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Aus der Stadt Demo gegen Hooligan-Gewalt verlief friedlich
Hannover Aus der Stadt Demo gegen Hooligan-Gewalt verlief friedlich
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00:16 01.12.2014
Von Tobias Morchner
Demo in der Nordstadt: Linke demonstrieren gegen Angriffe von Hooligans. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Etwa 200 Personen waren am Freitagabend durch die Nordstadt gezogen. Mit Sprechchören wie „Antifa und Fußballfans gegen rechte Hooligans“ setzte sich der Marsch vom Klagesmarkt über den E-Damm zur Lutherkirche in Bewegung. Unter dem Motto „Jeder Angriff ist ein Angriff auf uns alle“ wollten die Teilnehmer gegen Angriffe von Hooligans demonstrieren. Die Polizei hat während der Veranstaltung zwei Gesetzesverstöße geandet. Zum einen zündeten Teilnehmer zwei Bengalos, womit sie gegen das Sprengstoffgesetz verstießen. Zum anderen berichtet die Polizei von einem Verstoß gegen das Pressegesetz: Auf Flyern, die bei der Veranstaltung verteilt wurden, fehlte das Impressum.

Linksautonome Gruppen riefen zu einer Demonstration gegen Angriffe von Hooligans in der Nordstadt auf. 

Linksautonome Gruppen hatten zu der Demo aufgerufen. Dabei sollte es nicht um Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Versammlung der Gruppe Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) vor zwei Wochen gehen. Die Veranstaltung bezog sich auf angebliche Aktivitäten von Hooligans aus dem Umfeld von Hannover 96. Im Zentrum der gewaltsamen Übergriffe soll eine Gruppierung mit dem Namen VH 13 stehen. Mitglieder dieses Zusammenschlusses und Sympathisanten der Gruppe sollen regelmäßig durch die Nordstadt ziehen um Linksautonome zu verprügeln. So habe bei einem Angriff der Hooligans am 4. Oktober in der Nordstadt ein Opfer eine Gehirnerschütterung davongetragen.

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Der Polizei ist die Gruppierung VH 13 bereits seit Ende des vergangenen Jahres bekannt. „Damals ist im Stadion ein Banner mit dem Schriftzug aufgetaucht“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Das Transparent der Gruppe VH 13 hängt in dieser Saison im Beekestadion, wo die U23-Mannschaft von Hannover 96 in aller Regel ihre Heimspiele austrägt. Von Übergriffen in der Nordstadt ist der Behörde bislang allerdings nichts bekannt. „Bei uns ist kein derartiger Vorfall zur Anzeige gebracht worden“, sagt Hilgenberg.

Der Protest von 3200 Hooligans und Rechtsextremen in Hannover ist weitgehend friedlich verlaufen. Einen Polizeieinsatz dieser Größenordnung hatte es jedoch seit Jahren in Hannover nicht mehr gegeben.

Der heutige Protest war zwar bereits vor der hannoverschen HoGeSa-Demo geplant, kommt aber dennoch zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Nach dem brutalen Übergriff Linksautonomer nach dem Hooligan-Treffen am ZOB sowohl auf eine Kneipe als auch auf vier Bielefelder Teilnehmer der Veranstaltung, ist die Stimmung zwischen den beiden Gruppen äußerst gereizt. Im Internet hatten die HoGeSa-Anhänger Fotos von einem der angeblichen Angreifer auf die Kneipe veröffentlicht. „Die Jagd ist eröffnet“, lautet einer der Kommentare unter dem Bild.

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