt „Plan C“ begegnen: Studenten, die mit ihrem Ingenieurstudium hadern, sollen bei Interesse und Eignung für ein Lehrerstudium gewonnen werden.

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