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Aus der Stadt Lösung bei Altlasten-Sanierung am De-Haën-Platz in Sicht
Hannover Aus der Stadt Lösung bei Altlasten-Sanierung am De-Haën-Platz in Sicht
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21:33 30.07.2010
Von Andreas Schinkel
Der Lister De-Haën-Platz. Quelle: Uwe Dillenberg (Archiv)

Die Region Hannover kann einen Erfolg bei der Bewältigung des Altlastenfalls rund um den Lister De-Haën-Platz verbuchen. Die große Mehrheit der Eigentümer, deren 45 Grundstücke mit radioaktiven und chemischen Stoffen belastet sind, hat sich für den angebotenen Sanierungsvertrag mit der Region ausgesprochen. In den kommenden Monaten will die Behörde Einzelverträge ausarbeiten, um für jedes Grundstück den Umfang der Sanierungsmaßnahmen und die Kosten zu bestimmen. Ende des Jahres sollen diese individuellen Verträge unterschriftsreif sein, sodass mit den Bauarbeiten Anfang 2011 begonnen werden kann.

Aber nicht alle Grundstückseigentümer sind mit dem angebotenen Kompromiss einverstanden. Die Eigentümer von vier Grundstücken seien zu keinen Gesprächen bereit gewesen, berichtete gestern Petra Günther vom Institut für Umwelt-Analyse. Die Eigentümer von sechs weiteren Flächen zögerten noch. „Manche werden vielleicht erst später in den Vertrag einwilligen, wenn die Bauarbeiten auf anderen Grundstücken bereits begonnen haben“, sagte Günther. Diejenigen, die bei ihrer ablehnenden Haltung blieben, könnten per verwaltungsrechtlicher Anordnung zur Sanierung verpflichtet werden, sagte Burkhardt Evers von der Bodenschutzbehörde. Es bestehe aber die Möglichkeit, dagegen Klage einzureichen.

Der Sanierungsvertrag sieht vor, dass sich Stadt und Region mit jeweils 500 000 Euro an der Auskofferung des Bodens sowie der Entsorgung der vergifteten Erde beteiligen. Damit übernimmt die öffentliche Hand rund ein Viertel der Kosten für die Sanierung, den Rest müssen die Grundstückseigentümer überwiegend selbst tragen. Nach bisherigen Schätzungen schwanken die Sanierungskosten pro Grundstück zwischen 50 000 und 150 000 Euro. Die Stadt legt zusätzlich einen Härtefallfonds über 100 000 Euro auf. Bis zum 15. September nimmt die Stadt Anträge auf Zuschüsse aus diesem Fonds entgegen.

Bei der Bürgerinitiative Gegen Altlasten in der List bricht man nicht in Jubel aus. „Es ist ungerecht, dass besonders belastete Grundstücke den gleichen öffentlichen Zuschuss bekommen wie Flächen mit nur geringer Verschmutzung“, sagt die BI-Vorsitzende Barbara Schlecht. Viele Eigentümer müssten unterm Strich mit Ausgaben zwischen 7000 und 8000 Euro rechnen.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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