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Aus der Stadt Lothar Schlieckau stichelt gegen SPD
Hannover Aus der Stadt Lothar Schlieckau stichelt gegen SPD
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07:48 03.06.2013
Von Andreas Schinkel
Der OB-Kandidat der Grünen Lothar Schlieckau teilt gegegn die SPD aus. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Schostok hatte jüngst gemahnt, Hannovers Straßen nicht zu vernachlässigen. Am Rande der Veranstaltung forderte er, rasch mit der Sanierung zu beginnen und das nötige Geld bereitzustellen. Schlieckau hält davon wenig. „Wo will die SPD das Geld überhaupt hernehmen?“, stichelt Schlieckau. Wenn investiert werden solle, dann besser in die städtischen Bäder und in zusätzlichen Wohnraum.

Damit geht der Grünen-Kandidat in die Offensive und bemüht sich, die Unterschiede zum SPD-Bewerber herauszustellen. Bisher hatten sich Schlieckau und Schostok noch in Ruhe gelassen und bei gemeinsamen Auftritten sogar die Bälle zugespielt. Gegner schien allein Matthias Waldraff von der CDU zu sein. Das gegenseitige Wohlwollen zwischen Schlieckau und Schostok dürfte der jahrzehntelangen rot-grünen Regierungsarbeit im Rat der Stadt geschuldet sein. Jetzt scheint der Kuschelkurs vorbei zu sein.

„Wenn ich OB werde, hat die Spardiskussion im Kulturbereich ein Ende“, betont der Grünen-Kandidat und attackiert damit den sozialdemokratischen Kämmerer Marc Hansmann. Der hatte vor eineinhalb Jahren eine Debatte über die mangelnde Kostendeckung von Museen, Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen der Stadt losgetreten. „Das muss aufhören, denn eine solche Debatte mündet letztlich in der Frage, welche Einrichtung geschlossen werden soll“, sagt Schlieckau, der zurzeit den Kulturausschuss des Rates leitet. Vielmehr müsse man erreichen, dass mehr Besucher in die Museen strömen und Bibliotheken aufsuchen.

Auch an der Arbeit des ehemaligen Oberbürgermeisters Stephan Weil (SPD) übt Schlieckau Kritik – zumindest indirekt. „Bei den Konzepten für Bäder und Sporthallen in Hannover kommt die Verwaltung seit zwei Jahren nicht in die Pötte“, moniert Schlieckau. Die Sportverwaltung aber war zuvor zusammen mit dem Eventmanagement Chefsache und stand unter der Obhut von Ex-OB Weil. „Seit der Expo 2000 hat man auf Events viel Wert gelegt – aber der Sport hat gelitten“, sagt Schlieckau. Dabei seien insbesondere die städtischen Bäder mit ihrem millionenschweren Sanierungsbedarf eine enorme Herausforderung, der sich die Verwaltung nun stellen müsse.

Auch geht Schlieckau das von Rot-Grün beschlossene Förderprogramm für den Bau preisgünstiger Mietwohnungen nicht weit genug. „Wir brauchen zusätzlich 300 bis 400 Wohnungen für Studenten“, sagt er. Denn Tausende von Studierenden drängten jedes Jahr auf den hannoverschen Wohnungsmarkt. „Als OB werde ich dafür sorgen, dass leer stehende Gebäude vermehrt zu Studentenwohnheimen umgebaut werden“, sagt Schlieckau. Dafür müsse die Stadt auch Geld in die Hand nehmen.

In Hannover ist am Wochenende erstmals die Quizweltmeisterschaft ausgetragen wurden. Etwa 50 angestrengte Denker nahmen an der Veranstaltung teil.

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