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Aus der Stadt Leichenfund erinnert an den Fall Monika P.
Hannover Aus der Stadt Leichenfund erinnert an den Fall Monika P.
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16:00 05.08.2015
Von Tobias Morchner
Foto: Polizisten verteilen Flugblätter zum Mordfall Monika P. (Archiv)
Polizisten verteilen Flugblätter zum Mordfall Monika P. (Archiv) Quelle: Peter Steffen/dpa
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Hannover

Der Fund der in Plastiksäcken verpackten Leichenteile vom Mittellandkanal ruft Erinnerungen an einen anderen, spektakulären und bis zum heutigen Tag ungelösten Mordfall in Hannover wach. In der Silvesternacht des Jahres 2009 verschwand die Gelegenheitsprostituierte Monika P. aus Linden. Die zerstückelte Leiche der 24-Jährigen wurde am 2. Januar gegen 9.30 Uhr unter der Legionsbrücke in Linden-Süd entdeckt. Die junge Frau hatte mit Verwandten in einer Kneipe Silvester gefeiert und hatte sich dann mit einer Stadtbahn auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Bislang ist nicht bekannt, was Monika P. dann widerfuhr.

Die Polizei Hannover setzt im Fall der ermordeten Monika P. eine Belohnung für Hinweise auf den Täter aus. Die zerstückelte Leiche der jungen Frau war Anfang Januar am Ihmeufer in Hannover gefunden worden.

Die Mordkommission „Rose“, benannt nach einem Tattoo der Blume, das sich Monika P. hatte stechen lassen, ließen nichts unversucht, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Sie führten unter anderem einen Massengentest bei mehr als 1100 Männern aus dem Bereich Linden-Süd durch, der allerdings zu keinem Ergebnis führte.

Als eine Bodenprobe an einem der Säcke die Ermittler zum Ihme-Zentrum führte, richtete die Mordkommission ein eigenes Büro in dem Gebäudekomplex ein, um weiteren 200 Männern im Alter zwischen 18 und 65 Jahren eine Speichelprobe zu entnehmen. Doch auch diese Tests führten nicht zu dem entscheidenden Durchbruch. Auch mehr als fünf Jahre nach dem Fund der Leiche sind die Akten zu dem Fall nicht geschlossen, denn Mord verjährt nie.

Bernd Haase 07.08.2015
Jörn Kießler 07.08.2015