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Aus der Stadt Leine-Pegel steigt weiter
Hannover Aus der Stadt Leine-Pegel steigt weiter
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00:15 30.07.2017
Von Conrad von Meding
Über Nacht ist der Pegel leicht gestiegen - doch die Prognose zeigt, dass der Wasserstand bereits heute höher steigen könnte als bei den Hochwassern 1981 und 2003. Quelle: Meding
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Hannover

Nach tagelangem Regen sind alle Warn-Meldestufen der Hochwasser-Alarmkette überschritten. Die Stadt hat die Schließung des Deichtors in Ricklingen angekündigt, 2000 Sandsäcke stehen bereit. Die Fachleute beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) schließen nicht aus, dass das Hochwasser in Hannover Pegelstände jenseits der 6 Meter erreicht. Die drei schlimmsten Hochwasser seit dem Weltkrieg hatten 5,89 Meter (1981), 5,97 Meter (2003) und 6,44 Meter (1946) betragen. Dass der Stand von 1946 erreicht wird, gilt aber als unwahrscheinlich.

Über Nacht ist der Pegelstand in Herrenhausen nur um einen weiteren Zentimeter gestiegen (Stand: 6 Uhr). Das klingt beruhigend, vor allem da in Koldingen südlich von Hannover der Stand am Morgen um 4 Zentimeter fiel, in Poppenburg noch weiter südlich sogar um 13 Zentimeter. Der Pegel Heinde aber ist seit 0 Uhr um 13 Zentimeter gestiegen und steht jetzt bei über 7 Metern - das hat es in den vergangenen 25 Jahren nicht gegeben. Heinde liegt an der Innerste, die Wasser aus dem Harzvorland nach Hildesheim führt, wo sie in die Leine mündet. Von dort bewegt sich ein großer Schwall Wasser auf Hannover zu.

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Das NLWKN erwartet den Peak der Hochwasserwelle für den Freitagabend. Derzeit bewegt sich der Wasserspiegel am unteren Rand der Expertenprognose. Bleibt es dabei, könnte Hannover mit einem blauen Auge davonkommen - denn für Donnerstag und Freitag sind kaum Niederschläge angekündigt.       pah/med/mic

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