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Aus der Stadt Das war der Wahltag in Hannover
Hannover Aus der Stadt Das war der Wahltag in Hannover
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18:29 26.05.2014

22:04 Uhr: Wir schließen unseren Liveticker und wünschen Ihnen eine angenehme Nachtruhe. Alle Ereignisse des Tages können Sie hier noch einmal nachvollziehen.

21:47 Uhr: Damit sind für die Region Hannover die wichtigsten Entscheidungen bereits gefallen: Jagau und Brockmann dürfen weiter hoffen und bangen, und auch in vier Umlandskommunen müssen die Bürger noch einmal an die Urne. Mit Spannung erwartet wird nun noch das Ergebnis der Europawahl in Hannover. Bislang wurden fast 400.000 gültige Stimmen ausgezählt, nun müssen nur noch acht weitere Wahlbezirke ausgewertet werden.  

21:24 Uhr: Jetzt steht es fest: Regionspräsident Hauke Jagau und Herausforderer Axel Brockmann treten am 15. Juni in der Stichwahl gegeneinander an. Nach Auszählung aller Stimmzettel in der Region Hannover erreichte keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen.

21:18 Uhr:  Eine Sensation und vier Stichwahlen, so lautet die bisherige Bilanz der Bürgermeisterwahlen in der Region Hannover.

21:21 Uhr: Langenhagen. Stichwahl für den Bürgermeister in Langenhagen. Fischer (SPD) liegt nur knapp vor Heuer (CDU).

21.07 Uhr: Hemmingen. Claus-Dieter Schacht-Gaida, Bürgermeister von Hemmingen, hat die Wahl mit 67,6 Prozent deutlich gewonnen und kann im Amt bleiben.

20:59 Uhr: Die Garbsener müssen am 15. Juni nochmals wählen: Christian Grahl (CDU) hat zwar für eine faustdicke Überraschung gesorgt und mit 47,3 Prozent deutlich vor Amtsinhaber Alexander Heuer (SPD) gelegen, doch für eine Direktwahl hat es nicht ganz gereicht.

20:57 Uhr: Wedemark. Wedemarks Wirtschaftsförderer Carsten Niemann (CDU) hat bei der Bürgermeisterwahl in Ahlden (Heidekreis) den Sprung auf den Bürgermeistersessel nur knapp verpasst. Er unterlag mit 49 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Heinz-Günter Klöpper (SPD). Mellendorfs Polizeichef Knut Hallmann (SPD) erreichte bei der Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde Steimbke (Landkreis Nienburg) die Stichwahl. Hinter dem parteilosen Amtsinhaber Hans-Jürgen Hoffmann (38,20 Prozent) holte Hallmann 32.17 Prozent. CDU-Kandidat Birger Lerch erhielt 29,16 Prozent der Stimmen.

20:56 Uhr: Langenhagen. Knapp vier Prozent beträgt der Vorsprung von Bürgermeister Friedhelm Fischer auf seinen CDU-Herausforderer Mirko Heuer. "Ich hatte mit einer Stichwahl zwischen uns beiden gerechnet", sagt Heuer - und eigentlich mit einem noch knapperen Ergebnis. Für den Endspurt bis zur Stichwahl setzt er weiterhin auf Hausbesuche: "Kein Flyer und keine Anzeige kann das persönliche Gespräch ersetzen", sagt der Christdemokrat, der mit seiner Frau Astrid und seinen drei Kindern ins Rathaus gekommen war. Den Abend lassen alle im Innenhof ausklingen - mit kühlen Getränken.

20: 54 Uhr: Gehrden. Enttäuschung bei der CDU, strahlende Gesichter bei der SPD und Zufriedenheit bei den Grünen. Bei der Bürgermeisterwahl in Gehrden hätte die Gefühlswelt kaum unterschiedlicher sein können. Der amtierende Bürgermeister und Favorit Hermann Heldermann muss am 15. Juni in eine Stichwahl - "Das ist etwas, was ich mir gerne erspart hätte", sagte er in einem ersten Statement. Er erhielt 43,4 Prozent der Stimmen. Cord Mittendorf, der auf 38 Prozent kommt, dagegen hat sein Ziel erreicht. "Ich wollte eine Stichwahl und die habe ich nun erreicht." Auffallend: Der 47-Jährige Sozialdemokrat hat vor allem in der Kenrstadt gepunktet. Möglicherweise hat sein großer Bekanntsheitsgrad und die Tatsache, dass er in Gehrden geboren und aufgewachsen ist, viele Wähler überzeugt. Darauf hat Mittendorf im Wahlkampf auch gesetzt. Sein Motto "Ein Gehrdener für Gehrden" sei voll aufgegangen. Heldermann selbst lebt in Hemmingen. Warum es für ihn nicht zur absoluten Mehrheit reichte, wollte er gestern Abend noch nicht bilanzieren. "Wichtig ist mir, dass ich im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten habe", gewann er dem Ergebnis auch etwas Positives ab. Gescheitert, aber nicht unzufrieden: Die parteilose Gisela Wicke, die im Wahlkampf von den Grünen unterstützt wurde, kam auf 18,5 Prozent der Stimmen. "Ein Beweis, dass ich Themen angefasst habe, die die Bürger bewegen", sagt sie. Sie wird ihre Ziele aus ihrem Wahlprogramm wie eine Belebung der Innenstadt und die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses auch künftig verfolgen. "Ich werde eine Streetwork-Bürgermeisterin sein", sagte sie.

20:53 Uhr: Langenhagen. Dirk Musfeldt, Grünen-Kandidat für das Langenhagener Bürgermeisteramt, ist mit knapp neun Prozent vom eigenen Abschneiden schwer enttäuscht - hatte selbst mit einem zweistelligen Ergebnis gerechnet. Er liegt sogar noch hinter seinem Ergebnis der letzten Bürgermeisterwahlen in Langenhagen. Musfeldt gibt sich aber selbstkritisch und räumt ein, wohl zu nüchtern und sachlich in den Wahlkampf gegangen zu sein. Er habe sich nicht von den anderen Kandidaten abheben und so punkten können. Ob seine Partei für die Stichwahl nun eine Empfehlung aussprechen werde, stehe indes noch nicht fest. "Das müssen wir innerhalb der Partei jetzt besprechen", sagte er am Sonntagabend. Im Vorfeld sei das kein Thema gewesen.

20:42 Uhr: Wunstorf. Zum dritten Mal hat Rolf-Axel Eberhardt in Wunstorf das Rennen gemacht. Er hatte keinen Gegenkandidaten und kommt nach Auszählung aller Stimmen auf 78,1 %-Ja-Stimmen.

20:36 Uhr: Spannender Wahlabend in Pattensen: Die Nachfolge von Günther Griebe bleibt vorerst ungeklärt. SPD-Politikerin Ramona Schumann muss mit Axel Müller (CDU) in die Stichwahl.

20:28 Uhr: Gehrden. In Gehrden müssen Heldermann, Hermann (CDU, 43,4 %) und Mittendorf, Cord (SPD, 38 %) in die Stichwahl).

20:21 Uhr: Wennigsen. Christoph Meineke feiert einen Erdrutschsieg: Der Bürgermeister gewann die Wahl mit 89,6 Prozent vor CDU-Politiker Martin Sondermann. Meineke lag mit dem vorläufigen Endergebnis von 89,6 Prozent nach Auszählung aller Stimmen deutlich vor CDU-Kandidat Martin Sondermann, der 10,4 Prozent der Stimmen holte. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,6 Prozent, insgesamt wurden 7351 gültige Stimmen abgegeben.

20:08 Uhr: Laatzen. Sensation: Jürgen Köhne (CDU) gewinnt nach dem vorläufigen Endergebnis nach Auszählung aller Stimmen mit 50,6 Prozent Bürgermeisterwahl. Thomas Prinz (SPD) kommt danach auf 34,5 Prozent.

20:02 Uhr: Isernhagen. Arpad Bogya ist von den Isernhagenern mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt worden. Er kam nach Auszählung aller Stimmen auf 55,3 Prozent der Stimmen und ist damit direkt gewählt. Der CDU-Politiker lag deutlich vor dem FDP-Kandidaten Christian Possienke, der 23,4 Prozent erhielt, und Stefan Baufeld (Grüne) mit 21,2 Prozent der Stimmen.

19:55 Uhr: Laatzen. Bahnt sich in Laatzen eine dicke Überraschung an? Jürgen Köhne hat derzeit die absolute Mehrheit mit 50,3 Prozent. Es sind nur noch zwei Wahlbezirke auszuzählen. Bürgermeister Thomas Prinz (SPD) liegt klar zurück (34,7 Prozent).

19:48 Uhr: Langenhagen. Die erste Reaktion der Kandidaten: Jens Mommsen will "die Ruhe bewahren", Mirko Heuer will zur Stichwahl "nochmal richtig Gas geben". Sollte sich dieses Erhebnis bestätigen, steht eines fest: In der Stichwahl wird das neue Schwimmbad keine Rolle mehr spielen. Heuer will den Ratsbeschluss pro Neubau in keinem Fall in Frage stellen. 

19.46 Uhr: Pattensen: Bekommt sie die absolute Mehrheit? Nur noch ein Wahlbezirk bei der Bürgermeisterwahl in Pattensen fehlt. Ramona Schumann (SPD) führt mit 50,0 Prozent, gefolgt von Axel Müller (CDU) mit 35,7 Prozent.

19:44 Uhr: Gehrden. Auch in Gehrden läuft es auf eine Stichwahl hinaus: Nach 14 von 20 Wahlbezirken führt Bürgermeister Hermann Heldermann (CDU) mit 44,1 Prozent vor Cord Mittendorf (SPD) mit 36,9 Prozent und Einzelbewerberin Gisela Wicke mit 19,1 Prozent.

19:43 Uhr: Langenhagen. Als erster der fünf Bürgermeisterkandidaten trifft der unabhängige Jens Mommsen mit Sohn und Lebensgefährtin im Rathaus ein. Kurz darauf radelt der Christdemokrat Mirko Heuer samt Familie über den Rathausinnenhof. Die Stimmung ist ernst bis aufgeräumt. Die Spannung ist spürbar. Auch bei dem Dutzend Bürger, die im Ratssaal die ersten Ergebnisse verfolgen. Nur wenige Minuten später laufen die ersten Meldungen über den Bildschirm: Amtsinhaber Friedhelm Fischer liegt deutlich vor Heuer. Mommsen noch einmal acht Prozentpunkte dahinter an dritter Stelle. Doch: Noch fehlen 34 Wahllokale. 

19:41 Uhr: Für die Regionspräsidentenwahl scheint in drei Wochen eine Stichwahl notwendig: Zwar liegt Amtsinhaber Hauke Jagau (SPD) mit 47,4 Prozent der Stimmen nach 918 von 1090 Wahlbezirken klar vor Herausforderer Axel Brockmann (CDU) mit 38,3 Prozent, aber für die absolute Mehrheit reicht es (noch) nicht. Termin für die Stichwahl wäre der 15. Juni.

19:38 Uhr: Hemmingen. Bei der Hemminger Wahlparty von CDU, Bündnisgrünen und DUH in den Tennisstuben sind etwa 40 Teilnehmer, darunter Bürgermeisterkandidat Jürgen Grambeck. Er kritisiert, dass der Wahlkampf teilweise unter die Gürtellinie ging. So seien ihm Mängel bei der Bad-Führung vorgeworfen worden. Grambeck ist Geschäftsführer der gemeinnützigen Bäder GmbH.

19:26 Uhr: Für die Europawahl sind rund 90 Prozent der Wahlbezirke in der Region Hannover ausgezählt: Die SPD (34,5 %) liegt demnach rund einen Prozent vor der CDU (33,1 %). Bei der Wahl zum Regionspräsidenten liegt Hauke Jagau (47,1 %) klar vor Axel Brockmann (38,8 %), doch noch immer zeichnet sich eine Stcihwahl zwischen den beiden Bestplazierten ab.

19:21 Uhr: In Pattensen liegt bei der Bürgermeisterwahl die SPD-Kandidatin Ramona Schumann mit 52,8 Prozent klar auf der Siegerstraße. Nach 8 von 17 Wahlbezirken liegt CDU-Bewerber Axel Müller mit 34,6 Prozent deutlich dahinter.

19:18 Uhr: Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya kann den Sekt schon mal kalt stellen: Er liegt nach der Auszählung der Hälfte der Wahlbezirke mit 52,7 Prozent sehr deutlich vor den beiden anderen Bewerbern Stefan Baufeld (Grüne) mit 23,3 Prozent und Christian Possienke (FDP) mit 24 Prozent.

19:16 Uhr: Bei der Bürgermeisterwahl in Laatzen zeichnet sich eine Überraschung ab: CDU-Kandidat Jürgen Köhne liegt nach Auszählung von 19 der 40 Wahlbezirke mit 46,3 Prozent klar vor Bürgermeister Thomas Prinz (SPD) mit 37,5 Prozent.

19:13 Uhr: In der Region scheinen sich bei den Bürgermeisterwahlen erste Trends herauszubilden: In Garbsen liegt nach Auszählung von knapp der Hälfte der Wahlbezirke Christian Grahl (CDU) mit 47,3 Prozent deutlich vor Bürgermeister Alexander Heuer (SPD) mit 36,1 Prozent.

19:09 Uhr: Auch bei der Wahl des Regionspräsidenten Hannover ist rund die Hälfte (455) der Wahlbezirke (1.090) ausgezählt: Amtsinhaber Hauke Jagau (SPD) liegt demnach mit 46,6 Prozent vorn, sein Hauptkonkurrent Axel Brockmann, der für die CDU antritt, kommt auf 39, 4 Prozent. Sollte es bei diesem Stimmenverteiliung bleiben, müssen die Wähler in der Region noch einmal an die Urnen und ihre Stimme in einer Stichwahl abgegben. Denn erst bei Erreichen der absoluten Mehrheit von 50 Prozent steht der neue Regionspräsident fest. 

Die Christdemokraten feiern ihr Wahlergebnis am Abend auf der Wahlparty in Hannover.

19:04 Uhr: Im Stadtgebiet Hannover führen die Sozialdemokraten bei der Europawahl sogar etwas deutlicher: Nach der Auszählung rund der Hälfte aller Wahlbezirke (225 von 462) führt die SPD mit 33,7 Prozent vor der CDU mit 28,2 Prozent. Drittstärkste Kraft sind die Grünen mit 17,1 Prozent. Die eurokritische Partei AfD kommt auf 5,6 Prozent, was in etwa dem gesamtdeutschen Trend entspricht.

19:01 Uhr: Nach der Auszählung rund der Hälfte aller Wahlbezirke in der Region Hannover (646 von 1.077) liegen CDU und SPD bei der Europawahl fast gleichauf: die Union liegt demnach bei 33,9 Prozent, die Sozialdemokraten knapp davor mit 34,6 Prozent.

19:00 Uhr: Die Union hat das Amt des EU-Kommissionspräsidenten für ihren Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker beansprucht. Ihr deutscher Spitzenkandidat David McAllister (CDU) sagte am Sonntag in der ARD, die Union habe „einen Baustein dafür gesetzt, dass die Europäische Volkspartei wieder stärkste Fraktion in Straßburg wird und Jean-Claude Juncker Präsident der Europäischen Kommission werden kann“.

18:54 Uhr: Auch die ersten Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen sind auf dem Server der Region zu sehen: In Garbsen sind drei von 55 Wahlbezirken ausgezählt, in Isernhagen ebenfalls. Deutlich weiter ist Laatzen, wo bereits die Ergebnisse von neun Wahlbezirken feststehen.

18:52 Uhr: Die Stimmen für die Europawahl sind in der Region fast zur Hälfte ausgezählt. Dabei liegen CDU und SPD fast gleichauf - die Christdemokraten sind knapp vorn. Im Bundestrend scheinen die weiteren Ergebnisse zu liegen: die Grünen können ein zweistelliges Ergebnis erreichen, die FDP ist schwach wie im Bundestrend. Die AfD liegt derzeit bei 5,6 Prozent.

18.48 Uhr: Erste Bilder von der SPD-Wahlparty in der Nordkurve in Hannover. Die Grünen feiern in ihrer Geschäftsstelle am Senior-Blumenberg-Gang 1, die CDU in der Landesgeschäftsstelle, Hindenburgstraße 30. Wahlparty FDP läuft im Aresto, Klostergang. Die Wahlparty der AFD steigt in der Ständigen Vertretung am Aegi. Die Linke verbringt den Wahlabend in der Cafebar Zeitlos, Königsworther Straße 32.

Die Sozialdemokraten feiern am Abend der Europa- und Regionspräsidentenwahl in der Nordkurve ihre Wahlergebnisse.

 

18: 47 Uhr: Die Grünen sehen sich nach der Europawahl auf dem richtigen Weg. „Wir haben uns nach der Bundestagswahl wirklich deutlich rausgestrampelt“, sagte Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Sonntag in der ARD. An die Adresse der Union sagte sie: „Das fremdenfeindliche Gerede von CDU und CSU hat der AfD und den Rechtspopulisten in Deutschland geholfen.“

18:45 Uhr: FDP-Parteichef Christian Lindner will mit den Liberalen weiter "beharrlich und leidenschaftlich" für den Wiederaufstieg der Partei arbeiten. Nach dem enttäuschenden Abschneiden der FDP bei der Europawahl sagte er am Sonntag in Berlin: "Wir haben uns nach der Bundestagswahl nie Illusionen hingegeben, man könnte verlorenes Vertrauen binnen weniger Monate nach der Bundestagswahl zurückerarbeiten." Die Liberalen haben nach ersten Hochrechnungen rund drei Prozent der Wählerstimmen erreicht.

18:38 Uhr: Auch die ersten Stimmen zur Wahl des Regionspräsidenten sind ausgezählt.

18.24 Uhr: Gehrden. Große Zuversicht bei der unabhängigen Bürgermeisterkandidatin Gisela Wicke. "Ich bin voller Erwartung und habe ein gutes Gefühl", sagt sie. Der Sekt sei schon kalt gestellt, sagt sie. "Und er wird auch geöffnet, egal wie das Ergebnis ist", sagt Wicke. Die Zeit bis zur Auszählung - etwa gegen 20.30 Uhr wird in Gehrden mit dem Ergebnis gerechnet - verbingt sie im Erlebnisgarten des Naturschutzbundes. Die Ziegen erwarten Nachwuchs.

18:33 Uhr: Pattensen. Egal, wie die Bürgermeisterwahl in Pattensen ausgehen wird: Es wird danach einen Verwaltungschef mit einem Parteibuch geben. Günther Griebe war 2011 nach mehr als 35 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten. Es gibt  künftig  auch keine Patt-Situation mehr im Rat. Sollte Axel Müller (CDU)  heute Abend die Bürgermeisterwahl in Pattensen gewinnen, muss sich die Stadt einen neuen Ersten Stadtrat suchen. Dieser Posten wäre dann vakant.

18:31 Uhr: Uetze: Das erste Ergebnis zur Europawahl in der Gemeinde Uetze hat das Wahllokal im Ortsteil Schwüblingsen um 18.21 Uhr gemeldet. Danach kommt die CDU dort auf 36,3 Prozent, die SPD auf 35,9 Prozent, die Grünen auf 15,3 Prozent, die FDP auf 3,2 Prozent und Die Linke auf 2,4 Prozent.

18:31 Uhr: Hemmingen. Holt Hemmingen wieder den Regionsrekord bei der Wahlbeteiligung? „Wir hoffen, dass wir das Bundestagswahlergebnis 2013 toppen können“, sagt Stadtsprecherin Alexandra Jaeger. Hemmingen verzeichnete damals 81,7 Prozent. Der Trend sieht  bislang  gut aus: Es gab jetzt etwa 1960 Briefwähler. Bei der Bürgermeister- und Ratswahl 2006 waren es 1651 Briefwähler.

18.30 Uhr: Hemmingen. Auf Hemmingen blicken die Landesverbände von CDU und Grünen mit besonderem Interesse: Die beiden Parteien haben zusammen mit der DUH (Die Unabhängigen Hemminger) einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Es ist Jürgen Grambeck, Ratsfraktionsvorsitzender der Grünen. Er tritt aber als unabhängiger Einzelbewerber an.  Doch sie müssen sich gedulden: Die Stimmen zur Bürgermeisterwahl werden zuletzt ausgezählt. 

18:23 Uhr: Die Zahlen trudeln ein. 16 von 1.077 Wahlbezirken sind ausgezählt. 

18:20 Uhr: Die frühen Prognosen zur Europawahl im Überblick:

18:19 Uhr: Hemmingen/Pattensen. Wahlkampf bis zur letzten Minute: Auf sozialen Netzwerken wie Facebook lassen die Bewerber nichts unversucht. Jürgen Grambeck, unabhängiger Einzelbewerber in Hemmingen, hat am späten Nachmittag noch auf seinen YouTube-Clip hingewiesen. Jens Ernst (Bündnis für Bürger), der Bürgermeister in Pattensen werden will, ermunterte noch vor einer Stunde wählen zu gehen.

18:15 Uhr: Verfolgen Sie den Stand der Auszählungen zur allen Wahlen in unserer interaktiven Grafik.

18:13 Uhr: Langenhagen. Bis 19.30 Uhr, schätzt Horst Rehwinkel, dauert die Auszählung der Stimmen zu den drei Wahlen heute Abend. Der 77-Jährige verlässt sich dabei auf seine Erfahrung aus den vergangenen drei Jahrzehnten: „So lange bin ich schon als Wahlhelfer dabei“, sagt der Kaltenweider, der im Niet Hus die Wähler begrüßt. Auch wenn er nicht genau weiß, wie oft er als Wahlhelfer gearbeitet hat – an eine Wahl erinnert sich der heute älteste Wahlhelfer Langenhagens noch sehr gut: „Bei der ersten Europawahl hatten die Wahllokale bis 21 Uhr geöffnet, da gab es erst weit nach Mitternacht die letzten Ergebnisse.“

18:08 Uhr: Die Union hat die Europawahl trotz Verlusten gewonnen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF um 18.00 Uhr vom Sonntag kommt sie auf 36 Prozent. Die SPD legt auf 27,5 Prozent zu. Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) schafft mit 6,5 Prozent den Einzug ins Europaparlament.

18:03 Uhr: Die ARD-Hochrechnung zur Europawahl in Deutschland: CDU 36 Prozent, SPD 27,5 Pozent, Grüne 11, FDP3, Linke 8, AfD 6 Prozent.

18:00 Uhr: Die Wahllokale haben geschlossen. Jetzt ist Geduld gefragt. Die Wahlhelfern zählen zuerst die Europawahl, dann die Regionspräsidentenwahl und zum Schluss die Bürgermeisterwahlen aus.

17:54 Uhr: Bei der Europawahl in Österreich hat die rechtspopulistische FPÖ nach ersten Hochrechnungen gut 20 Prozent aller Stimmen erlangt. Das ist ein deutliches Plus im Vergleich zu 2009, als die über lange Zeit vom verstorbenen Jörg Haider geprägte Partei 12,7 Prozent erreicht hatte. Die FPÖ dürfte damit vier der insgesamt 18 aus Österreich nominierten Abgeordneten stellen.

17:51 Uhr: Bei uns quollen die Wahlurnen zeitweise über, in Berlin gingen kurzfristig die Stimmzettel aus. Die Landeswahlleitung bestätigt den Engpass in Kreuzberg. "Zwischen 14.45 und 15.15 Uhr gab es kurzzeitig keine Wahlzettel für die Europawahl", sagt eine Sprecherin. Die Wahlleitung habe dann einen Kurier losgeschickt, der Nachschub brachte.

17:45 Uhr: Isernhagen. Amtsinhaber Arpad Bogya feierte gestern seinen 61. Geburtstag. Ob die Isernhagener ihrem Bürgermeister ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen und ihm eine dritte Amtszeit gewähren, wird sich heute Abend zeigen. Sollte es hingegen einer seiner Konkurrenten - Christian Possienke (FDP) oder Stefan Baufeld (parteilos) - schaffen, müsste Bogya zum 1. November seinen Schreibtisch in der vierten Etage des Isernhagener Rathauses räumen.

Auch viele deutsche Spitzenpolitiker geben am Sonntag bei der Europawahl ihre Stimme ab.

17:34 Uhr: Gehrden. Als Bürgermeisterkandidat in Laatzen ist Jürgen Köhne (CDU) nur einer von Vieren, doch er ist der einzige, der heute nicht in Laatzen zur Wahl gegangen ist, sondern in seiner neuen Wahlheimat Gehrden: gegen 11 Uhr im Kindgergarten Beethovenring. Aufgeregt sei er heute nicht, zumindest noch nicht, beteuert der Herausforderer von Amtsinhaber Thomas Prinz (SPD) auf Nachfrage. Nocht genießt er die Sonne im Garten, doch wenn die Wahllokale um 18 Uhr schließen, will er die 20-Kilometer-Strecke samt Kommunengrenze hinter sich gelassen haben und im Rethener Erbenholz angekommen sein. Dort feiert die Laatzener CDU heute ihre Wahlparty. Auf welches Ergebnis er hofft? "Das Minimumziel, das ich haben, ist ganz klar in die Stichwahl zu kommen", sagt der CDU-Kandidat. Aus seiner Sicht würden es so "um die 40 Prozent sein, die man braucht". Außer Köhne und Prinz, der auf seine Wiederwahl hofft, treten in Laatzen noch der langjährige Ratspolitiker Gerd Apportin (Grüne) und Peter Siemens (Die Linke) an.

17:32 Uhr: Wer hier sein Kreuz macht, hat dabei den Geruch von Schnitzel mit Pommes in der Nase: In der Gaststätte Zur Eiche in Groß-Buchholz wurden heute ein Speisesaal und das Raucherzimmer zum Wahllokal gemacht. "Das ist hier Tradition, das ist schon seit 40 Jahren so", sagt Wirt Dirk Runge. Kurz vor Wahlschluss herscht in dem Restaurant Hochbetrieb. Vor den Wahlkabinen hat sich eine Schlange gebildet, immer wieder müssen sich Kellner mit Tabletts voller Getränke ihren Weg bahnen. "Der ein oder andere bleibt gleich hier und trinkt noch ein Wahl-Bier", sagt Runge. Na dann, Prost!

17:28 Uhr: Wedemark. Bei den Bürgermeisterwahlen in den Samtgemeinden Ahlden (Heidekreis) und Steimbke (Landkreis Nienburg) entscheidet sich, ob zwei Führungskräfte, die in der Wedemark tätig sind, in ihrem Ämtern bleiben oder nicht. Der Wirtschaftsförderer der Gemeinde, Carsten Niemann, der in Burgwedel wohnt, bewirbt sich für die CDU um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters in Ahlden. Der Leiter des Polizeikommissariats in Mellendorf, Knut Hallmann, will für die SPD Samtgemeindebürgermeister in Steimbke werden. Er wohnt in der Nachbargemeinde Rodewald.

17:23 Uhr: Wunstorf. Die Wahlbeteiligung in Wunstorf sieht Mau aus. Es werden wohl keine 50 Prozent werden, vermutet Markus Saars, zweiter stellvertretender Gemeindewahlleiter. Briefwahlunterlagen wurden rund 3200 angefordert. Wie hoch der Rücklauf ist, steht noch nicht fest. Ab 18 Uhr werden zunächst die Europawahlergebnisse ausgezählt, dann die der Regionspräsidentenwahl, dann folgt die Bürgermeisterwahl. Saars hofft, dann die ersten Trends mitteilen zu können.

17:20 Uhr: Der parteilose Bürgermeisterkandidat in Isernhagen, Stefan Baufeld, hat seine Stimmzettel in der Grundschule in seinem Wohnort Altwarmbüchen ausgefüllt. "Dabei habe ich natürlich auch ein paar Hände geschüttelt", berichtet Baufeld. Unter anderem traf er an der Wahlurne den Linken-Ratsherr Heiko Weichert, ein Mitglied seines bunt gemischten Wahlkampfteams. Den Nachmittag will Baufeld in aller Ruhe bei einem Spaziergang durch die Feldmark verbringen. Dabei will er Kraft tanken für den spannenden Wahlabend: Gegen 19 Uhr wird er ins Altwarmbüchener Rathaus gehen, wo sich etliche Politiker treffen, um den Eingang der Wahlergebnisse zu verfolgen. Steht das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fest, will Baufeld mit seinen Unterstützern dann zur Wahlkampfparty ins Restaurant Plaka wechseln.

Der parteilose Bürgermeisterkandidat in Isernhagen, Stefan Baufeld.

17:13 Uhr: Langenhagen. Kurz daneben ist auch vorbei - zumindest beim Klassenzimmer. Denn bei der Stimmabgabe in der Friedrich-Ebert-Schule befand sich der Wahlraum 10 im Klassenzimmer von Mirko Heuers Sohn. Die Familie des CDU-Bürgemeisterkandidaten aber gehört zum Wahlbezirk 11, und deshalb musste sie in diesem Fall in den Nachbarraum gehen. Der guten Laune des Christdemokraten schadete dies aber nicht, der als erster der fünf Langenhagen-Kandidaten antrat. Ob er auch heute Abend die Nase vorn haben wird, entscheidet sich erst, wenn alle Wahlvorstände zunächst die Stimmen zur Europa- und die zur Regionspräsidentenwahl ausgezählt haben. "Die Wahlbeteiligung ist richtig gut", sagte Michael Smykalla in der Friedrich-Ebert-Schule - und auch zwei Stunden vor dem Schließen der Wahllokalen gingen noch viele Langenhagener an die Hindenburgstraße.

 

17:11 Uhr: Pattensen. Im Feuerwehrhaus Pattensen bereiten sich derzeit die Briefwahlvorstände auf ihr Amt vor. Der Kurier ist unterwegs, um dort die letzten Wahlbriefe abzugeben. Briefwähler, die es nicht mehr rechtzeitig zum Postkasten geschafft hatten, konnten ihre Unterlagen noch heute in ihren örtlichen Wahllokalen abgeben.

16:59 Uhr: Wählen bei der Feuerwehr, das geht nur in Misburg. Denn im Gerätehaus der Freiwliegen Feuerwehr ist das Wahllokal für den Bezirk 5007 untergebracht. Für die Anwohner ist das aber nichts Besonderes: "So lange ich wähle, findet das immer hier statt", sagt Wahlhelfer Reinhart Ederhof. Eine Auffälligkeit hat es in dem Wahlbezirk aber doch gegeben: Im Gertsertsweg haben alle Anwohner fälschlich zwei Wahlbenachichtigungskarten bekommen. "Die eine vernichten Sie bitte, die andere bringen Sie wieder mit, falls es zu einer Stichwahl kommt", sagt Wahlhelferin Christina Langos in diesem Fall zu den Wählern. 

16:55 Uhr: Da geht noch was. Um 16.30 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Niedersachsen bei 40,11 Prozent. Das sind jetzt schon ein wenig mehr als die Gesamtwahlbeteiligung bei der Europawahl 2009. Sie lag bei 40,5 %. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2013 wählten 73,4 % aller dazu berechtigten Niedersachsen. Die Wahllokale sind nun noch eine Stunde und fünf Minuten geöffnet.

16:43 Uhr: Garbsen. Der Garbsener CDU-Bürgermeisterkandidat Christian Grahl verbringt den Nachmittag volksnah: Er marschiert beim Schützenfestumzug in Heitlingen mit. Seine Grundstimmung sei optimisisch, sagt er und findet, er habe die Zeit des Wahlkampfs gut genutzt. Eine Prognose zu den Ergebnissen des Abends fällt ihm aber schwer: "Dafür sind Garbsens Stadtteile auch zu unterschiedlich."

16:33 Uhr: Zugeklebte Türschlösser haben in Lüneburg den Start der Europawahl kurzfristig verzögert. Unbekannte hatten in vier Wahllokalen Flüssigkleber in die Schlösser gespritzt, teilte ein Sprecher der Landeswahlleitung am Sonntag mit. Die Wahlhelfer konnten nur durch Nebeneingänge in die Gebäude gelangen. Warum die Schlösser zugeklebt wurden, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

16:25 Uhr: Uetze. Dirk Rentz, CDU-Herausforderer des amtierenden Uetzer Bürgermeisters Werner Backeberg (SPD), lässt es am Wahltag zu Hause ruhig angehen und will erst gegen 17 Uhr seine Stimme abgeben. Etwas traurig macht ihn, dass Unbekannte in seinem Heimatort Dollbergen einige seiner Wahlplakate mit dem Aufkleber Lügner überdeckt haben.

16:22 Uhr: Kurzer Schwenk nach Italien: Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi leidet unter dem Verlust seines Wahlrechts. Es sei sehr schwer auszuhalten, nicht an der Europawahl am Sonntag teilnehmen zu dürfen, sagte der 77-Jährige am Sonnabend, nachdem er seinen vierstündigen Sozialdienst in einem Altenheim bei Mailand abgeleistet hatte. Das Verbot, sich per Stimmzettel politisch zu beteiligen, "belastet mich wirklich sehr", fügte er hinzu. Der konservative Politiker und Medienzar war wegen Steuerbetrugs zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Haft bleibt ihm wegen seines Alters erspart, stattdessen muss er mindestens vier Stunden pro Woche Sozialdienst leisten. Zudem wurde ein zweijähriges Ämterverbot gegen Berlusconi verhängt. In dieser Zeit darf er auch nicht wählen gehen.

16:18 Uhr: „Oh je“, „Ach du meine Güte“, „Um Gottes Willen“ ­– diese Kommentare sind in den Wahllokalen häufig zu hören, wenn die Wähler den ellenlangen, weißen Europawahlzettel mit den 24 gelisteten Parteien zum ersten Mal zu Gesicht bekamen. Doch machte sich offenbar kaum jemand die Mühe, in der Wahlkabine alle Parteiennamen oder gar die Personalien der Kandidaten zu studieren – nennenswerte Blockaden der Kabinen wurden bislang nicht registriert, das schöne Wetter reizte die Wähler denn doch mehr als die Lektüre von Kleingedrucktem ohne Ende.

16:12 Uhr: Der 17-jährige Jonas König darf heute nur den Regionspräsidenten wählen, die Europawahl ist erst ab 18 Jahren. Ihm ist es aber trotzdem wichtig, wählen zu gehen. "Ich will schon mitbestimmen, wer Regionspräsident wird. Den meisten aus meiner Klasse ist die Wahl leider ziemlich egal."

16:05 Uhr: In Deutschland haben bis 14 Uhr 25,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme für die Europawahl abgegeben. 2009 waren es zur selben Zeit 20,2 Prozent am Ende 43,3 Prozent.

15:55 Uhr: Eine 91-Jährige aus Wennigsen durfte im Wahllokal Heisterweg nicht wählen, weil sie ihren Personalausweis nicht dabei hatte. Sie war mit Wahlbenachrichtigungskarte gekommen und im Wählerverzeichnis notiert. "Dumm gelaufen"; räumt Gemeindewahlleiter Olaf Fals ein. Da die Frau den Wahlhelfern nicht bekannt gewesen sei, habe die Identität geprüft werden sollen. Die 91-Jährige ging mit ihrem Rollator wieder nach Hause und holte den Personalausweis. "Das hätte man anders lösen können", sagte Fals.

15.47 Uhr: Das frisch sanierte Kulturzentrum Pavillion in der Oststadt wurde das erste Mal zum Wahllokal umfunktioniert – und das sorgte bei manchen Wählern für Verwirrung. Die waren nämlich jahrelang zum Wählen in die Johanna-Friesen-Schule gegangen. "Es gab einige Beschwerden von Leuten, die erst am falschen Ort waren", sagt Wahlvorsteherin Antje Gietzelt-Siegmund. "Obwohl der neue Ort ja dick auf dem Wahlbenachichtigungsschein drauf steht." Das hatten viele alteingessene Anwohner aber übersehen. "Ich wähle seit 30 Jahren in der Friesenstraße, da hab ich gar nicht auf den Zettel geschaut", sagt Georg Woithe, der zusammen mit seiner Frau zum Wählen kam. Ein Gutes haben die neuen Räumlichkeiten aber: Die Wahlhelfer wurden schon in den frühen Morgenstunden vom benachbarten Mezzo mit Kaffee versorgt.

15.40 Uhr: Laatzen. Weil die Wahlurnen drohten überzulaufen, mussten in 14 der 35 Laatzener Wahllokale am Nachmittag noch zusätzliche Urnen ausgeliefert werden. Grund war nicht etwa ein außergewöhnlicher Andrang in den Wahllokalen, sondern der mit 74 Zentimetern besonders lange Stimmzettel für die Europawahl, der mehr Papier in jede Urne brachte als sonst. Beliefert wurden Lokale in Gleidingen, Rethen, Ingeln-Oesselse sowie zwei in Laatzen-Mitte. Die Wahlbeteiligung ist stark zeit- und ortsabhängig. Nach Angaben des Wahlleiters Albrecht Dürr hatten bis zum Mittag in einigen Lokalen bereits mehr als 400 Wähler ihre Stimme abgegebenen, so im eher dörflichen Grasdorf, in der Gaststätte Leinetal, in anderen Wahllokalen, wie der Grundschule Pestalozzistraße im Zentrum Laatzens wurden bis zu der Zeit hingegen kaum 100 Wähler gezählt.

In Hannover und der Region wird am Sonntag gewählt - hier sehen Sie die aktuellen Bilder.

15:32 Uhr: Wunstorf. Die Teilnahme am Volkslauf Isernhagen über zehn Kilometer ist für Axel Brockmann, Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, wohl noch nicht genug Bewegung gewesen. Mit Ehefrau Kerstin und den Söhnen Bjarne (17), Bauke (15) und Bengt (12) ging er zu Fuß zum Wahllokal 14 in der Grundschule in Wunstorf-Bokeloh. „Jetzt kann ich nichts mehr beeinflussen“, sagte er nachdem um 14.45 Uhr der Wahlzettel in die Urne fiel. „Ich rechne fest mit einer Stichwahl“, fügte Brockmann hinzu. Schon das, so seine Einschätzung, wäre ein Erfolg. Brockmann war der 244. Bokeloher, der seine Stimmen abgab.

Axel Brockmann, Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, wählt mit seiner Frau Kerstin im Wahllokal 14 in der Grundschule in Wunstorf-Bokeloh.

15:25 Uhr: Das Wahlamt der Region Hannover rechnet offenbar fest damit, dass die Wahl zum Regionspräsidenten nicht schon am 25. Mai entschieden wird. Nach Informationen der HAZ sind die Stichwahlzettel für die mögliche Folgeabstimmung bereits gedruckt.

15:13 Uhr:  Gestern hat sie ihren 16. Geburtstag gefeiert - heute darf sie das erste Mal in ihrem Leben wählen gehen. Neele Rothkamm hat sich gefreut, dass der Wahltermin so gut gepasst hat. "Ich wusste zwar erst nicht so richtig, wo ich den ausgefüllten Stimmzettel hin tun soll, aber sonst hat alles gut geklappt", sagt die Erstwählerin aus Kleefeld. Die Europawahl, zu der sie noch nicht zugelassen ist, hätte sie zwar noch mehr interessiert, aber auch bei der Entscheidung, wer Regionsprãsident wird, wollte sie mitbestimmen. "Ich habe mich vorher im Internet informiert und mit meinen Eltern gesprochen, da war für mich schnell klar, für wen ich stimmen will." Nach der Wahl wurde dann Geburtstag gefeiert: mit Kuchen im Wohnzimmer der Eltern und einem anschließenden Besuch im Freibad.

Erstwählerin Neele Rothkamm

15:07 Uhr: Langenhagen. Im wohl ungewöhnlichsten Wahllokal der Stadt – einem verspiegelten Tanzsstudio – nehmen Monika Rother, Wulf-Uwe Belling, Martina Rehberg und Gabriele Spier die Wahlzettel entgegen. Der Wahlraum befindet sich erstmals bei Sylvies Dance Studio in der Karl-Kellner-Straße, weil die bisherigen Räume in der Fabrik nicht mehr zur Verfügung stehen. „Das ist mal was anderes“, sagt Spier – und auch der eine oder andere Wähler stutzt angesichts der Neuerung. „Aber alle finden den Weg hierher“, sagt Rother zufrieden.

Quelle: Antje Bismark

14:55 Uhr: Gehrden. Amtsinhaber Hermann Heldermann hat wenig Zeit, über die Bürgermeisterwahl nachzudenken. Er muss seinen Pflichten als amtierender Bürgermeister nachkommen. Am Vormittag hat er zahlreichen Wahllokalen einen Besuch abgestattet. Am Nachmittag nimmt er am Umzug zum 80-jährigen Bestehen der Feuerwehr Redderse teil. Am Abend ist er als Wahlleiter für die Europawahlen im Einsatz. 

14:50 Uhr: Vor dem Wahllokal 4706 in der IGS Kronsberg hat Stephan Büsching von Infratest dimap seinen Stand aufgebaut. Auf seinem Tisch liegen Vordrucke auf denen die Wähler ein zweites Mal ihr Kreuz machen können. Daneben steht eine kleine blaue Wahlurne mit der Aufschrift Infratest dimap, ARD. Die Ergebnisse der Umfrage fließen in die Hochrechnung ein, die um 18 Uhr im Programm der ARD veröffentlicht wird. Die Wähler aus dem Bemeroder Bezirk sollen auf den Vordrucken auch ihr Alter und Geschlecht angegeben – auch diese Daten werden statistisch, allerdings nur für die Europawahl, erhoben.  (Foto: von Ditfurth)

14:31 Uhr: Unser Videoreporter war heute Vormittag in den Wahllokalen Hannovers unterwegs und hat einen kleinen Film mitgebracht.

14:22 Uhr: Die Wahlbeteiligung in der Region Hannover ist bisher höher als bei den vergangenen Europawahlen. Das Büro des Wahlleiters erhebt die Beteiligung zu jeder Wahl im Bezirk 9 in Laatzen - um vergleichbare Daten zu haben. Demnach haben bis 12.30 Uhr 24,1 Prozent der Bürger in diesem Bezirk ihre Stimme abgegeben. Im Jahr 2009 lag die Wahlbeteiligung bis zum Mittag nur bei 15,6 Prozent und in 2004 bei 12,3 Prozent.

14:16 Uhr: Isernhagen. Der Gemeindewahlleiter Frank Niemeier ist im Isernhagener Rathaus angekommen – jetzt heißt es gemeinsam mit dem Ordnungsamtleiter Manfred Grieger "Warten auf 18 Uhr". Bisher verlaufe alles ohne besondere Vorkommnisse. Die Erfahrung der vergangenen Wahlen habe gezeigt, dass vor allem in den kleineren Wahlbezirken in Isernhagen K.B. und N.B. mit einem schnellen Ergebnis der Auszählung zu rechnen ist. Gleichzeitig wird gerade der Ratssaal für den Ansturm der Politiker und Bürger vorbereitet: Auf Zetteln und Leinwand werden dort ab 18 Uhr die Ergebnisse aus den einzelnen Ortschaften unmittelbar nach Eingang veröffentlicht. Mit dem Endergebnis der Bürgermeister-Wahl wird für 20 Uhr gerechnet.

Die örtliche SPD hat sogar per Zeitungsannonce einen Bewerber gesucht, aber keinen gefunden. So ist Amtsinhaber Arpad Bogya (CDU) Favorit gegen Christian Possienke (FDP) und Stefan Baufeld, der auf Ticket der Grünen antritt. Alles Wichtige zur Bürgermeisterwahl in Isernhagen finden Sie hier.

14:10 Uhr: Wie wählen eigentlich Blinde? "Sie haben eine Schablone, die sie zum Wahlgang mitbringen müssen", erklärt der stellvertretende Direktor des Landesbildungszentrums für Blinde, Martin Baaske. Er ist gleichzeitig Vorsteher im Wahllokal Wohnstift Birkenhof in Kirchrode. Dort gehen die Blinden und Taubblinden der benachbarten Wohnheime wählen. "Die Schablone wird über den Wahlzettel gelegt und die Blinden können mit Hilfe der Punktschrift erfühlen, welche Partei in welcher Zeile steht." Da wo das Kreuz gemacht wird, ist eine Aussparung in der Schablone. Weil manchmal der Kugelschreiber ausrutscht und auch auf der Schablone zu erkennen ist, wo der Wähler sein Kreuz gemacht hat, hat jeder Blinde seine eigene Schablone. "Sonst wäre das Wahlgeheimnis nicht gewahrt.", sagt Baaske. (Foto: von Ditfurth)

14:01 Uhr: Plötzlich steht die Polizei am Tisch der Wahlhelfer im Wahllokal 3403 in der Grundschule am Lindener Markt. Aber kein Grund zur Aufregung: Die freundliche Beamtin erkundigt sich lediglich routinegemäss, ob alles in Ordnung ist.  Keine besonderen Vorkommnisse, lautet die Antwort. Halt doch: Man habe im Wahllokal und an Türen der Schule Flyer mit Parolen gegen das Freihandelsabkommen mit den USA gefunden. Die Beamtin wird hellhörig: Politische Parolen im Wahllokal sind verboten; sie bittet darum, bei eventuellen weiteren Vorkommnissen dieser Art die Polizei zu benachrichtigen.

13:59 Uhr: Barsinghausen.Die Wahlbeteiligung fällt in den Ortsteilen sehr unterschiedlich aus. Bürgermeister Marc Lahmann, zugleich Gemeindewahlleiter, hat in der Mittagszeit die vier Wahllokale in den Bördedörfern besucht. Resultat: "In Wichtringhausen hatten zu diesem Zeitpunkt schon 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, in Bantorf und Hohenbostel dagegen nur 15 Prozent", sagt Lahmann.

13:57 Uhr: Wunstorf. Auf Besuchstour ist in Wunstorf Markus Saars, zweiter stellvertretender Gemeindewahlleiter. 29 Wahllokale klappert er ab, um nach dem rechten zu sehen. Dabei hat er Nervennahrung für die jeweils acht ehrenamtlichen Wahlhelfer. Hinzukommen vier Briefwahlokale. Auch dort beginnt die Auszählung erst ab 18 Uhr. Einen Trend für die Wahlbeteiligung knn er noch nicht mitteilen.

13:52: An der Wahl zum Europaparlament haben sich bis zum Mittag in Niedersachsen und Bremen deutlich mehr Menschen beteiligt als 2009. Rund vier Stunden nach Öffnung der Wahllokale lag die Wahlbeteiligung in Niedersachsen bei 22,4 Prozent, zur Europawahl vor fünf Jahren waren es zur gleichen Zeit nur 15,3 Prozent, teilte ein Sprecher der Landeswahlleitung in Hannover mit.

13:45 Uhr: Barsinghausen. Der Auftakt zu den Wahlen verläuft in Barsinghausen verhalten. Bis zur Mittagszeit hatten in einigen Wahllokalen in den Ortsteilen Barsinghausen, Kirchdorf, Egestorf und Langreder noch nicht einmal 20 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. "Das ist ungewöhnlich. Normalerweile gehen bis zum Mittagessen viel mehr Leute zur Wahl", sagt die leitende Wahlsachbearbeiterin der Stadt, Susanne Zeitz. 

13:39 Uhr: Auch im Wahlbüro 102 am Schiffgraben müssen die Wahlhelfer immer wieder bei Irritationen wegen des langen Europawahlzettels aufklären. "Manche sind ziemlich verdutzt, einige wenige kommen gar nicht damit klar - aber die meisten schaffen es dann doch, ihr Kreuz zu machen", sagt eine Wahlhelferin. Immerhin stehen im Stadtgebiet Hannover und in der Hälfte der Umlandkommunen nicht auch noch Bürgermeisterwahlen an - sonst hätten die Wähler noch einen Zettel mehr auszufüllen, und die Wahlhelfer müssten abends noch eine Urne mehr auswerten.

13:32 Uhr: Lange nicht mehr in der Schule gewesen? Ein Besuch im Wahllokal bietet immer die schöne Gelegenheit, sich in Lehranstalten ein bisschen umzusehen. Gegenüber von Wahlraum 4710 war folgender Hinweis zu lesen. (Foto: Meyer-Arlt)

13:19 Uhr: Garbsen. Zwei der drei Garbsener Bürgermeisterkandidaten haben ihr Wahllokal in der IGS. Um 12.30 Uhr hat der Grüne Darius Pilarski seine Stimme gemeinsam mit seiner Frau Melanie abgegeben. "Das ist schon eine besondere Wahl", sagt er, "ich wage aber keine Prognose." Zumindest hat er das Gefühl, in den letzten Wochen einen ordentlichen Wahlkampf geführt zu haben. Nun wollen die Pilarskis Mittag essen und sich noch etwas ausruhen, ehe am Abend die Ergebnisse eintreffen. Sein Lager trifft sich im Gasthaus Zur Eiche in Altgarbsen, während CDU (Viva) und SPD (Spazzo) am Rathausplatz bleiben. (Foto: Sokoll)

Auch der bisherige Bürgermeister Alexander Heuer wählt heute in der IGS. Dort ist in der Mittagszeit reger Betrieb, allerdings teilt sich der Strom auch gleich vier Wahllokale auf. CDU-Kandidat Christian Grahl hat allerdings bisher in Garbsen nur einen Nebenwohnsitz und will erst nach einem möglichen Wahlsieg ganz aus Hildesheim umziehen - also darf er heute auch noch nicht wählen.  

13:13 Uhr: Isernhagen. Im Wahllokal in der Friedrich-Dierks-Schule in Isernhagen H.B. hält sich der Andrang am Vormittag noch in Grenzen. "Naja, es geht so", äußerst sich einer der Wahlhelfer zurückhaltend angesichts des müden Zustroms an Wählern. Sind viele Isernhagener noch beim 17. Volkslauf beim nahen TSV?

12:51 Uhr: Kirchrode. Die Bewohner der Seniorenresidenz Wohnstift Birkenhof in Kirchrode haben es nicht weit, in ihrem Foyer wurde ein Wahllokal eingerichtet. Dort müssen die Wahlhelfer häufiger mal mit in die Kabine kommen und betagten Senioren helfen, ihr Kreuz zu machen. Wahlhelfer dürfen, wie der Name schon sagt, in solchen Fällen behilflich sein. "Wir sind natürlich zu Verschwiegenheit verpflichtet", sagt Wahlvorsteher Martin Baaske.

12:46 Uhr: Gehrden. In 18 Wahllokalen können heute die mehr als 12.000 wahlberechtgiten Gehrdener ihr Stimmen abgegeben. Bis zum Mittag verlief alles reibungslos. "Keine besonderen Vorkommnisse", meldete Wahlleiter Frank Born. Sein erstes Zwischenfazit: Die Wahlbeteiligung ist gut.

12:34 Uhr: Gehrden. Ganz entspannt geht der SPD-Kandidat Cord Mittendorf den Wahltag an. Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Gang ins Wahllokal will er den Tag ruhig zu Hause verbringen. Lediglich ein Besuch beim Fußballspiel der Reserve des SV Gehrden steht auf dem Programm. "Ich bin locker und enstpannt", sagt der 47-Jährige. 

In Hannovers südlicher Nachbarstadt strebt Hermann Heldermann (CDU) eine zweite Amtszeit an und muss sich dafür gegen Mittendorf und Gisela Wicke (parteilos) durchsetzen. Lesen Sie mehr zur Wahl in Gehrden auf unserer Themenseite.

12:26 Uhr: Wahlkampf einmal anders: Beim Speeddating stellten sich die Kandidaten für das Amt des Regionspräsidenten den Fragen der Bürger.

12:18 Uhr: Langenhagen. Vor allem im Norden der Stadt motivieren sich die Langenhagener über Facebook, zur Wahl zu gehen. Den ersten Aufruf startete Markus Villwock noch vor dem Öffnen der Wahllokale, seitdem erhält der Kaltenweider die Rückmeldungen, wer sich auf den Weg an die Urnen gemacht hat. Und so manchem fällt dann erst bei der Stimmabgabe auf, dass sich sein Wahlbezirk geändert hat. "Ja, ja die Macht der Gewohnheit, da geht man zum Niethus und will wählen, weil man wohnt ja nur nen Steinwurf weit weg und muss dort etwas verwirrt feststellen, dass sich die Wahlbezirke geändert haben. Also auf zur Schule, wer lesen kann ist klar im Vorteil!", schreibt Michael Lips in der Gruppe Wir sind Kaltenweider. Deshalb für alle im Weiherfeld: Der Wahlbezirk 25 stimmt dieses Mal an der Zellerie ab, nicht im Niet Hus.

12:06 Uhr: Die Ordnungshüter haben heute ein Herz für Wähler: Vor dem Wahllokal am Schiffgraben in Hannover-Mitte steht ein Auto im absoluten Halteverbot, aus dem soeben eine Frau in Richtung Wahlkabine geeilt ist. Eine Polizeistreife stoppt kurz – und lässt das private Wahltaxi gewähren. Heute wird ein Auge zugedrückt.

12:03 Uhr: Ich gehe zur Europawahl, weil... Das sind die Meinungen zur Wahl auf Twitter:


11:57 Uhr: Wunstorf. Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und seine Frau Heide haben heute nach dem Gottesdienst in der Abtei, Wahlbezirk 4, ihre Stimmen abgegeben. Er war der 205. Wähler dort, wirkte sehr entspannt und unterhielt sich mit den Wahlhelfern. Es gibt in dem Wahlbezirk 1473 Wahlberechtigte, 195 haben die Briefwahl genutzt. Eberhardt will sich nun auf die Sitzung des Verwaltungsausschusses vorbereiten, der morgen tagt. Sie wird Formel 1 gucken. Mittags gibt es Spargel mit Schinken. (Foto: Rocktäschel)

11:46 Uhr: Rund 25.000 EU-Ausländer in Hannover können sich entscheiden, ob sie in ihrem Herkunftsland oder in ihrer neuen Heimatstadt wählen. Unter ihnen sind Bürger aus sämtlichen EU-Mitgliedsstaaten; Polen (etwa 7300), Griechen (4300) und Italiener (2900) bilden die größten Gruppen. Sie haben vor der Wahl einen Brief von Oberbürgermeister Stefan Schostok erhalten. „Bitte, gehen Sie wählen“, heißt es in dem Schreiben.

11:44 Uhr: Warum gehen Sie wählen? "Ich finde, das ist meine Bürgerpflicht", sagt Jutta Baack aus Linden. "Damit nicht die gewählt werden, die ich nicht an der Macht haben will. Es gibt ja viele, die gehen nicht wählen und meckern dann über das Ergebnis. Das finde ich falsch."

11:28 Uhr: Vom 22. bis zum 25. Mai sind in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union rund 400 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat davor gewarnt, die politische Bedeutung von Eurokritikern auf die leichte Schulter zu nehmen. "Ich betrachte es als Aufgabe aller verantwortungsbewussten politischen Kräfte, sich einem schleichenden Euro-Skeptizismus entgegenzustellen", sagte er bei seiner Regierungserklärung im Landtag in Hannover.

11:25 Uhr: Langenhagen. Für Katharina Terek bringt dieser Sonntag gleich zwei Premieren – die 18-jährige Gymnasiastin wählt zum ersten Mal einen Bürgermeister und Regionspräsidenten. Und sie arbeitet das erste Mal ehrenamtlich in einem Wahlvorstand mit. „Ich wollte gern mithelfen und zugleich Leute in meinem Umfeld motivieren, zur Wahl zu gehen“, begründet sie ihre Entscheidung. Die Langenhagenerin übernimmt als stellvertretende Schriftführerin die Frühschicht: „Dann habe ich am Nachmittag frei und komme abends wieder zum Auszählen.“ Eine Prognose zur Wahlbeteiligung wagt die Schülerin nicht: „Ich hoffe einfach, dass viele ihre Stimme abgeben.“ (Foto: Bismark)

11:21 Uhr: Laatzen. Rund ums Wahllokal in Grasdorf haben sich die Menschen fein gemacht. In dunklen Anzügen und schicken Kleidern ziehen sie Richtung Dorfmitte. Allerdings nicht wegen der Europa-, Regionspräsidenten- und Bürgermeisterwahl, die für die Laatzener ansteht, sondern wegen der Konfirmation in St. Marien. Gleich hinter der Kirche findet heute außerdem das traditionelle Storchenfest statt, mit dem die Grasdorfer einmal im Jahr das Paar feiern, das sich den immergleichen Mast in der Leinemasch zur Sommerresidenz erkoren hat. Diese Popularität müssen der amtierende Bürgermeister Thomas Prinz (SPD) und Herausforderer Jürgen Köhne (CDU) erstmal erreichen.

11:13 Uhr: Isernhagen. Jetzt hat auch der gemeinsame Kandidat von FDP und SPD für den Bürgermeisterposten in Isernhagen seine Stimme abgegeben: Christian Possienke machte aus dem Urnengang in der Grundschule Kirchhorst gleich einen kleinen Familienausflug. Gemeinsam mit seiner Frau Tesja, Sohn Vinzenz und Tochter Julika ging es um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein zu Fuß zum Wahllokal. Natürlich nahm Possienke die Zweijährige mit in die Wahlkabine und erklärte ihr liebevoll, wie man sein Kreuzchen setzt und was die vielen bunten Zettel so zu bedeuten haben. Genug Zeit für den ein oder anderen Plausch mit Nachbarn nahm er sich auch noch, bevor er sich zum Familienessen bei seinen Eltern verabschiedete. Sein Zeitplan bis zur Auszählung um 18 Uhr ist straff: "Ich möchte heute Nachmittag eigentlich auch noch Fußball gehen", sagte er und lachte. (Foto: Bahl)

11:02 Uhr: Uetze. Nach dem Gang zur Wahlurne am Morgen in der Grundschule am Katenser Weg steht für Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg (SPD) erst noch ein dienstlicher Termin auf dem Programm: Er folgt einer schon früh ausgesprochenen Einladung zum Schützenfest in Dedenhausen und betont, dass das "natürlich kein Wahltermin" mehr sei. Anders als bei seiner letzten Wahl vor acht Jahren könnte Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg (SPD) diesmal auch Unterstützung aus dem direkten familiären Umwelt erhalten: Tochter Lara ist 17 und darf zwar noch nicht an der Europawahl, wohl aber an den Wahlen zum Bürgermeister- und Regionspräsidentenamt teilnehmen.

Die beiden Schützenfeste in den Uetzer Ortsteilen Altmerdingsen und Dedenhausen könnten die Wahlbeteiligung in dem dem östlichsten Ortsteil der Region nach oben treiben: Die Wahllokale liegen in unmittelbarer Nähe des Festplatzes.

Die Zahl der Briefwähler liegt angesichts der bei Europawahlen gewöhnlich geringen Wahlbeteiligung mit 1450 in Uetze überraschend hoch, wie Jan Schultz vom Rathaus sagt. Bürgermeister Werner Backeberg, der seinen Herausforderer Dirk Rentz (CDU) nach 2006 ein zweites Mal schlagen will, mutmaßt, dass vielleicht viele Dedenhäuser und Altmerdingser die Briefwahl gemacht habe, weil sie in Ruhe ihr jeweiliges Schützenfest feiern wollen.

10:55 Uhr: Bei strahlendem Sonnenschein sind schon die ersten Frühaufsteher auf den Beinen – und haben ihre beiden Kreuze gemacht. In der IGS Südstadt waren am Morgen bisher 50 Bürger wählen, insgesamt stehen rund 1000 Wahlberechtigte auf der Liste des Wahlbezirks 0426. 

10:51 Uhr: Garbsen. Nicht verlaufen – neue Wahllokale: Weil Stadtteile wachsen und schrumpfen, müssen gelegentlich Wahlbezirke neu eingegrenzt werden. Viele Garbsener müssen ein anderes Wahllokal als bisher üblich ansteuern. Die Wahlleitung bittet deshalb darum, genau auf die gelben Benachrichtigungskarten zu schauen. In den meisten Fällen ist zumindest das Gebäude gleich geblieben, in dem gewählt wird. Ein Teil der 49.001 Wähler muss sich aber auf ganz andere Wege zur Stimmabgabe einstellen. Garbsen wählt heute neben Europaparlament und Regionspräsident den Bürgermeister. Alexander Heuer (SPD), Amtsinhaber seit 2006, wird herausgefordert von Christian Grahl (CDU) aus Hildesheim und Darius Pilarski (Grüne) aus Garbsen.

10:44 Uhr: Langenhagen. Gleich fünf Kandidaten stehen auf dem Wahlzettel. Außer Bürgermeister Friedhelm Fischer (SPD) sind es Mirko Heuer (CDU), Dirk Musfeldt (Grüne), Stefan Dammann (FDP) und Jens Mommsen (Unabhängige). Mehr zur Bürgermeisterwahl in Langenhagen auf unserer Themenseite.

10:33 Uhr: Laatzen. Der amtierende Regionspräsident Hauke Jagau und sein Sohn Julius gaben am Morgen ihre Stimmen in Laatzen ab. (Foto: Wilde)

10:30 Uhr: Pattensen. In Pattensen ist ein Fahrstuhl im Wahllokal in der Leine-Volkshochschule defekt. "Er wird regelmäßig gewartet. Am Freitag haben wir ihn getestet, da funktionierte er noch", sagt Jörg Laszinski von der Stadtverwaltung. Ein Techniker sei bereits unterwegs, um den Lift zu reparieren.

Bis zu zehn Wahlplakate hat die Pattenser Stadtverwaltung am Wochenende entfernt, weil sie in der Nähe von Wahllokalen aufgehängt oder aufgestellt waren. Jörg Laszinski von der Stadtverwaltung erläutert, das sei ein Durchschnittswert. "Für die Zeit vor der Wahl ist es in Ordnung, dass die Plakate dort sind, aber am Wahlsonntag darf es nicht sein", sagt er.

Eigentlich ist er sonst immer Wahlvorsteher in Laatzen, aber heute darf er es nicht sein: Ralf Wetzel muss pausieren. Der Laatzener tritt für die Linken bei der Bürgermeisterwahl in Pattensen an. Eine ungewohnte Rolle: Den Wahlsonntag werde er diesmal nur als Beobachter verfolgen, sagt er.

10:26 Uhr: Wunstorf. Zur Bürgermeisterwahl in Wunstorf sind heute 33425 Bürger aufgerufen. Sie können nur mit Ja oder Nein stimmen, denn Rolf-Axel Eberhardt (CDU) hat keinen Gegenkandidaten. Bei der Wahl zum Regionspräsidenten können 33542 Wunstorfer mitmachen und 32012 Bürger dürfen bei der Wahl zum Europaparlament abstimmen.

10:22 Uhr: Im Lindener Rathaus wird das erste mal nach der Sanierung gewählt – für viele Anwohner eine gute Gelegenheit, sich das neu gestaltete Foyer von innen anzusehen. Den drei Wahlhelferinnen im Bezirk 3402 gefallen die neuen Räume gut, sie hätten sich aber gewünscht, dass die Stadt die Freiwilligen wenigstens mit Kaffee versorgt.

10:11 Uhr: Süße Wahlwerbung vor der Bäckerei: Wer mit Brötchentüten bepackt aus der Bäckerei Göing am Bemeroder Rathausplatz tritt, dem überreicht ein eifriger SPD-Werber einen Zettel, der zur Wahl von Hauke Jagau aufruft. Und dazu ein kleines Päckchen Marmelade. Natürlich rote. 

9:56 Uhr: Zuletzt wählte die Region Hannover im Jahr 2006 ihren Regionspräsidenten. Dabei mussten die Bürger sogar zweimal an die Urne.

9:44 Uhr: Isernhagen. Der frühe Vogel fängt die Stimmen? Bereits um 9 Uhr hat Amtsinhaber Arpad Bogya (CDU) mit seiner Frau sein Kreuz in der Grundschule in Isernhagen N.B. gemacht. Seine Kinder werden später wählen, Bogya ließ sie ausschlafen. Gut gelaunt und zu Scherzen aufgelegt, reagierte Isernhagens Bürgermeister auf die Belehrungen der Wahlhelfer zum Thema Stichwahl mit dem Hinweis: "Damit habe ich mich durchaus schon auseinandergesetzt." Viel Zeit nahm er sich zum Wählen nicht: Wer seine Stimme bekam, dürfte wohl eh kein Wahlgeheimnis sein. Fürs Foto bat er um einen kleinen Moment, er müsse erst einmal die beiden anderen Stimmzettel einwerfen, "die sind ja nur für Europa und nur für die Region." Die Zeit bis 18 Uhr, wenn die Wahllokale schließen und das Ergebnis endlich ausgezählt wird, verbringt Bogya nicht gespannt auf dem heimischen Sofa: "Wir feiern Konfirmation, da geht die Zeit schon rum", sagte er und verabschiedete sich bis heute Abend. (Foto: Carina Bahl)

9:30 Uhr: Für jeden Wahlhelfer gibt es eine gesetzlich festgelegte Aufwandsentschädigung von 25 Euro. Manche Städte wie Langenhagen versuchen, die Freiwilligen mit zusätzlichen Angeboten zu locken. „Für die Jüngsten und die Ältesten gibt es kleine Geschenke. Außerdem bekommen alle Wahlhelfer bei uns 35 Euro, also zehn Euro mehr als vorgeschrieben“, sagte Wahlleiterin Jana Steimann.

9:16 Uhr: Die Statistiker von Infratest Dimap befragen die Wähler dieses Mal vor der IGS Kronberg. Alle, die im Wahlbezirk 4706 ihre Stimme abgeben, müssen nach dem Wählen mit der Frage rechnen: "Was haben Sie gewählt?" Die Auskunft ist natürlich freiwillig. Die Statistiker von Infratest Dimap erstellen den ganzen Tag über Wahlprognosen. Aber nur für die Europawahl.

Die Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien fassen sich für die HAZ kurz: Acht Themen, acht Statement von Regionspräsident Hauke Jagau und Herausforderer Axel Brockmann.

9:12 Uhr: Mehr als 80.000 freiwillige Bürger werden am 25. Mai in den mehr als 9000 Wahlbezirken in Niedersachsen für einen reibungslosen Ablauf sorgen, sagt Landeswahlleiterin Ulrike Sachs.

9:01 Uhr: Wissen Sie schon, wen Sie bei der Europawahl wählen? Für einen Last-Minute-Check aller 25 Parteien können Sie im Wahl-O-Maten die Thesen zu den wichtigsten Themen mit Ihrer Meinung vergleichen.

8:52 Uhr: Auch Twitter ist im Wahlfieber. Unter den Hashtags #Europawahl, #EP2014 und #Gehwaehlen sind schon einige Tweets eingelaufen, die zum Gang zur Urne aufrufen:


8:39 Uhr: Wie gut kennen Sie sich mit der Region Hannover aus? Wofür ist sie zuständig? Und welche Rolle spielt der Regionspräsident? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Region Hannover lesen Sie hier.

8:30 Uhr: Bei der Öffnung der Wahllokale hat es in diesem Jahr keine Probleme gegeben. "Wir hatten keinen Brand, keinen Einbruch, es ist alles ruhig geblieben", heißt es aus dem Wahlleiterbüro der Region Hannover. 

8:27 Uhr: In zehn Kommunen der Region werden heute die Bürgermeister gewählt. Stets gilt: Wo ein Kandidat die absolute Mehrheit nicht erhält, gibt es eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Einen Überblick über die Kommunen und die Kandidaten finden Sie hier.

Das sind die Kandidaten: Am 25. Mai wird in Hannover der Regionspräsident gewählt. Gegen diese fünf Kontrahenten tritt Amtsinhaber Hauke Jagau an.

8:14 Uhr: Seit 2006 ist Hauke Jagau Präsident der Region Hannover. Am 25. Mai muss er sich erstmals zur Wahl stellen und tritt dabei gegen Axel Brockmann für die CDU sowie Michael Fleischmann (Die Linke), FDP-Kandidat Gerhard Kier, Anke Tischler (AfD) und den parteilosen Ralf Kleyer an. Mehr als 900.000 Stimmberechtigte dürfen ihre Stimme abgeben, unter ihnen 408.000 Einwohner der Stadt Hannover. Hier lesen Sie alle wichtigen Infos zur Wahl des Regionspräsidenten.

8:00 Uhr: Die Wahllokale haben nun geöffnet. Rund 900.000 Einwohner der Region Hannover sind zur Wahl aufgerufen. Wer gewählt werden kann und wie das ganze abläuft, haben wir hier noch einmal für Sie übersichtlich zusammengestellt.

7:58 Uhr: Herzlich Willkommen im Wahl-Ticker - hier halten wir Sie heute den ganzen Tag über die Europawahl, die Regionspräsidentenwahl und die Bürgermeisterwahlen in der Region auf dem Laufenden. Sie finden hier Berichte, Fotos, Videos und ab 18 Uhr alle Ergebnisse aus ihrer Region.

Am Sonnabend haben rund 100 Menschen gegen den Thor-Steinar-Laden in der List demonstriert. Die Demonstranten zogen von 14 Uhr bis 17.30 Uhr vom Lister Platz bis zur Podbielskistraße.

27.05.2014
Aus der Stadt Alle Infos zum Wahlsonntag - Das müssen Sie zur Wahl wissen

Am Sonntag sind die Menschen in Hannover und der Region zur Wahl aufgerufen. In den Lokalen werden ihnen zwei, in einigen Umlandskommunen sogar drei Zettel in die Hand gedrückt. Aber was wählen wir da eigentlich? Und wie? Eine Übersicht in acht Fragen und acht Antworten.

24.05.2014

An einigen Tagen in den Sommermonaten verwandelt sich der Große Garten wieder in ein großes Lichtermeer: Zum Auftakt der Show „Der Garten leuchtet Spezial“ zog es am Freitag etliche Besucher nach Herrenhausen – darunter besonders viele Pärchen.

24.05.2014