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Aus der Stadt Logo-Streit wird Thema im Landtag
Hannover Aus der Stadt Logo-Streit wird Thema im Landtag
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15:41 07.01.2012
Von Mathias Klein
Hannovers Logo-Streit wird Thema im Landtag. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Es müsse geklärt werden, warum 230.000 Euro für ein gemeinsames Logo ausgeben würden, wenn es gar nicht gewünscht sei. „Die SPD-Genossen sollten miteinander reden, bevor sie sinnlos unsere Steuergelder verbrennen“, sagte Hartmann.

Das neue Erkennungszeichen, der sogenannte Buchstabenstapel, war im Auftrag der Hannover Holding für den gemeinsamen Auftritt von Stadt und Region entwickelt und im Herbst vorgestellt worden. Wie berichtet, hatte Regionspräsident Hauke Jagau bei Politikern der Landeshauptstadt für Irritationen gesorgt, weil er mitgeteilt hatte, sowohl Sticker mit dem neuen Logo als auch mit dem alten Regionslogo am Revers zu tragen – je nach Anlass. Jagau hatte auch angekündigt, dass die Region auf Briefköpfen ihr bisheriges Logo behalten und das neue dazustellen werde. Die Landeshauptstadt dagegen will ihr altes Signet komplett durch das neue ersetzen.

Unter den Mitarbeitern der Regionsverwaltung gibt es offenbar große Vorbehalte gegen das neue gemeinsamen Erkennungszeichen. Als Ergebnis einer Befragung der Beamten und Angestellten in der Mitarbeiterzeitschrift „Teamtime“ sind nur ablehnende Kommentare zu lesen. Unter anderem fallen dort Worte wie „sperrig“ und „unlesbar“. Nach Angaben von Regionssprecherin Christina Kreutz waren die Mitarbeiter von der Redaktion zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Rund ein Dutzend Zuschriften habe es gegeben. Die wenigen positiven Stellungnahmen seien aber erst nach Redaktionsschluss eingegangen. Sie seien jetzt im behördeneigenen Intranet zu lesen.

Kreutz stellte klar, dass die Region zu dem neuen Logo stehe. Die Umfrage zeige aber, dass es unter den Mitarbeitern noch Skepsis gegenüber dem Erkennungszeichen gebe. „Offenbar ist es uns noch nicht gelungen, allen zu vermitteln, was der Sinn einer Dachmarke und dieses Logos ist“, sagte sie. Daran werde gearbeitet. Kreutz geht davon aus, dass sich die Verwaltungsmitarbeiter an das neue Signet gewöhnen und auch daran Gefallen finden, wenn es auf Broschüren zu sehen ist.

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