Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hochwasser: Leine und Ihme treten über die Ufer
Hannover Aus der Stadt Hochwasser: Leine und Ihme treten über die Ufer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:49 22.11.2017
Wie hier bei Laatzen-Grasdorf verließ die Leine ihr Bett.
Wie hier bei Laatzen-Grasdorf verließ die Leine ihr Bett. Quelle: Harbart
Anzeige
Hannover

 Der überregionale Hochwassermeldedienst verzeichnete am späten Nachmittag am Pegel in Herrenhausen einen Stand von 4,83 Meter und damit etwas über der sogenannten Meldestufe 3. Zum Vergleich: Beim Hochwasser im Juli hatte der Pegel knapp 5,50 Meter erreicht. Normal sind 3,70 Meter. „Wir sind entspannt“, sagt Kurt Bültemann vom Hochwassermeldedienst. Der Grund: Weiter südlich am Pegel in Pattensen-Koldingen stagnierte die Marke bereits.

Jeder Tropfen vom Himmel rauscht durch in die Flüsse

Grund für die Wassermassen in den Flüssen sind die ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage im Harzvorland und im Raum Hannover. „Die Böden sind gesättigt und die Vorfluter randvoll. Da rauscht jeder Regentropfen sofort in die Flüsse“, erläutert Bültemann.

Für Herrenhausen wurde der Scheitelpunkt am späten Donnerstagabend erwartet. Danach dürfte sich die Lage nach Einschätzung des Meldedienstes zunächst entschärfen, weil zumindest für den Donnerstag keine oder kaum Regenfälle vorhergesagt sind. „Eine generelle Entspannung ist aber nicht in Sicht“, erklärt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft. Am Wochenende könnte es wieder Feuchtigkeit von oben geben.

Lagebeobachtung zunächst vom Schreibtisch

Hannovers Feuerwehr beobachtete die Lage zunächst vom Schreibtisch aus. „Erst wenn der Pegel 5,20 Meter erreicht, rücken unsere Leute zu Kontrollfahrten aus“, sagt Sprecher Michael Hinz. So bekamen denn die Folgen der Ausuferungen an der Leine zunächst die Radler, Spaziergänger und Tiere zu spüren – nicht nur an der Ihme, sondern auch auf den Feldwegen und Wiesen der Maschlandschaften südlich und nordwestlich des Innenstadtgebietes.

Von Bernd Haase