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Aus der Stadt Tausende bei Kundgebung in der City
Hannover Aus der Stadt Tausende bei Kundgebung in der City
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15:08 19.03.2014
Die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst streiken. Die Demonstranten ziehen derzeit durch die Innenstadt. Quelle: Körner
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+++ 13.00: Und damit beenden wir unseren Live-Ticker zum Warnstreik in Hannover. Kommen Sie weiterhin gut durch diesen Mittwoch.

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+++ 12.45: Zwischenstand bei unserer Umfrage zum Streik: Über 2400 Leser haben bislang bei der (nicht-repräsentativen) Abstimmung mitgemacht. 47 Prozent sagen: "Jeder Arbeitnehmer hat das Recht zu streiken, auch die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst." 49 Prozent hingegen meinen: "Der Streik trifft die Falschen – nämlich die unbeteiligten Bürger." Vier Prozent ist der Streik egal, weil sie von ihm nicht betroffen sind.

+++ 12.35: Die Demo ist zwar beendet, nicht aber der Streik. Das heißt: Busse und Bahnen bleiben weiterhin in den Üstra-Depots, sie fahren erst wieder pünktlich zu Betriebsbeginn am Donnerstag. Was heute Nachmittag noch geschlossen ist, das finden Sie in unserer Übersicht zum Streik in Hannover.

Während der Kundgebung am 19. März zogen Tausende Streikende durch die Innenstadt von Hannover.

+++ 12.31: Ein Blick auf die Verkehrssituation: Es rollt. Weder im Stadtgebiet noch auf den Ausfallstraßen gibt es nennenswerte Verzögerungen. Erst am Nachmittag, wenn viele Unternehmen und Büros Feierabend machen, könnte es nochmal etwas enger werden. Die Hannoveraner haben sich aber offenbar gut auf den Streik eingestellt. Aktuelle Infos finden Sie unter haz.de/verkehr.

+++ 12.27: Die Versammlung vor dem Hauptbahnhof löst sich auf. Die Streikenden ziehen jetzt in Gruppen durch die Innenstadt – zum Mittagessen oder auf dem Weg zurück zu ihren Autos und Bussen.

+++ 12.17: Die Demo am Hauptbahnhof geht zu Ende. Die Reden sind durch, viele Teilnehmer verlassen bereits das Gelände rund um den Hauptbahnhof.

+++ 12.09: Bei Demos geht die Einschätzung über die Teilnehmerzahlen naturgemäß auseinander, diesmal sind sich Polizei und Veranstalter aber einig: Beide sprechen von rund 8000 Leuten.

+++ 12.07: ver.di- Sekretär Harald Memenga vor dem Hauptbahnhof: "Es kann nicht sein, dass Stadtbahn- und Busfahrer mit dieser Riesenverantwortung mit 2000 Euro brutto im Monat anfangen." Ähnlich äußert sich Michael Ludwig von aha: "Wir müssen nach der ersten Verhandlungsrunde feststellen, dass der Respekt unserer Arbeitgeber für uns auf Null gesunken ist." Es sei Zeit für einen Arbeitskampf, ohne weiteres Angebot habe man keine Wahl. "Ich rufe euch zu: Wir sehen uns wieder."

Überblick

Wo wird genau gestreikt? Wer ist betroffen? Welche Kitas haben geschlossen? Der schnelle Überblick zum Streik in Hannover.

+++ 11.59: In Laatzen ist soeben die Kundgebung vor dem Leine-Center zu Ende gegangen. Rund 700 Streikende aus allen Umlandskommunen waren vor Ort. Einige von ihnen ziehen jetzt weiter in die Teestube am Marktplatz, die heute zum Streikcafé umfunktioniert wurde.

+++ 11.50: Der Streik betrifft auch Menschen, die nur indirekt auf Busse und Bahnen angewiesen sind. Apotheker Udo Heinz an der Stadtbahn-Haltestelle Kröpcke hat heute deutlich weniger Kundschaft als sonst, weil niemand auf dem Weg zum Bahnsteig ist.

+++ 11.45: Jetzt spricht Karina Scherdin, Vertreterin der ver.di-Jugend. Sie ist Krankenpfleschülerin am Klinikum und berichtet aus dem Alltag, in dem eine Pflegekraft 20 Patienten betreut. "Es gibt keine Zeit uns anzulernen, und keine Zeit für die Patienten. Wir arbeiten unter Zeitdruck, Leistungsdruck und mit Gewissensbissen, weil wir das, was wir in der Schule theoretisch lernen, nicht anwenden können."

+++ 11.41: Jürgen Hohmann, ver.di-Landesvorsitzender, steht am Mikro: "Der öffentliche Dienst ist bei der Tarifentwiclung deutlich hinterher. Das Brot wird nicht in Prozenten teurer, sondern in Cent. Deshalb brauchen wir einen Sockelbetrag." Er schickt eine Warnung in Richtung der Arbeitgeberseite: "Wenn die nächste Verhandlungsrunde am Donnerstag ähnlich verläuft, kommen wir wieder."

Die Gewerkschaft ver.di hatte am 19. März zu einem Warnstreik in Hannover aufgerufen. Betroffen waren die Kommunen, also Stadtbahnen und Busse der Üstra, städtische Kitas, Müllabfuhr, aha-Betriebshöfe sowie städtische Ämter und Einrichtungen wie Schwimmbäder.

+++ 11.32: ver.di- Sekretär Harald Memenga beginnt mit seiner Rede. Er kritisiert das Verhalten der Arbeitgeberseite als respektlos, weshalb man jetzt Gegendruck aufbauen müsse. "Wir sind der öffentliche Dienst, nicht die Kanzlerin und der Oberbürgermeister". Die Forderungen seien berechtigt: "100 Euro, 3,5 Prozent mehr Gehalt, unbefristete Übernahmen der Azubis, 30 Tage Urlaub und höhere Nachtzuschläge in Krankenhäusern." Er spricht von rund 8000 Streikenden, die heute in Hannover ihre Arbeit niedergelegt hätten.

+++ 11.28: Auch Stadtbahnfahrer Michael Much streikt. Er muss gemeinsam mit seiner Frau eine siebenköpfige Familie ernähren. "Alles wird teurer, Energie, Miete und für uns vor allem Lebensmittel. Da muss für uns jetzt mal ein Ausgleich her", sagt er.

+++ 11.26: Viele Hannoveraner dachten offenbar, dass die Wertstoffhöfe in der Stadt nicht vom Streik betroffen sind. Immer wieder halten mit Mülltüten beladene Autos vor der Einfahrt des Hofes am Döhrbruch, um dann wieder umzudrehen und unverrichteter Dinge wegzufahren. Auch Frithjof Mätzold. Der 79-Jährigen Bemeroder hat in seinem Gärten gearbeitet und wollte den Schnitt wegbringen. "Das ist aber gar nicht schlimm", sagt er. "Ich komme einfach morgen wieder." Andere Hannoveraner sind nicht so verständnisvoll. Ein Handwerker lässt kurzerhand einen Anhänger mit Holzmüll am Straßenrand vor der Einfahrt stehen.

+++ 11.24: Die Spitze des Demozuges ist vor der Sparda- Bank am Hauptbahnhof angekommen. Ver.di- Sekretär Harald Memenga begrüßt die Demonstranten.

+++ 11.19: In Barsinghausen streikt der angekündigte Live-Ticker der Stadtverwaltung zur Streiksituation. Auskunft der Stadt: Die Kindertagesstätten in Barsinghausen, Egestorf (Nienstedter Straße) und der Hort in Barsinghausen haben einen Notbetrieb organisiert. Alle anderen städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen sind geschlossen.

+++ 11.16: Blick in die Region: Business fast "as usual" im Krankenhaus Großburgwedel: Dort müssen heute nach Aussage der KRH-Pressestelle nur drei geplante Eingriffe wegen den Warnstreiks verschoben werden. Isernhagens kommunale Kitas öffnen erneut ohne Einschränkungen. 13 Gemeindemitarbeiter, elf davon aus dem Baubetrieb, zwei aus der Kernverwaltung, sind dem Warnstreik-Aufruf gefolgt. Die Kita Maschwiesen in Lehrte-Ahlten geht ins Theater statt zu streiken: Die Mitarbeiterinnen verzichteten auf einen Ausstand - möglicherweise deshalb, weil für die Kinder bereits Theaterkarten gebucht waren. In zwei weiteren Kitas gibt es Notgruppen, alle anderen im Stadtgebiet sind dicht. Die Eltern helfen sich privat, nur 16 Kinder hätten auf Notgruppen verteilt werden müssen, sagt Lehrtes Stadtsprecher Fabian Nolting: "Es gibt kein Kind, das nicht weiß, wohin."

+++ 11.13: Auch in Laatzen streiken mehrere hundert ver.di-Mitglieder. In diesen Minuten beginnt die zentrale Kundgebung vor dem Leine-Center.

+++ 11.10: Der Demonstrationszug ist kurz vor seinem Ziel, dem Ernst-August-Platz. An der Spitze des Zuges steht Mark Gall, Stadtbahnfahrer und am heutigen Tage "leidenschaftlicher Moderator". Er spricht von 3000 Teilnehmern. Diese geben ein gellendes Pfeifkonzert ab.

+++ 11.05: Bei der Üstra haben übrigens nicht nur die Fahrer den Dienst quittiert, Einschränkungen gibt es auch auf dem Twitter-Account. Aber immerhin hält das Unternehmen einen Notdienst vor – wohl falls etwas Wichtiges passiert ...


+++ 11.01: Nicht nur im Stadtverkehr wirkt sich der Streik aus. Auch das Klinikum Region Hannover musste umdisponieren und Notdienste einrichten. Im Klinikum Lehrte läuft dieser laut Pressesprecher Bernhard Koch reibungslos. Es streikten keine Ärzte, nur Pflege- und Verwaltungskräfte, sagt er. Acht bis zehn aufschiebbare OPs seien verlegt worden. Er lobt die Gewerkschaft: Sie sei so besonnen, dass eine Notdienst-Vereinbarung und damit eine Akutversorgung problemlos möglich sei.

+++ 10.54: Wegen des Demonstrationszugs staut sich derzeit der Verkehr auf der Marienstraße über die Hans-Böckler-Allee bis zum Messeschnellweg.

+++ 10.49: Ob vor dem Hauptbahnhof überhaupt noch Platz ist für die ver.di-Kundgebung? Immerhin rechnet ver.di mit bis zu 5000 Teilnehmern.

Auf dem Ernst-August-Platz stehen sonst ja auch viele Räder: Heute scheinen es jedoch noch mehr zu sein. Quelle: Körner

+++ 10.44: Viele Hannoveraner sind heute auf das Fahrrad umgestiegen, manche waren wohl schon länger nicht mehr auf zwei Rädern unterwegs, findet @fablau:


+++ 10.37: Der Demonstrationszug hat die Ecke Marienstraße/Berliner Allee erreicht. Über die Lister Meile wollen die Teilnehmer zum Hauptbahnhof ziehen. Das Ziel ist der Ernst-August-Platz, wo um 11.15 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

+++ 10.33: "Wer nicht hüpft, ist Arbeitgeber", skandieren die Demonstranten.

Die Streikenden haben die Gartenkirche an der Marienstraße erreicht. Quelle: Kießler

+++ 10.30: Die Streikenden haben inzwischen die Marienstraße eingenommen. Vor der Gartenkirche haben sie sich aufgebaut. Für Autofahrer heißt das: großräumig umfahren.

+++ 10.26: Auffällig am heutigen Streiktag: Es sind deutlich mehr Fahrzeuge von Stadtmobil und Quicar auf den Straßen unterwegs. Die Quicar-Stellplätze wie hier in der Bult sind leer.

+++ 10.22: Auch Ursula Fischer, Mitarbeiterin am Klinikum, befindet sich im Demozug. "Ich finde, dass wir für unsere Leistung zu wenig Geld bekommen", sagt sie. "Wir haben genügend Minusrunden mitgemacht. Der Druck steigt, aber das Personal wird weniger."

+++ 10.18: Der Demozug biegt über den Aegi in die Marienstraße ein, an der Spitze ein alter Leiterwagen der Feuerwehr. "Mit einem echten Einsatzwagen geht das nicht", sagt ein Feuerwehrmann.

+++ 10.16: Der große Pendlerschwung ist durch. Viele Hannoveraner sind mit dem Fahrrad, dem Taxi oder zu Fuß unterwegs gewesen. Einige stiegen auch in die Regiobusse ein. Doch das erwartete Chaos dort blieb aus. "Es war erstaunlich normal", sagt Tolga Otkun, Sprecher vom Unternehmen Regiobus, deren Mitarbeiter sich nicht am Streik beteiligen. Die Busse seien zwar etwas voller als sonst gewesen, aber nicht überfüllt. Wegen der Staus in der Stadt seien jedoch auch die Busse langsamer vorangekommen.

+++ 10.11: Der Demozug hat sich Bewegung gesetzt. In der City dürfte es in der nächsten Stunde verkehrstechnisch noch mal etwas enger zugehen. Aktuelle Verkehrsinfos gibt es unter haz.de/verkehr.

+++ 10.09: Rund 3000 Streikende haben sich vor dem Neuen Rathaus versammelt. Sie setzen sich in wenigen Minuten Bewegung und und marschieren dann zum Aegidientorplatz. Von dort geht es die Marienstraße hinunter und weiter auf der Berliner Allee. Danach biegt der Zug in die Lister Meile ein Richtung Hauptbahnhof ab. Auf dem Ernst-August-Platz findet gegen 11.15 Uhr die Abschlusskundgebung statt.

+++ 10.00: Vor dem Neuen Rathaus beginnen die Reden. Auszubildende fordern eine unbefristete Übernahme für alle. "Die Kosten für Mieten, Energie, Handyvertrag steigen auch für Azubis", sagt ein Redner. Die Forderung: !100 Euro mehr, 30 Tage Urlaub für alle, egal welchen Alters".

Quelle: Thomas

+++ 9.54: Auf den Schnellwegen und Bundesstraßen, die nach Hannover reinführen, hat sich der Verkehr vorerst normalisiert. Dafür geht es in der City derzeit kaum noch voran. So stehen die Autos auf der Lavesallee und am Friedrichswall still. Die Polizei spricht von einem "erhöhten Verkehrsaufkommen", die Situation sei aber unproblematisch.

+++ 9.47: Ein paar Zahlen und Fakten zur Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst: In Niedersachsen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi knapp 234 000 Beschäftigte bei den Gemeinden, in Krankenhäusern, Sparkassen, der Bundeswehr oder anderen Bundeseinrichtungen von den Tarifverhandlungen betroffen. Das entspricht knapp einem Zehntel der bundesweiten Beschäftigtenzahl. 50 bis 60 Prozent von ihnen verdienen nach Verdi-Schätzungen ein monatliches Bruttogehalt von 2300 bis 2650 Euro. Die Gewerkschaft beobachtet nach eigenen Angaben mit Sorge eine Zunahme der Teilzeit-Beschäftigung – etwa im Kita-Bereich. Am Donnerstag sollen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes fortgesetzt werden. Verdi und die Kommunalgewerkschaft komba fordern eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro und einen weiteren Lohnzuwachs von 3,5 Prozent.

+++ 9.44: Was sagen Sie zum Warnstreik im öffentlichen Dienst? Machen Sie mit bei unserer Umfrage.

+++ 9.39: Vor dem Neuen Rathaus sammeln sich die ver.di-Mitgliedern. mehrere Hundert dürften es bereits sein. Um zehn Uhr soll sich dort der Demonstrationszug in Bewegung setzen, zu dem mehrere Tausend Menschen erwartet werden. Die Abschlusskundgebung ist ab etwa elf Uhr vor dem Hauptbahnhof.

+++ 9.31: Streik macht fröhlich. Findet zumindest Ivonne Knabner. Die Mitarbeiterin in der Filiale von "Buck's Backparadies" an der Haltestelle Leinaustraße in Linden-Nord trifft heute nur auf ausgelassene und gut gelaunte Kunden. "Es ist niemand im Stress heute", sagt die Verkäuferin. Üblicherweise staut es sich stets zwischen 7 und 9 Uhr an der Theke mit den Backwaren - auf dem Weg zur Arbeit nehmen die Kunden noch schnell ein Brötchen mit in die Linie 10. Doch die fährt heute nicht, die Kunden haben sich anders organisiert. "Es ist eine fröhliche Gemeinschaftsstimmung. Fast wie bei einer Fußballweltmeisterschaft - alle lächeln sich an", sagt Knabner. An der Haltestelle Leinaustraße stehen trotz Streik an diesem Mittwochmorgen einige Fahrgäste: Die RegioBus-Linie 700 bringt sie in die Innenstadt. Mit Brötchen für den Weg.

+++ 9.24: Tipp für alle Pendler, die nicht ganz in die City reinfahren wollen: Auf dem Schützenplatz kann man kostenlos sein Fahrzeug parken. Wie das Foto zeigt, haben viele Autofahrer das bereits gemacht und gehen die restlichen Meter zu Fuß in die Innenstadt.

+++ 9.18: Bei ver.di kann man sich auch der Unterstützung ganz junger Hannoveraner sicher sein: Im Üstra-Depot streikt Mia Heinrich (1 Jahr alt) mit. Sie ist die Tochter von Maren Heinrich, der Assistentin des Üstra-Betriebsrats.

+++ 9.15: Die Vahrenwalder Straße ist stadteinwärts in Höhe Melanchthonstraße dicht. Hier geht es nur zentimeterweise weiter. Stadtauswärts haben Autofahrer dagegen freie Bahn.

+++ 9.05: Des einen Leid, des anderen Freud: Vor dem Hauptbahnhofbahnhof in Hannover bilden sich lange Schlangen am Taxistand. Mal eben ein Taxi herbei winken, das wird heute wohl nichts.

+++ 8.55: Nach wie vor gibt es auf den Straßen in und rund um Hannover Verkehrsbehinderungen: Eine Übersicht:

Auf der Autobahn 37 von Burgdorf in Richtung Messe gibt es derzeit 3 km stockenden Verkehr zwischen Kreuz Hannover-Buchholz und dem Pferdeturm. Stockender Verkehr auch im Stadtgebiet Hannover auf der Bundesstraße 65 zwischen dem Tönniesbergkreisel und der Hildesheimer Straße. Die Hildesheimer Straße ist derzeit überlastet. Vor allem auf Höhe des Südschnellwegs kommen die Autofahrer nur langsam voran, auch auf den Nebenstraßen.

Von der Kirchröder Straße bis zur Marienstraße gibt er derzeit ebenfalls 1 km Stau. Pendler aus Richtung Braunschweig müssen sich auf Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn 2 Richtung Hannover einstellen. Dort gibt es 4 km Stau zwischen Hämelerwald und Lehrte wegen einer Baustelle. Dort ist die Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt.

Viel Verkehr auf der Abelmannstraße in Döhren.

+++ 8.47: Der Streik betrifft auch das Klinkum Region Hannover. Unter anderem beim Klinikum Agnes Karll in Laatzen zeigt ver.di Flagge. Eine zwischen der Gewerkschaft und der Geschäftsführung des Klinikums abgeschlossene Notdienstvereinbarung stellt jedoch sicher, dass alle Notfälle sowie nicht aufschiebbaren Operationen und Behandlungen durchgeführt werden.

Streik in den kommunalen Krankenhäusern: Unter anderem das Klinkum Agnes Karll in Laatzen ist betroffen. Quelle: Harbart

+++ 8.44: Die etwa 250 Streikenden der Üstra ziehen jetzt gemeinsam in die Innenstadt zur zentralen Kundgebung.

+++ 8.40: Die Veranstaltung von ver.di geht weiter: Üstra-Betriebsrat Uwe Köhler fordert eine Bewegung der Arbeitgeber bei der Erhöhung des Sockelbetrags der Gehälter. "Alle Fahrer, die erst nach 2001 eingestellt wurden, werden nach einem neuen Tarif bezahlt. Bund und Kommunen müssen darauf achten, dass die Schere zwischen deren Gehältern und jenen der schon länger beschäftigten nicht noch weiter auseinandergeht." 

Dass die Arbeitgeber aber in den kommenden Tagen ein Angebot machen, bezweifelt Köhler. Weitere Verhandlungen finden morgen und übermorgen in Potsdam statt. Dann wird am 31. März und 1. April in dritter und letzter Runde verhandelt. "Sollte dabei kein vernünftiges Angebot gemacht werden, kommt ein Schlichter zum Einsatz, oder wir gehen in den Erzwingungsstreik", so Köhler. 1992 ging so ein Streik schon einmal elf Tage."das ist aber durchaus noch ausbaubar", sagt Köhler.

+++ 8.26: Viele Schüler müssen heute mit dem Auto gebracht werden. "Ich fahre sonst Bus und Bahn", berichtet Lara Ernesti, 16, aus Seelze. Sie geht auf die Ludwig-Windhorst-Schule. "Heute mussten wir alle wegen des Streikes früher raus. Dass die üstra streikt, ist für die Stadt nicht ganz leicht." Auch Isabell Laubinger aus Vinnhorst wurde zur Schule gebracht. "Der Freund meiner Mutter ist extra früh raus und hat mich gefahren."

Lara Ernesti wurde mit dem Auto zur Schule gebracht - wie viele andere Schüler auch.

+++ 8.20: Ver.di macht den Streikenden bei einer Veranstaltung im Üstra-Depot Mut: "Heute merken die Bürger, wer die Helden des Alltags sind: Ihr!", sagt Mira Ball von der Gewerkschaft zu den versammelten Stadtbahnfahrern.

+++ 8.15: Auch Kitas in nicht-städtischer Trägerschaft sind zum Teil von dem Streik betroffen, zum Beispiel die Kita Weltkinder im Kleefelder Stadtfelddamm. Für den lange geplanten Ausflug im Rahmen einer Projektwoche, der mit dem öffentlichen Nahverkehr vonstatten gehen sollte, mussten wegen des Arbeitskampfs Busse gechartert werden - eine Maßnahme, die für die Eltern mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

+++ 8.13: Dafür hat sich der Verkehr auf dem Messeschnellweg in Richtung Norden normalisiert.

+++ 8.09: Die Staus werden immer mehr: Auf der Bemeroder Straße auf Höhe Bünteweg geht stadteinwärts aktuell gar nichts. Auch in die andere Richtung kommen die Autofahrer nur langsam voran.

+++ 7.59: Ganz viele Hannoveraner zeigen sich ökologisch und sportlich und steigen auf das Fahrrad um. Hohe Nachfrage herrscht etwa an der Radstation am Hauptbahnhof, die heute schon um 6 Uhr geöffnet hat. Schon am Dienstag hätten sehr viele Kunden ihre Räder vorreserviert, berichtet Mitarbeiter Tarik Akcay.

Die Gewerkschaft ver.di hatte am 19. März zu einem Warnstreik in Hannover aufgerufen. Betroffen waren die Kommunen, also Stadtbahnen und Busse der Üstra, städtische Kitas, Müllabfuhr, aha-Betriebshöfe sowie städtische Ämter und Einrichtungen wie Schwimmbäder.

+++ 7.56: Auch die Sallstraße in der Südstadt ist in Richtung Innenstadt völlig überfüllt. Wer mit dem Auto fahren muss, sollte also ruhig etwas mehr Zeit einplanen.

+++ 7.50: Dass auf den Straßen einiges los ist, bestätigen inzwischen auch die Taxifahrer. "Man merkt schon, dass Streik ist", sagt Pedro Emilio, der am Hauptbahnhof nicht lange auf Fahrgäste warten musste.

"Die Straßen sind voller heute": Pedro Emilio. Quelle: Kießler

+++ 7.45: Andere Autofahrer sind gerade auf dem Weg in Richtung Südschnellweg, kommen aber auch nur schwer voran. Die B65/Bückeburger Allee ist zwischen Tönniesbergkreisel und Hildesheimer Straße überlastet.

+++ 7.40: Langsam macht es auf den Straßen wohl nicht mehr so viel Spaß: Nicht nur der Messeschnellweg und der Westschnellweg sind voll, auch der Südschnellweg ist inzwischen überlastet. Zwischen Seelhorster Kreuz und Hildesheimer Straße stauen sich die Autos auf zwei Kilometern, meldet die Verkehrsmanagementzentrale.

+++ 7.37: Am Taxistand vor dem Hauptbahnhof ist der Ton inzwischen etwa rauer. Viele Hannoveraner bringen Freunde und Verwandte mit dem Auto zum Bahnhof und parken dort für eine kurze Zeit, was wiederum die Taxifahrer auf die Palme bringt. Wir empfehlen: Nur die Ruhe bewahren, auch dieser Streiktag geht vorbei.

+++ 7.33: Anders als die Stadtbahnen fahren die S-Bahnen in Hannover. Der Andrang ist beachtlich am Hauptbahnhof.

Quelle: Kießler

+++ 7.25: Weniger Nachsicht haben dagegen die beiden Berufsschülerinnen Julia (16) und Melissa (17): "Wir nehmen sonst auch die Üstra", sagen sie. "Heute müssen wir zu Fuß vom Hauptbahnhof zum Waterlooplatz gehen, das nervt wirklich."

+++ 7.23: Viele Hannoveraner nehmen heute das Fahrrad. Andere gehen einfach zu Fuß, so wie Birgit Gutmann-Oks, die vom Hauptbahnhof zum Leibnizufer muss und normalerweise auch mit der Stadtbahn fährt. Sie äußert Verständnis für die Streikenden: "Irgendwie muss man seine Forderungen durchsetzen."

+++ 7.20: Bei den Bussen von Regiobus liegt der Andrang bisher offenbar im normalen Rahmen. Busse der Linien 300 und 700 waren nicht überfüllt.

+++ 7.17: Nicht nur auf dem Messeschnellweg stauen sich die Autos, jetzt ist auch die B6/Westschnellweg überlastet. Zwischen der Ampelkreuzung Berenbostel und Hannover Am Leineufer stehen die Autos wegen zu hoher Verkehrsbelastung.

+++ 7.12: Einschränkungen gibt es heute übrigens nicht nur in Hannover. Auch in Göttingen wird gestreikt: Der Busverkehr ist stark eingeschränkt, auch in städtischen Kitas soll die Arbeit niedergelegt werden. Der Warnstreik soll dort zudem städtische Ämter betreffen.

+++ 7.07: Auf den Straßen wird es voller: Auf dem Messeschnellweg ist bereits Stau – zwischen Seelhorster Kreuz und Pferdeturm kommen die Autofahrer in Richtung Norden nur langsam voran, meldet die Verkehrsmanagementzentrale.

+++ 7.02: Der Warnstreik soll die Forderungen der Gewerkschaften ver.di und komba unterstreichen: Sie fordern eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro und einen weiteren Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Hannover liegt heute im Zentrum der Streiks  – nicht nur bei den Bahnen und Bussen: Etliche städtische Dienststellen bleiben geschlossen. Von der Schließung der 39 städtischen Kindertagesstätten sind rund 3500 Kinder betroffen - einen Notdienst gibt es nicht. "Generell ist bei vielen städtischen Dienststellen mit Beeinträchtigungen zu rechnen", hatte ein Sprecher der Stadt am Dienstag bekannt gegeben.

+++ 6.50: So kommt man gut durch diesen Mittwoch:


+++ 6.48: Leere Busshaltestelle, zum Teil volle Bürgersteige in der List: Trotz rechtzeitiger Ankündigung des Streiks haben viele Menschen ihre Papier- und Plastikmüllsäcke vor die Tür gestellt. Der Wind trägt einige der gelben Bündel durch die Straßen.

+++ 6.45: Die Streikenden meinen es ernst: An der Glocksee brennt nicht nur eine Mülltonne, auch Absperrbänder und kleine Barrikaden wurden aufgestellt. "Ich denke wir machen heute mal richtig Dampf, damit die Verantwortlichen merken, dass wir es ernst meinen", sagt Siegfried Seidel aus Badenstedt. "Es kann nicht sein, dass sich die große Koalition in Berlin zehn Prozent Diätenerhöhung gönnt und uns gesagt wird, wir sollten Maß halten. Es gibt Kollegen, die arbeiten in Vollzeit und bekommen dennoch Hartz IV, weil ihnen das Geld nicht zum Leben reicht."

+++ 6.42: Auf den Straßen ist bisher noch kein Verkehrschaos in Sicht. Die Polizei teilt mit: Alles ist ruhig.

+++ 6.38: Wer bisher nichts vom Streik wusste, wird spätestens an den Stadtbahnhaltestellen informiert: Dort hat die Üstra Hinweise aufgehängt. Der Streik der Stadtbahn- und Busfahrer dauert den ganzen Tag bis Betriebsende. Die Info-Nummer bei der Üstra lautet: (0511) 16680.

+++ 6.32: Trotz des leichten Regens sind die Mitarbeiter der Üstra guter Dinge: An der Glocksee haben Sie den Slogan ausgegeben: "Komm dazu, streik' auch Du!" Etwa 25 Bahnen stehen ebenfalls dort – und machen Pause.

Quelle: Körner

+++ 6.28: Nicht betroffen vom Streik sind die Regiobusse. Allerdings ist dort mit hohem Andrang zu rechnen.

+++ 6.21: Das Frühstück bei den Stadtbahnfahrern fällt deftig aus: Sven Kisser hat bereits um 6 Uhr die ersten Würste gegrillt.

Im Depot Glocksee gibt es Bratwurst zum Frühstück. Quelle: Kießler

+++ 6.15: Die Mitarbeiter der Üstra haben sich auf einen langen Tag eingestellt. Statt die Hannoveraner mit der Bahn zur Arbeit zu fahren, haben sie sich im Depot Glocksee versammelt. Derzeit sind etwa 30 Mitarbeiter vor Ort.

+++ 6.08: Viele Arbeitnehmer werden heute wohl auf das Auto zurückgreifen. Die Verkehrsmanagementzentrale rechnet deshalb mit deutlich mehr Verkehr vor allem auf den Schnellstraßen. Bisher ist jedoch alles ruhig. Auch unsere Taxifahrerin gerade war noch ganz entspannt. Allerdings rechnen die Taxizentralen damit, dass sie heute sehr viel Arbeit haben werden.

+++ 6.00: Guten Morgen, Hannover! Die Gewerkschaft ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen. Das öffentliche Leben dürfte zum Teil lahm gelegt werden. Die Üstra lässt alle Busse und Bahnen im Depot, städtische Kindertagesstätten sind geschlossen. In unserem Live-Ticker halten wir Sie den ganzen Mittwoch über auf dem Laufenden.

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Wo wird genau gestreikt? Wer ist betroffen? Welche Kitas haben geschlossen? Hier gibt es alles, was Sie zum Streik in Hannover wissen müssen.

HAZ-Mitfahrzentrale

Wer am Mittwoch Mitfahrer oder eine Mitfahrgelegenheit sucht, kann sich auf der Facebook-Seite „HAZ-Mitfahrzentrale“ vernetzen. Wie das funktioniert? Einfach eine Nachricht oder einen Kommentar auf der Facebook-Seite der HAZ hinterlassen, in dem steht, wie viele Plätze Sie in Ihrem Auto frei haben, wann und von wo Sie losfahren und welche Orte sie ansteuern beziehungsweise umgekehrt: Wohin Sie mitgenommen werden wollen. Hier geht's zu Mitfahrzentrale. Viel Glück!

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