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Aus der Stadt Thor Steinar eröffnet Ladengeschäft
Hannover Aus der Stadt Thor Steinar eröffnet Ladengeschäft
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00:15 15.09.2013
In der List hat die umstrittene Modemarke Thor Steinar ein Ladengeschäft eröffnet. Die Marke ist besonders bei Rechtsextremen beliebt. Quelle: Marcus Brandt (Symbolbild)
Hannover

Die Neueröffnung eines Bekleidungsgeschäfts der Marke Thor Steinar beunruhigt Stadtverwaltung und Stadtpolitik. Die Textilien gelten als Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene. „Rechtsextremes Gedankengut hat in Hannover keinen Platz“, sagte Stadtsprecher Udo Möller. Zugleich wies er darauf hin, dass es gewerberechtlich keine Handhabe gegen die Ladenöffnung gebe. „Insofern ist es wichtig, mit Aufklärung dazu beizutragen, den sogenannten ,rechtsextremen Lifestyle‘ zu erkennen“, so Möller. Das Geschäft des Unternehmens aus Brandenburg eröffnete gestern in der Podbielskistraße.

Der Stadtverband der Grünen kündigte Proteste an. „Ich bin entsetzt über die Eröffnung dieses Geschäfts mitten in der List“, sagte die Vorsitzende Gisela Witte, die auch Stadtteilsprecherin von Vahrenwald/List ist. Ihr Vorstandskollege Tobias Leverenz sieht die Eröffnung des Thor-Steinar-Ladens als Indiz für eine aktive Naziszene in der Stadt. „Teilweise wird mit Symbolen und Schriftzügen auf der Kleidung offen auf den Nationalsozialismus angespielt.“

Thor Steinar wurde 2002 in Brandenburg gegründet und macht seitdem immer wieder Schlagzeilen. Unter anderem wurden im Jahr 2004 bundesweit alle Kleidungsstücke beschlagnahmt, auf denen das erste Logo der Marke, eine Kombination aus zwei Runen, zu sehen war. Mehrere Gerichte sahen darin eine Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem druckte die Firma Waffen auf T-Shirts und versah die Bilder mit dem Wort „Hausbesuch“. Im Jahr 2008 verklagte Norwegen die Marke, die immer wieder die Flagge des Landes auf Kleidungsstücke nähte. Das demokratische Land wollte aber nicht als Werbemittel für die rechtsextreme Szene dienen.

Im deutschen Bundestag darf keine Thor-Steinar-Kleidung getragen werden, in den Landesparlamenten von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wie in etlichen Fußballstadien ebenfalls nicht. Im vergangenen Jahr kam es zu einem Eklat im Sächsischen Landtag. Die NPD-Fraktion erschien zu einer Sitzung in den verbotenen Klamotten der Marke. Der Landtagspräsident Matthias Rößler verwies die acht Abgeordneten daraufhin des Hauses.

Von Jörn Kiessler

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