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Aus der Stadt Linke Szene demonstriert am Samstag in Hannovers City
Hannover Aus der Stadt Linke Szene demonstriert am Samstag in Hannovers City
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16:17 16.04.2011
Rund 200 Mitglieder der linken Szene werden am Samstag in Hannover demonstrieren. Quelle: dpa

Etwa 150 bis 200 Anhänger der linken Szene zogen am Samstagmittag durch Hannovers Innenstadt. Mit Sonnenbrillen im Gesicht und in Kapuzenpullis gehüllt, starteten die Demonstranten um 13 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Von dort aus führte sie der Weg weiter in die Nordstadt.

Mit ihrem Protestmarsch wollen die Anhänger der linken Szene auf einen Prozess aufmerksam machen, der drei Tage später vor dem Landgericht beginnt. Beschuldigt sind drei junge Männer, denen vorgeworfen wird, am Vatertag des vergangenen Jahres an einem Angriff auf eine Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Antifaschisten gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung vor.

Die linken Aktivisten kritisieren, dass die Anschuldigungen gegen sie ausschließlich auf der Tatsache beruhen, dass die Neonazis nach dem Vorfall auf der Wache plötzlich drei mutmaßliche Täter anhand von Fotos identifizieren konnten, während sie bei der Befragung direkt nach der Auseinandersetzung noch angegeben hatten, keinen der Angreifer wiedererkannt zu haben.

Die Schlägerei ereignete sich am 13. Mai 2010 vor einer Kneipe in der Arndtstraße am Rande der Nordstadt. Eine Gruppe von etwa 20 Neonazis hatte sich dort versammelt. Zunächst tranken sie Bier, dann brachten sie in der näheren Umgebung der Gaststätte Aufkleber mit ihren Parolen an. Mitglieder der Antifa hatten von dem Treffen erfahren und waren vor die Kneipe gezogen. Es kam zu der Prügelei.

Wegen dieser Vorgeschichte steht zu befürchten, dass es auch am Sonnabend während der Solidaritätsdemonstration, auf die zahlreiche Plakate in der City hinweisen und für die auch im Internet Werbung gemacht wird, zu Streitigkeiten zwischen den linken Protestlern und Neonazis kommt. Bislang hat die Polizei eigenen Angaben zufolge keinerlei Erkenntnisse über geplante Aktivitäten der Rechten. Auch beim Landgericht ist man auf das Aufeinandertreffen der Neonazis und ihrer Gegner am Dienstag vorbereitet.

tm/frs/jhe

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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