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Aus der Stadt Dete Kuhlmann bekommt „Goldenen Spatzen“
Hannover Aus der Stadt Dete Kuhlmann bekommt „Goldenen Spatzen“
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00:15 03.02.2016
Von Uwe Kranz
Goldener Spatz für die Rampensau: Dete Kuhlmann bei der Gala-Prunksitzung der Leinespatzen mit Ministerpräsident Stephan Weil (2. v. li.) und OB Stefan Schostok (r.).
Goldener Spatz für die Rampensau: Dete Kuhlmann bei der Gala-Prunksitzung der Leinespatzen mit Ministerpräsident Stephan Weil (2. v. li.) und OB Stefan Schostok (r.). Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Dass Dete Kuhlmann das noch erleben darf. Dass er ein Kultrocker ist, wie er an diesem Abend gepriesen wird, das hat er bestimmt schon mal gehört. Vollblutmusiker, Rampensau, verdienter Hannoveraner und „Chorleiter“ der Fankurve bei Heimspielen von Hannover 96 - alles richtig. Aber dass er nochmal als „Stilikone“ bezeichnet würde, hätte er Mann mit dem Wuschelbart, der runden Brille und den stolzen Resten einer Rockmusikerfrisur wohl selbst nicht gedacht. All dieser Lobpreis hat einen Grund: Denn Dete Kuhlmann ist seit Sonnabend Träger eines närrischen Preises, des „Goldenen Spatzen“ der Karnevalsgesellschaft Leinespatzen.

Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Nicht mal für ihn selbst: „Eigentlich hab ich mit Karneval nie so viel am Hut gehabt“, sagt er bei der Preisverleihung während der Prunksitzung in der Wülfeler Eventhalle Hangar No. 5. Als ihn die Leinespatzen angerufen hätten, habe er gedacht, er solle da Musik machen. Aber weit gefehlt.

Bei der großen Gala-Prunksitzung der Leinespatzen wurde neben einem bunten Programm auch die Auszeichnung des "Goldenen Spatzen" verliehen.

Und da Dete nun mal nicht der King of Selbstvermarktung ist, sondern ein alter Mucker, der lieber eine schöne Anekdote erzählt als mit Danksagungen an Gott und die Welt zu langweilen, berichtet er von seiner bislang einzigen Karnevalserfahrung. 30 Jahre her, ein Auftritt mit seiner alten Partyrockband Moulin Rouge während der Kölner Weiberfastnacht. „Nach dem ersten Lied - nichts. Zweites Stück - Gegengesänge. Drittes Stück - lautere Gegengesänge. In der ersten Pause kam der Wirt schweißgebadet zu uns und sagte: ,Ihr kriegt die volle Gage, aber bitte hört auf!’“ Man habe sich anschließend in der Kölner Südstadt „vorschriftsmäßig besoffen“, und das war es dann erstmal drei Jahrzehnte mit Herrn Kuhlmann und dem Karneval. Aber nun sei er „ergriffen“ von dieser Ehre, diesen Preis zu bekommen: „Ihr habt mir eine große Freude gemacht.“

Die Festgäste, unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und viele Politiker aus Stadt- und Bezirksräten, erheben sich für den Geehrten. Als dieser dann appelliert, die Roten in dieser misslichen Lage erst recht zu unterstützen, brandet Jubel auf. Natürlich kommt Kuhlmann nicht umhin, „Alte Liebe“ zu singen und als Zugabe noch eine hannoversche Version des Blues-Brothers-Songs „Minnie the Moocher“ dranzuhängen. Da ist er wieder ganz die Rampensau, der Saal singt. Und das nicht zum letzten Mal an diesem langen Abend.

Die Stimmung ist prima, Leinespatzen-Präsident Hans-Günther Hackmann hat mit seinem Verein ein sattes Programm zusammengestellt, hinter dem viel Arbeit steckt, mit Stimmungssängern, Büttenreden, Tanzmariechen und bunten Kostümen.

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