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Aus der Stadt Ludwig-Windthorst-Schule macht beim Pisa-Test mit
Hannover Aus der Stadt Ludwig-Windthorst-Schule macht beim Pisa-Test mit
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09:08 19.04.2012
Von Bärbel Hilbig
Schon wieder Pisa: Nächste Woche wird in der Ludwig-Windthorst-Schule getestet. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Wenn kommenden Montag der neue Pisa-Test in Deutschland startet, ist mindestens eine Schule aus Hannover dabei: 75 Realschüler der Ludwig-Windthorst-Schule werden sich wahrscheinlich ziemlich ins Zeug legen – damit speziell ihre Schule und wohl auch Deutschland bei dem internationalen Vergleichstest am Ende gut dastehen. „Bei unseren Schülern war die Begeisterung zuerst nicht sehr groß“, berichtet Konrektor Siegfried Heinemann. Doch der Pädagoge hat für den Leistungstest geworben. „Ich erkläre den Schülern, was passiert, und versuche, ihnen ihre Ängste zu nehmen.“ Ausgewählt für die Teilnahme wurden zwei 9. Klassen, in denen die Schüler in der Regel 14 bis 16 Jahre alt sind. Außerdem gibt es eine Testgruppe mit 25 Schülern im Alter von 15 Jahren, die meist die 9., zum Teil aber auch die 8. oder 10. Klasse besuchen. Bundesweit werden an 250 Schulen rund 6250 15-Jährige getestet.

Das Testprogramm, das auf die Jugendlichen zukommt, wirkt auf den ersten Blick tatsächlich einschüchternd. Zum zweiten Mal geht es den Pisa-Forschern darum, ausführlich die Mathematikleistungen der 15-Jährigen festzustellen. Die Aufgaben erfordern, dass die Jugendlichen ihr Wissen auf Alltagssituationen übertragen. Daneben werden naturwissenschaftliche und Lesekenntnisse überprüft. Rund 3,5 Stunden Zeit setzen die Pisa-Forscher für den ersten Testtag an. Ein Teil der Jugendlichen soll außerdem am zweiten Tag weitere Fragen am Computer bearbeiten. Eltern, Lehrer und Schüler geben per Fragebogen auch Auskunft über den Schulalltag und die Lebensbedingungen.

Die Aufsicht ist streng geregelt. „Ich darf zum Beispiel nicht dabei sein“, sagt Heinemann. Eine von den Forschern bestimmte unabhängige Testperson überwacht die Prüfung, ein Lehrer der Schule darf den Tester unterstützen, aber den Schülern auf keinen Fall Tipps geben. Die beteiligten Zehntklässler sehen dem zusätzlichen Test mit gemischten Gefühlen entgegen. Bei ihnen stehen jetzt die Abschlussprüfungen an. „Manche halten es aber für eine Chance, die Prüfungssituation auf diese Weise zu üben“, sagt Heinemann.

Die Lehrer wundern sich allerdings, warum ausgerechnet sie wieder zu der Ehre kommen: Die katholische Haupt- und Realschule hat bereits zwei- oder sogar dreimal mitgemacht, ganz so genau erinnert sich Heinemann schon nicht mehr. „Wir sind ausgelost worden, so ist uns das versichert worden“, sagt er und vermutet, die Pisa-Leute legten vielleicht Wert auf eine kirchliche Schule in ihrer Stichprobe. Vielleicht spiele auch die Größe der Realschule, die vier Klassen pro Jahrgang vorweisen kann, eine Rolle. Doch auch andere Schulen in der Region haben Pisa-Erfahrung vorzuweisen. Die Integrierte Gesamtschule Mühlenberg freute sich nach dem ersten Pisa-Test im Jahr 2000 über ein Spitzenresultat. Bis zur Auswertung des Megatests ist aber Geduld gefragt. Dieses Mal dürften die Ergebnisse erst Ende 2013 vorliegen.

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